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Posts Tagged ‘Stil’

Liebe Leserin, lieber Leser,

ich höre in meinen Workshops immer wieder, dass stilvolles Verhalten besonders auf dem beruflichen Parkett immer wesentlicher wird. Eine wichtige Frage, die während meines letzten Etikette-Workshops gestellt wurde, habe ich Ihnen heute mitgebracht und gebe einige Antworten.

Was sind meine Aufgaben als Gastgeberin, wenn ich mich mit meinen Kunden oder Geschäftspartnern in einem Restaurant verabrede?

Was sind die Aufgaben des Gastes?

Als Gastgeberin oder Gastgeber bieten Sie Ihrem Gast immer das Gefühl von Sicherheit, Wohlgefühl und Orientierung.

  • Vereinbaren Sie den Treffpunkt möglichst genau: Ich erwarte Sie auf der Terrasse vorne rechts.
  • Führen Sie Ihren Gast durch das Menü: Empfehlen Sie ein Getränk, ein Menü oder eine bestimmte Vorspeise. Ihr Gast muss der Empfehlung nicht folgen, weiß aber nun in welcher Preisklasse er wählen darf und dass er sich auch eine Vorspeise bestellen kann.
  • Sobald der erste Gang serviert wird, legen Sie Ihre Serviette auf dem Schoß ab.
  • Signalisieren Sie Ihrem Gast, dass er nun trinken darf, indem Sie das Glas erheben und einen kleinen Toast aussprechen. Ein Gast, der die Etiketteregeln kennt wird ohne Ihre Geste allenfalls nach dem Wasserglas greifen.
  • Indem Sie das Besteck aufnehmen zeigen Sie, dass nun mit dem Essen begonnen werden darf.
  • Wenn Sie ein mehrgängiges Menü verspeisen, sind Sie durch das Heben des Weinglases und das Aufnehmen des Bestecks wieder in der Pflicht.
  • Plaudern Sie oder nutzen Sie das Treffen für ein geschäftliches Gespräch.
  • Sprechen Sie auch für einen Digestif eine Empfehlung aus oder fragen Sie Ihren Gast, ob er noch etwas möchte.
  • Zum Bezahlen entschuldigen Sie sich einen Augenblick und zahlen diskret.

Als Gast nutzen Sie die Führung durch die Gastgeberin. Sie bestellen ein Menü in der angegebenen Preisempfehlung. Sie beginnen erst zu trinken oder zu essen, wenn die Gastgeberin ihr Glas oder ihr Besteck erhoben hat.

Weitere Informationen finden Sie unter der Kategorie Restaurant auf dieser Seite. Stellen Sie mir auch einfach Ihre Fragen, ich beantworte sie gerne.

Ich wünsche Ihnen einen gelungenen Auftritt und alles Gute, Ihre

Astrid Fiedler.

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Liebe Leserin, lieber Leser,

neulich schrieb mich eine Kundin an und stellte folgende Fragen:

Mein Mann und ich haben uns neulich gefragt, was eigentlich „erlaubt“ ist, wenn man im Restaurant Suppe isst:

  • Den Teller ankippen, um den Rest der Suppe auf den Löffel zu bekommen – ja oder nein?
  • Den Rest der Suppe mit Brot aufstippen – ja oder nein?

Früher ließ man ja einen Anstandsrest auf dem Teller zurück.
Inzwischen gibt zum Glück einen Bewusstseinswandel und ich denke schon lange, dass es an der Zeit ist mehr Wertschätzung für unsere Lebensmittel zu zeigen. Darum ist es auch ausdrücklich erlaubt den Teller leer zu essen, darüber sind sich die meisten Knigge-Experten einig.

Die Antwort, wie man den Suppenteller völlig entleert, kann man jedoch nicht verallgemeinern, denn wie immer kommt es auf den Kontext an.

Ich schreibe hier für den Aufenthalt in einem Restaurant gehobener Klasse.
Selbstverständlich können Sie den Tipp auch in anderer Gesellschaft umsetzen, dort werden Sie dann nur möglicherweise irritiert angeschaut.
Richtig ist es trotzdem.

  • Wenn Sie mit sehr guten Etikettekenntnissen glänzen wollen, dann kippen Sie den Teller nicht zu sich hin, sondern schräg nach hinten um den letzte Rest auszulöffeln.
  • Den Rest der Suppe mit Brot aufzustippen ist in deutschen Restaurants verpönt. Befinden Sie sich allerdings in einem italienischen oder französischen Restaurant um die Ecke, dann ist es quasi Pflicht 😉

Ich wünsche Ihnen guten Appetit!

