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Posts Tagged ‘Imagekonkret’

Liebe Leserin, lieber Leser,

die Zeit der Weihnachtsfeiern stellt viele Menschen vor die Frage:
Was soll ich bloß anziehen?

Dazu gibt es zunächst einige grundsätzliche Tipps.

  • Weihnachtsfeiern sind festliche Anlässe, deshalb darf man gerne auch so aussehen.
  • Passen Sie Ihr Outfit den Gepflogenheiten des Unternehmens an. Sind Sie in einem Unternehmen angestellt, in dem klassische Kleidung getragen wird, dann passt das kleine Schwarze mit leichten Pumps. Sind Sie in einem hippen Unternehmen angestellt, darf es gerne auch ein hippes Outfit sein. Eine Stoffhose oder ein klassischer Rock mit Hemd oder Bluse geht immer. Geben Sie dem Ganzen mit entsprechendem Schmuck und Abendschuhen eine festliche Note.
  • Weniger ist mehr: Alles, was zu grell, zu laut, zu bunt wirkt ist nicht angemessen, passt aber vielleicht zur Silvesterfeier.

Wo findet das Fest statt?

Im Büro?
Hier ist keine große Gala angesagt. Bleiben Sie einfach in Ihrem Bürooutfit. Wenn Sie mögen, tauschen Sie ihre Strickjacke gegen einen schicken Blazer oder ein Sakko. Als Dame legen Sie vielleicht noch eine Kette um, mehr braucht es nicht.

Im schicken Sterne-Restaurant?
Hier ist ein elegantes Outfit angesagt.Weihnachtsfeier
Das Etuikleid oder Wickelkleid mit Kurzblazer für die Dame und ein dunkler Anzug mit passendem Hemd und Krawatte für den Herrn passt immer.
Darf es etwas legerer sein, dann nutzen Sie Stilbrüche.
Als Herr lassen Sie einfach die Krawatte weg.
Für die Damen gilt: Ein Abend-Make-up ist ein MUSS.

Foto: Heine.de

Grillen und Glühwein im Park?
Ziehen Sie sich warm an und packen Sie sich Taschentücher und Feuchttücher ein. So sind Sie gut ausgestattet, auch wenn mal was daneben geht. Eine festliche Note zaubern sich Damen mit einem leichten Make-up.

Auf der Bowling- oder Kegelbahn?
Ziehen Sie sich bequem und sportiv an. Eine Jogginghose wäre jedoch verkehrt.
Eine gut sitzende Jeans mit einem festlichen Oberteil und einem passenden Gürtel ist genau richtig.

Wenn Sie immer noch nicht wissen, wofür Sie sich entscheiden wollen, fragen Sie den Organisator des Festes.

Ich wünsche Ihnen viel Freude auf Ihrer Weihnachtsfeier
Ihre Astrid Fiedler

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Liebe Leserin, lieber Leser,

kürzlich gab ich einen Workshop für Baustellenleiter zum Thema Umgangsformen mit Kunden und Angestellten.
Während des Verlaufs wurde bald deutlich, dass es sich die Teilnehmer mit bewusst gewählten Worten deutlich einfacher machen könnten. So schob ich eine Sequenz zur Macht der Sprache ein.
Dieses Wissen unterstützt auch mich täglich, meinen eigenen Worten zu lauschen und sie nach und nach zu verändern. Für die Baustellenleiter war dieses Thema ganz neu und besonders erhellend. Und vielleicht finden auch Sie es interessant.

Sicher kennen Sie den Satz: Das ist kein Problem.
Viele Menschen benutzen ihn in den unterschiedlichsten Situationen.
Neulich an der Supermarktkasse tönte mir kein Problem entgegen, als ich beim Geldgeben sagte, ich habe es passend.
Huch dachte ich, da gehört ein anderes Wort hin.

Und wenn Sie den Satz genau anschauen, dann fällt Ihnen sicher auch auf, dass er gleich zwei negative Formulierungen birgt, nämlich „kein“ und „Problem“.
Glauben Sie mir, eine positive Sprache, die aus „Problemen“ „Herausforderungen“ macht und aus einer negativen Formulierung eine positive Formulierung, fühlt sich besser an.

Ich stellte meinen Teilnehmer folgende Aufgabe:
Stellen Sie sich vor, Sie werden gebeten heute noch etwas zu erledigen. Sie wissen, heute klappt es nicht mehr, aber morgen früh hätten Sie Zeit. Was sagen Sie?
Heute wird das nichts mehr, war die Antwort.

