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Posts Tagged ‘Gast’

Neulich erreichte mich eine dringende Anfrage zum Verhalten im Restaurant,
besonders beim Geschäftsessen.

Liebe Frau Fiedler,
seit einiger Zeit habe ich häufiger mit Geschäftsleuten zu tun.
Meistens verabreden wir uns zum Mittagessen in einem gehobenen Restaurant.

Zum Glück bekam ich von einigen netten Menschen bereits Rückmeldung zu meiner Wirkung und möchte dringend etwas daran ändern.
Ich will voran kommen, können Sie mir helfen?

Wir telefonierten und der junge Mann erzählte mir seine Geschichte.
Ihm selbst sei es nie aufgefallen, aber seine Umgangsformen scheinen nicht besonders gut zu sein. Jemand hätte ihn darauf hingewiesen, dass er schlürfe und wohl auch im Umgang mit Messer und Gabel noch etwas lernen könne. Er selbst fühle sich weder in der Rolle als Gast noch als Gastgeber richtig sicher.

Nachdem ich alle Sorgen und Nöte erfasst hatte, planten wir zwei Termine zum gemeinsamen Mittagessen in einem Restaurant gehobener Klasse.

 

geschaftsessen-im-restaurant

Im ersten Schritt übernahm ich die Rolle des Geschäftspartners, der einlädt und erklärte Schritt für Schritt, was meine Aufgaben als Gastgeber sind. Um das Ganze zu festigen, erzählte ich kleine Geschichten zu den historischen und gesellschaftlichen Hintergründen.

Die Rolle des Gastgebers ist es, die Regie zu übernehmen und dafür zu sorgen, dass der Gast sich wohl fühlt, so konnte mein Kunde einfach zuhören, sich entspannen und die perfekten Abläufe einer Einladung erkennen und abspeichern.
Mein Kunde bat mich, während des Essens auf sein Verhalten zu achten und es zu kommentieren, bzw. zu korrigieren.
Ich mag mich nicht so gerne auf Fehler konzentrieren, aber da er mich bat, wies ich ihn sanft darauf hin, wenn er schlürfte, die Suppenschüssel geräuschvoll mit dem Löffel auslöffelte und das Besteck während des Essens schräg auf Teller und Tischdecke ablegte.

Nachdem wir fertig waren bat ich ihn, in der kommenden Woche zu üben.
Er wollte jemanden zum Essen einladen und sein eigenes Verhalten beobachten.
Mit einem offeneren Blick für sich selbst und die Rollenverteilung verließ er sehr dankbar das Restaurant.

Eine Woche später trafen wir uns wieder und wechselten im zweiten Schritt die Rollen,
in die  man während eines Geschäftsessens kommen kann.
Mein Kunde hatte einen schönend Tisch bestellt und wir trafen uns vor dem Restaurant, um die Abläufe erneut zu verinnerlichen.
Er öffnete die Tür und lies mich hineingehen.
Ich blieb an der Tür stehen, eine Servicekraft geleitete uns ins Restaurant.
Mein Kunde nahm mir – noch etwas umständlich, aber sehr charmant – den Mantel ab und übergab ihn der Servicekraft, danach gab er seinen Mantel ab und die Servicekraft führte uns zum reservierten Tisch.
Mein Kunde rückte mir den Stuhl zurecht, bis ich richtig saß und setzte sich ebenfalls.
Er bestellte gleich eine große Flasche Wasser, nachdem er mich gefragt hatte, ob ich lieber mit oder ohne Kohlensäure trinke und führte nahezu perfekt durch das Menü.
Zum Abschluss verließ er zum Bezahlen den Tisch.

An einigen Kleinigkeiten wollen wir noch arbeiten.
In vier Wochen sehen wir uns wieder – vielleicht zum letzten Mal.
Nur um zu schauen, was er noch optimieren kann, denn wir sind beide sehr zufrieden, wie effektiv das Training war. Mein Kunde fühlt sich jetzt selbstbewusster und viel sicherer auf diesem Parkett.

Ich freue mich riesig über diesen Erfolg und für diesen tollen Kunden, der sein Ruder in die Hand nimmt und seine Rolle als Gastgeber oder Gast ganz sicher vortrefflich ausfüllen wird.

Herzlichst
Astrid Fiedler

Wie Sie als Gast eine gute Figur machen, das lesen Sie hier.

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Perfekt gekleidet als Hochzeitsgast

 Liebe Leserin, lieber Leser,

wie schön, die Einladung zu einer Hochzeit liegt in der Post.
Doch bereits beim Lesen kommt die Frage auf:
„Was ziehe ich an? Abendgarderobe oder legere Kleidung?“
Oft gibt das Brautpaar den Dresscode vor und bittet um bestimmte Kleidung.
Daran sollte sich jeder Gast halten und auf keinen Fall eleganter wirken als das Brautpaar.

Im Übrigen ist es ein Zeichen der Wertschätzung, sich zu diesem besonderen Tag stilvoll zu kleiden und auf die Wünsche des Brautpaares Rücksicht zu nehmen.

Traurede Astrid Fiedler

Eine Hochzeit ist ein Grund zur Freude.

  • Deshalb darf die Kleidung der weiblichen Gäste in bunten Farben erstrahlen,
    sollte jedoch nicht allzu grell ausfallen.
  • Die Farbe Weiß – auch Cremetöne und Champagner – ist allerdings der Braut vorbehalten und für jeden Gast ein absolutes No-Go.
  • Weibliche Hochzeitsgäste sollten grundsätzlich Kleidung meiden, die zu sexy ist.
    Sie wollen der Braut doch nicht die Show stehlen, oder?
  • Männer liegen bei der abendlichen Feier mit einem eleganten Anzug oder
    mit einem Smoking richtig.