Herzliche Grüße und bis zum nächsten Ma(h)l, Ihre
Astrid Fiedler

Für alle, die nette Leute aus der Umgebung suchen, um z.B. gemeinsam essen zu gehen: http://www.dein-ort.de/

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Liebe Leserin, lieber Leser,

gestern gab ich wieder einen Workshop zum Thema Etikette im Restaurant.

Wir starteten mit Aufgaben für Gast und Gastgeber und wie man den Weg in das Restaurant souverän meistert.
Im zweiten Teil ging es um das Gedeck, die Bestellung und das stilvolle Verhalten bei Tisch.
Hier stellte ein Teilnehmer folgende Frage:
Ich esse gerne Fisch und manchmal sind dort natürlich Gräten versteckt. Wie befördere ich diese eigentlich stilvoll aus dem Mund? Ich würde sie in den Mundwinkel schieben und dann einfach mit den Fingern auf dem Teller entsorgen.

Ein anderer Teilnehmer entgegnete, er würde die Gräten hinter vorgehaltener Hand mit den Fingern aus dem Mund nehmen und dann auf dem Teller ablegen.
Eine Teilnehmerin meinte, die Gräten müssten auf jeden Fall in der Serviette entsorgt werden.

Fisch essen ist eine heikle Angelegenheit, besonders dann, wenn man sich mit Geschäftspartnern dazu verabredet hat und einen stilvollen Eindruck hinterlassen möchte.

Was meinen Sie? Wie befördert  man Gräten ohne großes Aufsehen zurück auf den Teller?

Die meisten Knigge-Experten sind sich einig: Alles, was unerwünscht im Mund landet, wird so wieder nach außen befördert, wie es hinein gekommen ist.
Die Gräte oder Gräten werden folglich dezent mit der Zunge auf die Lippen geschoben, anschließend zurück auf die Gabel befördert und dann auf dem Tellerrand abgelegt.
In guten Restaurants wird Ihnen meist ein Teller für die Gräten bereitgestellt. Sie dürfen auch um einen Teller für den Abfall bitten.

TIPP: Wenn Ihnen das Jonglieren von Fischgräten im Mund Mühe macht, üben Sie am besten unter Ausschluss der Öffentlichkeit ;-).

Ich wünsche Ihnen guten Appetit!

Herzliche Grüße und bis zum nächsten Ma(h)l, Ihre
Astrid Fiedler

Autorin: Astrid Fiedler IMAGEKONKRET

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Liebe Leserin, lieber Leser,
neulich gab es in meinem Workshop eine angeregte Diskussion darüber, ob Kaugummikauen stillos sei.
Einige Teilnehmer meinten, dass wirke unsouverän und kindisch; die andere Gruppe meinte, dass es doch extra Kaugummi zur Zahnpflege gäbe, damit man es kaue.

Natürlich gibt es Zahnpflegekaugummi zur Zahn-und Mundraumreinigung und es ist zum Kauen da.
Ob wir dies als stillos empfinden, hängt sicherlich auch damit zusammen, wann und wie es gekaut und wie es entsorgt wird.

Wenn Sie zu den Kaugummikauern gehören, könnten Sie einfach meine 4 Tipps beherzigen, damit Sie niemanden belästigen und als ernstzunehmender Mensch wahrgenommen werden.

  • Kauen Sie kein Kaugummi während Sie telefonieren oder sich unterhalten müssen.
  • Heben Sie das Papier der Verpackung auf,  um das Kaugummi anschließend darin zu entsorgen.
  • Kauen Sie maximal fünf Minuten geräuschlos und mit geschlossenem Mund.
  • Entsorgen Sie das Kaugummi in der Verpackung oder in einem Papiertaschentuch unauffällig in den Müll.

Sie sehen, es ist ganz einfach und es kommt nur darauf an, zu wissen, wie es geht!

Ich wünsche Ihnen eine gute Woche
Ihre Astrid Fiedler
Trainings für Umgangsformen in Unternehmen sind Teil unseres Dienstleistungsangebots.
Fragen Sie gleich nach.
Telefon: 040 71 67 95 42
http://www.imagekonkret.de

 

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Liebe Leserin und lieber Leser,

schön, dass Sie wieder dabei und bereit für die letzte Lektion sind.