Haben Sie eine andere Idee?Workshop Sprache
Uns gefiel die positive Formulierung Ich kümmere mich gleich morgen früh darum.

Spüren Sie doch einmal in sich hinein, wie es sich anfühlt, wenn Sie sich mehrmals sagen

  • Heute wird das nichts mehr. 
  • Alternativ: Ich kümmere mich gleich morgen früh darum.

Oder

  • Ich muss heute noch so viel arbeiten.
  • Alternativ: Ich arbeite und schaffe heute viel.

Wenn Sie genau hinhören und –spüren, verändert sich mit der positiven Formulierung nicht nur die Sprache, sondern auch Ihre innere Haltung.
Denn positive Formulierungen wirken sich nicht nur auf Ihr Gegenüber, sondern auch auf Sie aus.
Vielleicht haben Sie Lust sich selbst zu beobachten, wie oft Sie Worte wie „müssen“, „nicht“, „kein“, „aber“ benutzen und streichen diese Worte nach und nach aus Ihrem Wortschatz, wenn sie nicht angemessen sind.

Ich wünsche Ihnen viel Spaß beim Ausprobieren und einen schönen November.

Ihre
Astrid Fiedler

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Liebe Leserin, lieber Leser,

neulich schrieb mich eine Kundin an und stellte folgende Fragen:

Mein Mann und ich haben uns neulich gefragt, was eigentlich „erlaubt“ ist, wenn man im Restaurant Suppe isst:

  • Den Teller ankippen, um den Rest der Suppe auf den Löffel zu bekommen – ja oder nein?
  • Den Rest der Suppe mit Brot aufstippen – ja oder nein?

Früher ließ man ja einen Anstandsrest auf dem Teller zurück.
Inzwischen gibt zum Glück einen Bewusstseinswandel und ich denke schon lange, dass es an der Zeit ist mehr Wertschätzung für unsere Lebensmittel zu zeigen. Darum ist es auch ausdrücklich erlaubt den Teller leer zu essen, darüber sind sich die meisten Knigge-Experten einig.

Die Antwort, wie man den Suppenteller völlig entleert, kann man jedoch nicht verallgemeinern, denn wie immer kommt es auf den Kontext an.

Ich schreibe hier für den Aufenthalt in einem Restaurant gehobener Klasse.
Selbstverständlich können Sie den Tipp auch in anderer Gesellschaft umsetzen, dort werden Sie dann nur möglicherweise irritiert angeschaut.
Richtig ist es trotzdem.

  • Wenn Sie mit sehr guten Etikettekenntnissen glänzen wollen, dann kippen Sie den Teller nicht zu sich hin, sondern schräg nach hinten um den letzte Rest auszulöffeln.
  • Den Rest der Suppe mit Brot aufzustippen ist in deutschen Restaurants verpönt. Befinden Sie sich allerdings in einem italienischen oder französischen Restaurant um die Ecke, dann ist es quasi Pflicht 😉

Ich wünsche Ihnen guten Appetit!

Herzliche Grüße und bis zum nächsten Ma(h)l, Ihre
Astrid Fiedler

Für alle, die nette Leute aus der Umgebung suchen, um z.B. gemeinsam essen zu gehen: http://www.dein-ort.de/

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Liebe Leserin, lieber Leser,

gestern gab ich wieder einen Workshop zum Thema Etikette im Restaurant.

Wir starteten mit Aufgaben für Gast und Gastgeber und wie man den Weg in das Restaurant souverän meistert.
Im zweiten Teil ging es um das Gedeck, die Bestellung und das stilvolle Verhalten bei Tisch.
Hier stellte ein Teilnehmer folgende Frage:
Ich esse gerne Fisch und manchmal sind dort natürlich Gräten versteckt. Wie befördere ich diese eigentlich stilvoll aus dem Mund? Ich würde sie in den Mundwinkel schieben und dann einfach mit den Fingern auf dem Teller entsorgen.

Ein anderer Teilnehmer entgegnete, er würde die Gräten hinter vorgehaltener Hand mit den Fingern aus dem Mund nehmen und dann auf dem Teller ablegen.
Eine Teilnehmerin meinte, die Gräten müssten auf jeden Fall in der Serviette entsorgt werden.

