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Posts Tagged ‘Serviette’

Liebe Leserin, lieber Leser,

haben Sie auch schon mal eine Einladung ins Restaurant erhalten?

Im geschäftlichen Bereich sind Einladungen in Restaurants keine Seltenheit und der Gastgeber stellt sich dabei meist folgende innere Fragen:

  • Kann mein Gegenüber sich bei Geschäftsessen angemessen verhalten?
  • Passt der Beweber zu mir oder zu meinem Unternehmen?
  • Wird er mich oder mein Unternehmen würdig vertreten?
  • Will ich meine Kunden mit diesem Menschen bekannt machen?

Dabei glauben viele Menschen noch immer, Restaurantetikette sei nicht wichtig und benehmen sich schon beim Betreten des Restaurants unwissentlich daneben. Die zweite Falle lauert beim Bestellen des Menüs und weiter geht es mit der Nutzung der Serviette und des Bestecks, ganz zu schweigen von den Hürden, die beim Essen selbst genommen werden wollen.

Damit Sie diese Herausforderungen sicher meistern, habe ich ein einige Tipps für Sie.

  • Wenn Sie eingeladen werden, befinden Sie sich in der Rolle des Gastes, die vergleichbar ist mit der „Damenrolle„. D.h. Sie verlassen sich auf die Führung durch den Gastgeber und erst wenn diese nicht stattfindet, nehmen Sie kurzfristig selber die Zügel in die Hand.
  1. Lassen Sie sich ein Getränk, ein Menü oder eine bestimmte Vorspeise empfehlen, so wissen Sie, in welcher Preisklasse Sie wählen können.
  2. Warten Sie, bis der Gastgeber die Serviette auf dem Schoß abgelegt hat. Sollte Ihr Gastgeber dies vergessen, legen Sie Ihre Serviette spätestens vor dem ersten Gang auf Ihrem Schoß ab.
  3. Warten Sie, bis der Gastgeber sein Glas erhoben hat, erst dann nehmen Sie das Glas auf, nicken dem Gastgeber kurz zu und trinken. Übrigens: Nach dem Wasserglas dürfen Sie immer greifen.
  4. Warten Sie, bis der Gastgeber das Besteck aufgenommen hat, erst dann wird mit dem gemeinsamen Essen begonnen.
  5. Wenn Sie ein mehrgängiges Menü verspeisen, warten Sie immer darauf, dass der Gastgeber durch das Heben des Weinglases und das Aufnehmen des Bestecks anzeigt, dass es weitergeht.
  6. Nutzen Sie den Abend für einen entspannten Plausch, es sei denn es ist ein geschäftliches Treffen. Auch hier können Sie sich an dem Gastgeber orientieren.
  7. Bestellen Sie nicht von sich aus einen Digestif, sondern warten Sie auf eine Empfehlung des Gastgebers.

Egal ob Unternehmer, Bewerber oder Privatperson, mit einem stilvollen Auftreten vermitteln Sie Sicherheit, Glaubwürdigkeit und Kompetenz.

Ich wünsche Ihnen eine gute Zeit und grüße Sie, Ihre

Astrid Fiedler

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Diese Frage stellte ich kürzlich den Teilnehmern vor dem Beginn meines Knigge-Workshops

Einige meinten, Knigge stünde für Bestecksprache und den stilvollen Umgang mit der Serviette.

Eine Teilnehmerin erzählte von einer Bekannten, die meinte, dass man lt. Knigge Frühstückseier nur „köpfen“ dürfe, alles andere sei stillos.

Hätten Sie es gewusst?

Dass Freiherr Adolph Franz Friedrich Ludwig Knigge für derlei Etiketteregeln steht, würde ihm sicher nicht gefallen.

In den Zeiten der Aufklärung aufgewachsen, war es ihm, aus seiner eigenen Lebensgeschichte heraus, vielmehr wichtig, dass die Menschen respektvoll und achtsam miteinander umgingen. Ihm gefiel es gar nicht, dass der Adel sich durch Etiketteregeln vom Volk abzugrenzen versuchte und er selbst legte schon bald sein Adelsprädikat und auch das „von“ ab.

Knigge war ein guter Beobachter und schrieb zahlreiche Bücher. Sein  bekanntestes soziologisch-psychologisch begründetes Buch ist wohl der Klassiker Über den Umgang mit Menschen. Dieses Buch wurde erst nach seinem Tod um Benimmregeln erweitert.

Ich denke, dass Umgangsformen über allen Etiketteregeln stehen.

Denn welchen Wert hat ein Wissen um den stilvollen Gebrauch der Serviette, wenn der Umgang mit Kollegen oder Mitarbeitern unkollegial, mit Kindern herzlos und mit Partnern achtlos ist.

Ich wünsche Ihnen einen achtsamen Tag, Ihre Imageexpertin

Astrid Fiedler

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