In dieser letzten gemeinsamen Woche, während der ich Sie beim Smalltalk unterstütze, lernen Sie, wie Sie sich elegant aus Gesprächen verabschieden.

Tipp 1: Bleiben Sie entspannt, auch wenn Sie das Gespräch beenden wollen.

Tipp 2: Lassen Sie Ihren Gesprächspartner nicht einfach alleine stehen, sondern fragen Sie ihn -auf einer Party- ob er Sie zum Buffet begleiten mag oder ob Sie ihn mit jemandem bekannt machen können.

Tipp 3: Bedanken Sie sich bei Ihrem Gesprächspartner und zeigen Sie Ihre Wertschätzung: „Vielen Dank für die nette Unterhaltung, sie war sehr anregend und spannend für mich.“

Tipp 4: Schließen Sie mit einem positiven Ausblick ab, indem Sie ein erneutes Treffen in Aussicht stellen: „Ich würde mich sehr freuen, wenn wir uns einmal wiedersehen.“

Tipp 5: Wünschen Sie der Person, mit der Sie geredet haben, viel Vergnügen für den restlichen Abend.

Ich bedanke mich herzlich bei Ihnen, dass Sie bis hierher mitgemacht haben und wünsche Ihnen, dass Sie sich beim Smalltalk in Zukunft leicht und entspannt fühlen. Wenn Sie Blockaden spüren, wiederholen Sie einfach die ersten Lektionen.

Alles Gute für Sie und ich freue mich, wenn Sie meinem Blog treu bleiben.

Ihre Smalltalkexpertin

Astrid Fiedler

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Liebe Leserin und lieber Leser,

schön, dass Sie wieder dabei und bereit für die elfte Lektion sind.

Sicher haben Sie in der vergangenen Woche Ihr eigenes Gesprächsverhalten und das der anderen analysiert.

Vielleicht haben Sie sich selbst dabei ertappt, dass Sie viel zu viel geredet haben und so gar nichts über den anderen erfahren konnten? Gut, dass es Ihnen aufgefallen ist! Stellen Sie jetzt Ihr Gesprächsverhalten einfach um.

Vielleicht haben Sie sich aber auch mit einer Quasselstrippe unterhalten, oder haben eine schüchterne Person aus der Reserve gelockt –  herzlichen Glückwunsch, weiter so!

In dieser Woche trainieren Sie, wie Sie sich in Gespräche einklinken. Das ist für die meisten meiner Workshopteilnehmer immer die größte Herausforderung. Mit meinem Drei-Schritte-Programm wird es ganz einfach.

Schritt 1: Machen Sie sich sichtbar und nehmen Sie zu wenigstens einer Person Blickkontakt auf.

Schritt 2:  Hören Sie zu und signalisieren Sie durch Ihre freundliche, offene Körpersprache, dass Sie am Gespräch teilnehmen möchten.

Schritt 3: In einer Gesprächspause begrüßen Sie die anderen und, wenn es sich ergibt, tragen Sie etwas zum Thema bei.

Die Schritte können je nach Situation variieren und Zwischenschritte können notwendig sein, z.B. könnten Sie folgende Fragen stellen:

  • „Störe ich?“
  •  „Wie heißen Sie?“

Oder Zusatzinformationen zu Ihrer Person:

  • „Ich bin Willi Witzig und wohne im Hotel … .“
  • „Ich bin Lilli Lustig und leite eine Filiale des Versicherungsunternehmens … .“

Beobachten Sie, welcher Zwischenschritt angemessen ist. Sammeln Sie Ihre Erfahrungen und probieren Sie aus. Trainieren Sie täglich mindestens 1-2 Mal.

Ich bedanke mich, dass Sie diesen Beitrag gelesen haben und wünsche Ihnen viele tolle Gespräche und interessante Begegnungen.

Ihre Expertin für gepflegten Smalltalk
Astrid Fiedler

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Liebe Leserin und lieber Leser,

schön, dass Sie wieder dabei und bereit für die zehnte Lektion sind.

Sicher haben Sie schon einige Gespräche mit Bravour gemeistert und darüber freue ich mich mit Ihnen.

Und damit das so bleibt, lesen Sie heute, welche Herausforderungen Ihnen begegnen können und wie Sie damit umgehen. An dieser Stelle sei gesagt, dass nicht nur die Anderen eine Herausforderung sein können.

