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Posts Tagged ‘Manieren’

Liebe Leserin und lieber Leser,

schön, dass Sie wieder dabei und bereit für die letzte Lektion sind.

In dieser letzten gemeinsamen Woche, während der ich Sie beim Smalltalk unterstütze, lernen Sie, wie Sie sich elegant aus Gesprächen verabschieden.

Tipp 1: Bleiben Sie entspannt, auch wenn Sie das Gespräch beenden wollen.

Tipp 2: Lassen Sie Ihren Gesprächspartner nicht einfach alleine stehen, sondern fragen Sie ihn -auf einer Party- ob er Sie zum Buffet begleiten mag oder ob Sie ihn mit jemandem bekannt machen können.

Tipp 3: Bedanken Sie sich bei Ihrem Gesprächspartner und zeigen Sie Ihre Wertschätzung: „Vielen Dank für die nette Unterhaltung, sie war sehr anregend und spannend für mich.“

Tipp 4: Schließen Sie mit einem positiven Ausblick ab, indem Sie ein erneutes Treffen in Aussicht stellen: „Ich würde mich sehr freuen, wenn wir uns einmal wiedersehen.“

Tipp 5: Wünschen Sie der Person, mit der Sie geredet haben, viel Vergnügen für den restlichen Abend.

Ich bedanke mich herzlich bei Ihnen, dass Sie bis hierher mitgemacht haben und wünsche Ihnen, dass Sie sich beim Smalltalk in Zukunft leicht und entspannt fühlen. Wenn Sie Blockaden spüren, wiederholen Sie einfach die ersten Lektionen.

Alles Gute für Sie und ich freue mich, wenn Sie meinem Blog treu bleiben.

Ihre Smalltalkexpertin

Astrid Fiedler

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Liebe Leserin und lieber Leser,

schön, dass Sie wieder dabei und bereit für die elfte Lektion sind.

Sicher haben Sie in der vergangenen Woche Ihr eigenes Gesprächsverhalten und das der anderen analysiert.

Vielleicht haben Sie sich selbst dabei ertappt, dass Sie viel zu viel geredet haben und so gar nichts über den anderen erfahren konnten? Gut, dass es Ihnen aufgefallen ist! Stellen Sie jetzt Ihr Gesprächsverhalten einfach um.

Vielleicht haben Sie sich aber auch mit einer Quasselstrippe unterhalten, oder haben eine schüchterne Person aus der Reserve gelockt –  herzlichen Glückwunsch, weiter so!

In dieser Woche trainieren Sie, wie Sie sich in Gespräche einklinken. Das ist für die meisten meiner Workshopteilnehmer immer die größte Herausforderung. Mit meinem Drei-Schritte-Programm wird es ganz einfach.

Schritt 1: Machen Sie sich sichtbar und nehmen Sie zu wenigstens einer Person Blickkontakt auf.

Schritt 2:  Hören Sie zu und signalisieren Sie durch Ihre freundliche, offene Körpersprache, dass Sie am Gespräch teilnehmen möchten.

Schritt 3: In einer Gesprächspause begrüßen Sie die anderen und, wenn es sich ergibt, tragen Sie etwas zum Thema bei.

Die Schritte können je nach Situation variieren und Zwischenschritte können notwendig sein, z.B. könnten Sie folgende Fragen stellen:

  • „Störe ich?“
  •  „Wie heißen Sie?“

Oder Zusatzinformationen zu Ihrer Person:

  • „Ich bin Willi Witzig und wohne im Hotel … .“
  • „Ich bin Lilli Lustig und leite eine Filiale des Versicherungsunternehmens … .“

Beobachten Sie, welcher Zwischenschritt angemessen ist. Sammeln Sie Ihre Erfahrungen und probieren Sie aus. Trainieren Sie täglich mindestens 1-2 Mal.

Ich bedanke mich, dass Sie diesen Beitrag gelesen haben und wünsche Ihnen viele tolle Gespräche und interessante Begegnungen.

Ihre Expertin für gepflegten Smalltalk
Astrid Fiedler

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Liebe Leserin und lieber Leser,

schön, dass Sie wieder dabei und bereit für die zehnte Lektion sind.

Sicher haben Sie schon einige Gespräche mit Bravour gemeistert und darüber freue ich mich mit Ihnen.

Und damit das so bleibt, lesen Sie heute, welche Herausforderungen Ihnen begegnen können und wie Sie damit umgehen. An dieser Stelle sei gesagt, dass nicht nur die Anderen eine Herausforderung sein können.

Deshalb ist Ihre Aufgabe in dieser Woche, das eigene Gesprächsverhalten zu überprüfen, denn jeder ist verantwortlich dafür, dass Smalltalk gelingt. Und er gelingt sehr gut, wenn alle Gesprächspartner in den Smalltalk einbezogen werden und in etwa gleiche Wortanteile haben.

Diesmal geht es um schüchterne Personen und um Vielredner.

