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Posts Tagged ‘Knigge Begrüßung’

Liebe Leserin, lieber Leser,

neulich fragte mich eine Seminarteilnehmerin: Wie mache ich das eigentlich mit der Begrüßung, wenn ich erkältet bin? Reiche ich die Hand oder lasse ich es lieber? Und wie kann ich stilvoll reagieren, wenn mein Gegenüber erkältet ist und die Hand zur Begrüßung reicht?

Grundsätzlich gilt: Wer erkältet ist, sollte auch für andere Menschen sorgen, indem er sie nicht ansteckt.

Erkältungsviren werden durch Tröpfchen-Infektion wie Niesen, Husten, Sprechen und Körperkontakt übertragen. Wer sich die Nase geschnäuzt hat oder beim Husten die Hand vor den Mund gehalten hat, der hat ganz sicher Viren an der Hand, die beim Öffnen einer Tür oder beim Händeschütteln haften bleiben und nun den nächsten Menschen anstecken können.

Deshalb gilt: Wer erkältet ist, sollte ganz aufs Händeschütteln verzichten, um seine Mitmenschen nicht anzustecken.

So geht´s: Machen Sie einfach auf Ihre Erkältung aufmerksam und sagen Sie, dass Sie die andere Person nicht anstecken möchten.

Wenn Ihnen jemand die Hand reichen will, der offensichtlich erkältet ist, dann entscheiden Sie situativ zwischen folgenden Möglichkeiten.

  • Bitten Sie um Verständnis, dass Sie nicht die Hand reichen möchten, um sich nicht anzustecken.
  • Sagen Sie, dass sich bei Ihnen etwas anbahnt und Sie den anderen nicht anstecken möchten.
  • Reichen Sie die Hand und waschen Sie sich die Hände so schnell wie möglich (natürlich unauffällig).

Weitere Tipps bei Erkältung:

Um die Mitmenschen nicht direkt mit den Bakterien zu konfrontieren, sollte man besser in die Armbeuge husten und nießen.

Waschen Sie sich mehrmals am Tag die Hände mit Seife, nach dem Naseschnäuzen in jedem Fall, um die Keime nicht überall zu verteilen.

Ein Papiertaschentuch ist ein Einwegprodukt, es gehört sofort nach der Benutzung in den Müll!

Mischen Sie sich mit dickem Hals und verstopfter Nase nicht unters Volk, sondern kurieren Sie Ihre Erkältung in Ruhe aus.

Ich wünsche Ihnen eine bunte Herbstzeit und alles Gute, Ihre

Astrid Fiedler

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Liebe Leserin, lieber Leser,

kürzlich las ich einen Artikel von Agnes Jarosch (Kollegin und Kniggetrainerin).

Ein Kunde schrieb ihr: „Letztens wollte ich – bei einem beruflichen Empfang – einen Geschäftspartner begrüßen und ihm anschließend meine Frau vorstellen. Doch er wies mich mit „Ladies first“ zurecht und gab zuerst meiner Frau die Hand. Habe ich etwas falsch gemacht?“

Dies ist eine typische Situation, die viele Menschen verunsichert. Auch in meinen Workshops taucht diese Frage immer wieder auf.

Lesen Sie, was Kniggetrainerin Agnes Jarosch schreibt:

Ihre Antwort: „Nein, Sie haben nichts falsch gemacht! Es ist korrekt und natürlich, dass Menschen, die sich kennen, einander zuerst begrüßen. Anschließend macht einer der Männer den Anfang und stellt seine Begleiterin vor. Im Geschäftlichen beginnt der Rangniedere mit der Vorstellung.“

„Wer denkt, er sei Kavalier, indem er unbekannte Frauen einfach zuerst begrüßt, der irrt. Anfang des letzten Jahrhunderts wäre es ein Fauxpas gewesen, geradlinig auf eine fremde Dame zuzugehen. Nach alten und modernen Regeln ist es richtig, zuerst Bekannte zu begrüßen und ihnen die Vorstellung zu überlassen.

Versäumt die bekannte Person diese Aufgabe, dürfen Sie sich selbst vorstellen. Bedenken Sie: Wenn Sie die Begleiterin eines Geschäftspartners begrüßen, bevor Sie einander vorgestellt wurden, können Sie schnell in ein Fettnäpfchen treten.

  • Vielleicht ist die Begleiterin gar nicht die Ehefrau, sondern die neue Freundin?
  • Vielleicht hat der Geschäftspartner spontan seine Tochter, seine Mutter oder eine Bekannte mitgebracht, weil seine Frau plötzlich erkrankt ist?

Warten Sie besser ab!

Übergehen Sie den Fehler

Kompromittiert man Sie fälschlicherweise mit „Ladies first“, übergehen Sie den Fehler. Überspielen Sie die Situation mit Humor: „Ich kann verstehen, dass Sie es kaum erwarten können, meine Frau, Marianne Schulze-Berger, kennen zu lernen. Marianne, das ist mein Geschäftspartner Klaus Steiger.“

Zeitgemäße Lösung: „fremd“ sticht „eigen“

Wird der Chef zuerst der Ehefrau oder die Ehefrau zuerst dem Chef vorgestellt? Früher wurden Frauen auf dem gesellschaftlichen Parkett generell ranghöher eingestuft als Männer. Es galt: Eine Dame erfährt immer zuerst, wer der ihr unbekannte Gentleman ist. Diese Sichtweise ist auch heute noch möglich und kein Fauxpas.

Zeitgemäßer ist jedoch die Regelung „fremd sticht eigen“. Ihre Frau gehört zu Ihnen und sie hat bei einer beruflichen Veranstaltung denselben Rang wie Sie. Deshalb ist es zeitgemäß und in Ordnung, sie dem Chef vorzustellen. Damit beweisen Sie Understatement.

Die Regeln ändern sich. Die Gleichberechtigung ist mit großen Schritten auf dem Vormarsch, und immer öfter gilt: Die Situation – und nicht etwa das Geschlecht – entscheidet, wer gerade ranghöher ist.

Ist doch alles ganz einfach, oder?

Ich wünsche Ihnen eine sonnige Zeit,

Ihre  Astrid Fiedler

Termine und Informationen zu meinen Workshops finden Sie unter https://umgangsformen-hamburg.com/seminare/

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