Deshalb ist Ihre Aufgabe in dieser Woche, das eigene Gesprächsverhalten zu überprüfen, denn jeder ist verantwortlich dafür, dass Smalltalk gelingt. Und er gelingt sehr gut, wenn alle Gesprächspartner in den Smalltalk einbezogen werden und in etwa gleiche Wortanteile haben.

Diesmal geht es um schüchterne Personen und um Vielredner.

Tipp 1: Schüchterne werden mit offenen Fragen sanft aus der Reserve gelockt. (s.a. Lektion 4).

Eine kleine Geschichte:
Vor einigen Jahren gab ich mit einer anderen Dozentin ein Seminar am Meer. Die Kollegin war privat eher schüchtern, aber mit offenen Fragen und Anekdoten von mir konnten wir uns am ersten Abend eine Weile ganz prima unterhalten. Wir fanden heraus, dass wir beide stundenlange Spaziergänge am Meer sehr mögen. Damit hatten wir die erste Gemeinsamkeit gefunden und verabredeten uns für den nächsten Morgen am Meer. Diese Spaziergänge waren wunderbar, aus dem Smalltalk entwickelten sich in kurzer Zeit Gespräche in einer angenehmen Tiefe und wir haben sehr viele weitere Gemeinsamkeiten entdeckt. Inzwischen reisen wir mindestens einmal im Jahr ans Meer und es ist immer wieder ein sehr schönes Erlebnis.

Tipp 2. Wenn Sie selbst schüchtern sind, dann fällt es Ihnen vielleicht leichter Fragen zu stellen und nur wenig zu erzählen. In jedem Fall sollten Sie etwas von sich preisgeben, sonst fühlt sich ihr Gesprächspartner eventuell ausgefragt. Finden Sie Gemeinsamkeiten heraus und schaffen Sie darüber eine Verbindung!

Tipp 3: Vielredner werden sanft ausgebremst.
Kennen Sie folgendes Szenario? Sie sind auf einer Party und irgendjemand erzählt Ihnen seit 20 Minuten sein Leben. Sie kennen inzwischen seine Krankengeschichte, sämtliche ekligen Wundheilungsstörungen, sowie die Namen der Ärzte, die nur Mist gebaut haben. Sie wissen, dass das Mittagessen im Krankenhaus miserabel ist, die Pfleger unfreundlich sind und die polnische Reinigungskraft natürlich nicht ordentlich putzt. Außerdem riecht es nach Krankenhaus und und und.
Wie fühlen Sie sich in dieser Situation?
Wohl? Unwohl?

Wenn Sie sich wohl fühlen, ist alles ok, aber viele Menschen harren aus, weil sie nicht unhöflich sein wollen.
Meine Frage: Ist es denn höflich, anderen Menschen die Party zu vermiesen?
Ist es höflich, fremde Menschen als Mülleimer zu missbrauchen?

Also: Nichts wie weg, aber stilvoll!
Der richtige Zeitpunkt ist der, wenn Sie sich unwohl fühlen. Handeln Sie und übernehmen Sie Verantwortung für Ihr Wohlergehen!

Step 1: Signalisieren Sie Verständnis für die missliche Lage.
GP: „… Wundheilungsstörungen am Bein …“.
Sie: „Das klingt ja gar nicht gut“.
GP: „Die Ärzte haben überhaupt keine Ahnung…“.
Sie: „Ja, die Lage hat sich sehr verschlechtert in den Krankenhäusern, aber ich habe einen sehr guten Hausarzt, bei welchem Hausarzt sind Sie denn?
GP: „Bei Dr. Rosenbom am Rathausmarkt.“

Step 2: Lenken Sie das Gespräch auf ein anderes Thema.
Sie: „Ach das ist ja auch eine schöne Ecke, da ist doch gerade Weinfest auf dem Rathausmarkt, oder?“

Sie sehen, es geht ganz leicht und Übung macht den Meister.
Das ist Ihre Woche, um Herausforderungen zu meistern.

Ich bedanke mich, dass Sie diesen Beitrag gelesen haben und wünsche Ihnen viele tolle Gespräche.

Ihre Expertin für gepflegten Smalltalk
Astrid Fiedler

„Die Minute, in der man das zu tun beginnt, was man tun will, ist der Anfang einer wirklich anderen Art des Lebens.“ Richard Buckminster Fuller, Erfinder

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