Fisch essen ist eine heikle Angelegenheit, besonders dann, wenn man sich mit Geschäftspartnern dazu verabredet hat und einen stilvollen Eindruck hinterlassen möchte.

Was meinen Sie? Wie befördert  man Gräten ohne großes Aufsehen zurück auf den Teller?

Die meisten Knigge-Experten sind sich einig: Alles, was unerwünscht im Mund landet, wird so wieder nach außen befördert, wie es hinein gekommen ist.
Die Gräte oder Gräten werden folglich dezent mit der Zunge auf die Lippen geschoben, anschließend zurück auf die Gabel befördert und dann auf dem Tellerrand abgelegt.
In guten Restaurants wird Ihnen meist ein Teller für die Gräten bereitgestellt. Sie dürfen auch um einen Teller für den Abfall bitten.

TIPP: Wenn Ihnen das Jonglieren von Fischgräten im Mund Mühe macht, üben Sie am besten unter Ausschluss der Öffentlichkeit ;-).

Ich wünsche Ihnen guten Appetit!

Herzliche Grüße und bis zum nächsten Ma(h)l, Ihre
Astrid Fiedler

Autorin: Astrid Fiedler IMAGEKONKRET

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Liebe Leserinnen, lieber Leser,

waren Sie schon einmal in einem indischen Restaurant?

Wenn nicht, dann können Sie sich sicher vorstellen, dass es dort andere Gerichte gibt, als in der europäischen Küche.

Da ich gerne indisch essen gehe, weiß ich, dass die Unterschiede in der Speisenfolge nicht groß sind und viele Etikette-Regeln auch hier ihre Gültigkeit haben.
Umso erstaunter war ich, als ich während einer gemütlichen Weihnachtsfeier in Hamburg und unter Kolleginnen folgendes erlebte:

Wir waren in dem indischen Restaurant eingetroffen und hatten bereits die Bestellung aufgegeben, als uns Papadams mit köstlichen Chutneys serviert wurden.

  • Die Papadams lagen in einem Brotkorb. (In anderen Restaurants wird analog Brot gereicht)
  • Die Chutneys wurden in kleinen Schüsseln, in denen jeweils ein kleines Löffelchen steckte serviert – alles hübsch auf einem Servierteller dekoriert. (In anderen Restaurants wird Aufstrich gereicht)

Und plötzlich passierte es:

Meine Kollegin brach sich ein Stück Papadam ab, steckte es in die kleine Chutneyschüssel und biss ab.

Ich wunderte mich, denn für jeden Gast war ein kleiner Teller eingedeckt, um die Papadams dort mit den Chutneys zu bestreichen oder zu beträufeln. Als die Kollegin das bereits abgebissene Stück erneut in eine Schüssel tauchen wollte unterbrach ich sie.
Interessant  finde ich, dass sie sich ihrer Handlung nicht bewusst war!

Sicher können Sie sich vorstellen, dass sogleich eine angeregte Diskussion unter uns Knigge-Trainern entstand.
Wir waren uns dann einig: Im Restaurant wird kein angebissenes Teil in eine Gemeinschaftsschüssel gesteckt.

Meine Kollegin ist übrigens nicht der einzige Mensch, dem so etwas passiert. In meinen Knigge-Seminaren beobachte ich es immer wieder, dass Menschen nicht mitbekommen, was sie gerade tun oder sie wissen nicht, dass man bestimmte Dinge nicht tut. Mein Fazit: Das Lesen von Knigge-Büchern reicht nicht und leider gibt uns in der Regel niemand Rückmeldung zu unserem Verhalten.

Überprüfen Sie Ihr Wissen nicht nur in der Theorie, besuchen Sie von Zeit zu Zeit einen Workshop, holen Sie sich Rückmeldung und vermeiden Sie so peinliche Fettnäpfchen.

In jedem Fall wünsche ich Ihnen eine schöne Vorweihnachtszeit ohne Pannen und grüße Sie herzlich
Ihre Astrid Fiedler

 

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Liebe Leserin, lieber Leser,

Winterzeit=Saunazeit, denn besonders im Winter ist das Saunieren ein beliebtes Mittel, um sich abzuhärten und aufzuwärmen.

Damit Sie und andere den Saunagang genießen können, habe ich die wichtigsten Regeln für den Saunabesuch kurz und knapp zusammengestellt.