Tipp 1: Schüchterne werden mit offenen Fragen sanft aus der Reserve gelockt. (s.a. Lektion 4).

Eine kleine Geschichte:
Vor einigen Jahren gab ich mit einer anderen Dozentin ein Seminar am Meer. Die Kollegin war privat eher schüchtern, aber mit offenen Fragen und Anekdoten von mir konnten wir uns am ersten Abend eine Weile ganz prima unterhalten. Wir fanden heraus, dass wir beide stundenlange Spaziergänge am Meer sehr mögen. Damit hatten wir die erste Gemeinsamkeit gefunden und verabredeten uns für den nächsten Morgen am Meer. Diese Spaziergänge waren wunderbar, aus dem Smalltalk entwickelten sich in kurzer Zeit Gespräche in einer angenehmen Tiefe und wir haben sehr viele weitere Gemeinsamkeiten entdeckt. Inzwischen reisen wir mindestens einmal im Jahr ans Meer und es ist immer wieder ein sehr schönes Erlebnis.

Tipp 2. Wenn Sie selbst schüchtern sind, dann fällt es Ihnen vielleicht leichter Fragen zu stellen und nur wenig zu erzählen. In jedem Fall sollten Sie etwas von sich preisgeben, sonst fühlt sich ihr Gesprächspartner eventuell ausgefragt. Finden Sie Gemeinsamkeiten heraus und schaffen Sie darüber eine Verbindung!

Tipp 3: Vielredner werden sanft ausgebremst.
Kennen Sie folgendes Szenario? Sie sind auf einer Party und irgendjemand erzählt Ihnen seit 20 Minuten sein Leben. Sie kennen inzwischen seine Krankengeschichte, sämtliche ekligen Wundheilungsstörungen, sowie die Namen der Ärzte, die nur Mist gebaut haben. Sie wissen, dass das Mittagessen im Krankenhaus miserabel ist, die Pfleger unfreundlich sind und die polnische Reinigungskraft natürlich nicht ordentlich putzt. Außerdem riecht es nach Krankenhaus und und und.
Wie fühlen Sie sich in dieser Situation?
Wohl? Unwohl?

Wenn Sie sich wohl fühlen, ist alles ok, aber viele Menschen harren aus, weil sie nicht unhöflich sein wollen.
Meine Frage: Ist es denn höflich, anderen Menschen die Party zu vermiesen?
Ist es höflich, fremde Menschen als Mülleimer zu missbrauchen?

Also: Nichts wie weg, aber stilvoll!
Der richtige Zeitpunkt ist der, wenn Sie sich unwohl fühlen. Handeln Sie und übernehmen Sie Verantwortung für Ihr Wohlergehen!

Step 1: Signalisieren Sie Verständnis für die missliche Lage.
GP: „… Wundheilungsstörungen am Bein …“.
Sie: „Das klingt ja gar nicht gut“.
GP: „Die Ärzte haben überhaupt keine Ahnung…“.
Sie: „Ja, die Lage hat sich sehr verschlechtert in den Krankenhäusern, aber ich habe einen sehr guten Hausarzt, bei welchem Hausarzt sind Sie denn?
GP: „Bei Dr. Rosenbom am Rathausmarkt.“

Step 2: Lenken Sie das Gespräch auf ein anderes Thema.
Sie: „Ach das ist ja auch eine schöne Ecke, da ist doch gerade Weinfest auf dem Rathausmarkt, oder?“

Sie sehen, es geht ganz leicht und Übung macht den Meister.
Das ist Ihre Woche, um Herausforderungen zu meistern.

Ich bedanke mich, dass Sie diesen Beitrag gelesen haben und wünsche Ihnen viele tolle Gespräche.

Ihre Expertin für gepflegten Smalltalk
Astrid Fiedler

„Die Minute, in der man das zu tun beginnt, was man tun will, ist der Anfang einer wirklich anderen Art des Lebens.“ Richard Buckminster Fuller, Erfinder

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Ich freue mich, dass Sie dabei sind – herzlich willkommen!

Sind Sie heute das erste Mal auf dieser Seite? Ist Smalltalk eine echte Herausforderung für Sie? Möchten Sie wirklich etwas verändern?  Dann bearbeiten Sie bitte die letzten Lektionen, bevor Sie mit dieser Lektion beginnen!

Sie haben die anderen Lektionen bereits erledigt?

Ich gratuliere Ihnen – die schwerste Aufgabe ist geschafft und Sie haben  bereits viel über sich und andere gelernt.