Bevor Sie die Sauna besuchen:

  • pflegen Sie Ihren Körper.
  • maniküren Sie Ihre Fußnägel. (Tun Sie das niemals in der Sauna!)
  • rasieren Sie sich. (Tun Sie auch das nicht in der Sauna!)
  • essen Sie keinen Knoblauch – der Geruch könnte andere Gäste stören.

In der Saunakabine:

  • Schmuck heizt sich auf, legen Sie ihn vorher ab.
  • Die Infektionsgefahr ist groß, benutzen Sie Badeschlappen.
  • Vorsicht Stolpergefahr: Badeschlappen bleiben vor der Saunakabine stehen!
  • Duschen Sie sich vor dem ersten Saunagang mit Duschgel ab.
  • Grüßen Sie, wenn sie die Kabine betreten und fragen Sie den Saunagast, neben den Sie sich setzen möchten, ob der Platz noch frei ist.
  • Niemand möchte im Schweiß des Vorgängers sitzen, deshalb benutzen Sie ein Saunatuch, auf dem Ihr ganzer Körper Platz findet.
  • Treten Sie niemals auf das Handtuch eines anderen!
  • Unterhalten Sie sich so leise, dass Sie niemanden stören oder verzichten Sie ganz darauf. Wenn Sie sich unterhalten wollen, nutzen Sie die ganz normalen Regeln des Smalltalk.
  • Bevor Sie sich ins kalte Tauchbecken stürzen, duschen Sie Ihren Schweiß nach dem Saunagang ab.
  • Sie sind frisch verliebt?  Ein Kuss zwischendurch ist erlaubt, wilde Knutscherei nicht.
  • Sie betreten die Saunakabine und -ganz unerwartet- sitzt Ihr Chef dort? Bedecken Sie sich dezent mit dem Handtuch und grüßen Sie. Gggf. machen Sie etwas Smalltalk. Wenn Sie Blickkontakt meiden möchten, dann setzen Sie sich nicht gegenüber.

Im Ruheraum

  • Dieser Raum heißt so, weil er der Entspannung dient – hier bitte Ruhe! Unterhaltungen und Musik aus dem MP3 Player stören die anderen Gäste.
  • Legen Sie sich nicht nackt in die dort bereitliegenden Decken, sondern wickeln Sie sich in ein Handtuch oder Bademantel.
  • Alkohol hat weder in der Sauna, noch hier etwas zu suchen.

Das waren ganz kurz und knapp die wichtigsten Regeln für den Saunabesuch. Ich wünsche Ihnen gute Entspannung und dass Sie gesund durch den Winter kommen.

Herzliche Grüße
Astrid Fiedler

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Liebe Leserin, lieber Leser,

kürzlich kam eine Kundin zu mir ins Coaching und fragte mich, ob es denn richtig sei zur Begrüßung die Handschuhe auszuziehen, oder ob man sie anbehalten könne.

Die Handschuhe hatte sie bereits ausgezogen, um mir Ihre Hand zu reichen.

Meine Kundin hat offensichtlich ein gutes Gefühl für stilvolle Umgangsformen, denn es ist vollkommen richtig: Man zieht den Handschuh aus, wenn man jemanden begrüßt.

Diese Regel stammt noch aus der Ritterzeit und hält sich bis heute. Durch das Ablegen der Handschuhe signalisierte man, dass man in Frieden kam.

Heute ist es so, dass besonders ältere Menschen diese Geste sehr wichtig finden. Aber auch viele jüngere Menschen empfinden es als höflich dies zu tun. Ziehen Sie also auch bei Schmuddelwetter kurz Ihren Handschuh aus, wenn Sie jemandem die Hand reichen wollen. Im Business sollten Sie es auf jeden Fall tun.

Wenn es ganz ungemütlich ist und nur ein kurzer Schwatz geplant ist, schlagen Sie einfach vor: „Heute ist es so kalt, wollen wir unsere Handschuhe ausnahmsweise anbehalten?“ Wichtig ist nur, dass Sie es kommunizieren, dann kann der Andere Ihre Handlung besser einordnen.

Übrigens es gibt eine Ausnahme: Abendgarderobe. Feine lange Handschuhe zum Abendkleid dürfen Sie als Dame zur Begrüßung anbehalten.

Ich wünsche Ihnen einen sonnigen Oktober und grüße Sie herzlich

Ihre

Astrid Fiedler

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