Sie wissen nun, warum Sie andere Menschen nicht ansprechen (Ihre Glaubenssätze), wo und wann Sie jemanden ansprechen können (Orte und Situationen) und was Ihnen hilft (Erlaubnissätze und positive Glaubenssätze). Aus meinen Trainings weiß ich, dass es vielen Menschen zunächst schwer fällt, an die Macht der Glaubenssätze zu glauben. Vielleicht geht es Ihnen auch so und Sie zweifeln, dass diese Sätze Veränderungen bewirken. Ich möchte Ihnen aus meiner Erfahrung heraus, die ich mit vielen Menschen gemacht habe, sagen: Bleiben Sie am Ball und nutzen Sie dieses wichtige Instrument für eine tiefgreifende Veränderung. Sie werden schon bald merken, dass Sie ganz allgemein selbstbewusster und sicherer im Umgang mit anderen Menschen werden. Dabei unterstützt Sie auch die nächste Lektion.

4. Lektion

Gestern erzählte mir meine dänische Cousine, dass sie kürzlich mit einem Kollegen über einige Stunden eine Autofahrt nach Kopenhagen machte. Sie unterhielten sich gut – dennoch hatte sie irgendwann das Gefühl, er interessiere sich nicht.

Was war passiert?

Sie fragteer stellte keine Fragen.

Aus meinen Workshops weiß ich, dass Männer sehr häufig unsicher sind, was und wie sie fragen dürfen.

Ihre Aufgaben in dieser Woche:

Denken Sie sich jeden Tag drei offene Fragen oder drei positive Kommentare aus, die Sie für eine Kontaktaufnahme nutzen könnten  und schreiben Sie diese in Ihr Notizbuch.

Offene Fragen enthalten ein gesprochenes oder gedachtes: was, wie, woher, wo, wann, womit oder wohin.

Beispiel: Supermarkt

„Ah – die Scampis (was) sehen lecker aus, hatten Sie schon mal welche von hier (woher)?“

„Wo finde ich sie?“

Lassen Sie sich überraschen, wie kreativ Sie sind!

Vielleicht bedenken Sie bei dieser Aufgabe auch Weihnachtsfeiern und die Silvesterparty.

Der folgende Leitsatz von Adolph Freiherr Knigge hilft:
„Interessiere dich für andere, wenn du willst, dass andere sich für dich interessieren.“

Ich wünsche Ihnen viel Spaß bei dieser Entdeckungsreise.

Lesen Sie zum Thema Weihnachtsfeiern und Silvesterparty auch meinen Newsletter: Was anziehen an Weihnachten und Silvester?

http://www.imagekonkret.de//kontakt/newsletter.php

Ihre Smalltalk-Expertin

Astrid Fiedler

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Das „Aktuelle Lexikon“ der SZ sagt dazu:

Eine Industrie von Kursen und Büchern floriert, sie vermittelt Dinge, die man scheinbar wissen sollte. Der Saum von Anzugshosen hat gefälligst im richtigen Abstand zum Schuhabsatz zu sitzen, die Serviette ist zwingend links des Tellers abzulegen (?), Rülpsen beim Essen ist ohnehin unstatthaft.

Dabei meint der Begriff Manieren (vom französischen la manière, Art und Weise) eigentlich die moralischen Umgangsformen. So erörterte Freiherr Knigge seinerzeit nicht Tisch- oder Kleidersitten, sondern das Verhalten verschiedener Berufe und Stände – damit die Menschheit nicht auftrete wie ein „grober Zyniker, der nach seinem Hottentottensysteme alle Regeln verachtet, welche Konvenienz und gegenseitige Gefälligkeit den Menschen im bürgerlichen Leben vorgeschrieben haben“. Eine schöne Definition von Manieren hat Heinrich Heine 1885 verfasst im Lob auf seinen verstorbenen Onkel: „Er war höflich, anständig, von guten Manieren, kein grobes und noch weniger irgendein verletzendes Wort kam von seinen Lippen. Er sagte nie eine Lüge, und wie die feine, so war auch die rohe, beleidigende Bosheit seinem Herzen ganz fremd“.

Und übrigens (weiteres Zitat „Streiflicht“ SZ vom 09.09.2011)ist es eben nicht so, dass jene, die Manieren von Anderen einfordern, sich selber leicht damit täten. Ältere Hagestolze etwa mahnen die Jugend gern zu jenem Benehmen, das ihnen selbst gut anstehen würde. Denn schon die Behauptung, man habe die besseren Manieren, kündet oft vom gänzlichen Fehlen derselben – sowie von einem Ego, das eigene Schwächen für unvorstellbar erachtet.

Ja, es ist oft nicht ganz einfach, mit einer Haltung wie Heinrich Heines Onkel  durch´s Leben zu gehen.

Ja, es ist wichtig andere Menschen höflich und mit Anstand zu behandeln. Das Entscheidende ist die Achtung und Wertschätzung meiner Mitmenschen. Egal, ob mein Gegenüber alt oder jung ist, ob mir jemand in Lumpen oder im Königsgewand gegenübersteht, gebildet oder ungebildet erscheint – jeder hat das Recht, dass ich ihn aufmerksam, freundlich und mit Respekt behandle.

13. September  Gerhard Zittel

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