Wenn Sie die Gelegenheit haben, sich zwischen Kirche und Feierlichkeiten umzuziehen, sollten Sie dies tun, um von eleganter Tages- zu Abendkleidung zu wechseln.

Gibt das Brautpaar in der Einladung keinen Dresscode an, ist es hilfreich zu beachten, wo die Hochzeitsfeier stattfindet. Wird in ein elegantes Hotel, eine rustikale Scheune auf dem Land, in einen Garten oder an einen Stand eingeladen?
Dann ist schnell klar, ob Abendgarderobe oder legere Kleidung angesagt ist.

Wenn Sie dennoch unsicher sind, was Sie anziehen sollen, dann fragen Sie das Hochzeitspaar, was gewünscht ist. Gibt es für die Feier einen Zeremonienmeister,
ist auch er ein sehr guter Ansprechpartner für derartige Fragen.

 Und denken Sie immer daran: Die Hochzeit ist für das Brautpaar ein ganz besonderer Tag. Tragen Sie als Gast Ihren Teil dazu bei und drücken Sie Ihre Wertschätzung mit angemessener Kleidung aus.

Ich wünsche Ihnen viele fröhliche Hochzeitsfeiern,

Ihre Astrid Fiedler

 

 

 

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Liebe Leserin, lieber Leser,

haben Sie auch schon mal eine Einladung ins Restaurant erhalten?

Im geschäftlichen Bereich sind Einladungen in Restaurants keine Seltenheit und der Gastgeber stellt sich dabei meist folgende innere Fragen:

  • Kann mein Gegenüber sich bei Geschäftsessen angemessen verhalten?
  • Passt der Beweber zu mir oder zu meinem Unternehmen?
  • Wird er mich oder mein Unternehmen würdig vertreten?
  • Will ich meine Kunden mit diesem Menschen bekannt machen?

Dabei glauben viele Menschen noch immer, Restaurantetikette sei nicht wichtig und benehmen sich schon beim Betreten des Restaurants unwissentlich daneben. Die zweite Falle lauert beim Bestellen des Menüs und weiter geht es mit der Nutzung der Serviette und des Bestecks, ganz zu schweigen von den Hürden, die beim Essen selbst genommen werden wollen.

Damit Sie diese Herausforderungen sicher meistern, habe ich ein einige Tipps für Sie.

  • Wenn Sie eingeladen werden, befinden Sie sich in der Rolle des Gastes, die vergleichbar ist mit der „Damenrolle„. D.h. Sie verlassen sich auf die Führung durch den Gastgeber und erst wenn diese nicht stattfindet, nehmen Sie kurzfristig selber die Zügel in die Hand.
  1. Lassen Sie sich ein Getränk, ein Menü oder eine bestimmte Vorspeise empfehlen, so wissen Sie, in welcher Preisklasse Sie wählen können.
  2. Warten Sie, bis der Gastgeber die Serviette auf dem Schoß abgelegt hat. Sollte Ihr Gastgeber dies vergessen, legen Sie Ihre Serviette spätestens vor dem ersten Gang auf Ihrem Schoß ab.
  3. Warten Sie, bis der Gastgeber sein Glas erhoben hat, erst dann nehmen Sie das Glas auf, nicken dem Gastgeber kurz zu und trinken. Übrigens: Nach dem Wasserglas dürfen Sie immer greifen.
  4. Warten Sie, bis der Gastgeber das Besteck aufgenommen hat, erst dann wird mit dem gemeinsamen Essen begonnen.
  5. Wenn Sie ein mehrgängiges Menü verspeisen, warten Sie immer darauf, dass der Gastgeber durch das Heben des Weinglases und das Aufnehmen des Bestecks anzeigt, dass es weitergeht.
  6. Nutzen Sie den Abend für einen entspannten Plausch, es sei denn es ist ein geschäftliches Treffen. Auch hier können Sie sich an dem Gastgeber orientieren.
  7. Bestellen Sie nicht von sich aus einen Digestif, sondern warten Sie auf eine Empfehlung des Gastgebers.

Egal ob Unternehmer, Bewerber oder Privatperson, mit einem stilvollen Auftreten vermitteln Sie Sicherheit, Glaubwürdigkeit und Kompetenz.

Ich wünsche Ihnen eine gute Zeit und grüße Sie, Ihre

Astrid Fiedler

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Liebe Leserin, lieber Leser,

ich höre in meinen Workshops immer wieder, dass stilvolles Verhalten besonders auf dem beruflichen Parkett immer wesentlicher wird. Eine wichtige Frage, die während meines letzten Etikette-Workshops gestellt wurde, habe ich Ihnen heute mitgebracht und gebe einige Antworten.

Was sind meine Aufgaben als Gastgeberin, wenn ich mich mit meinen Kunden oder Geschäftspartnern in einem Restaurant verabrede?

Was sind die Aufgaben des Gastes?

Als Gastgeberin oder Gastgeber bieten Sie Ihrem Gast immer das Gefühl von Sicherheit, Wohlgefühl und Orientierung.

  • Vereinbaren Sie den Treffpunkt möglichst genau: Ich erwarte Sie auf der Terrasse vorne rechts.
  • Führen Sie Ihren Gast durch das Menü: Empfehlen Sie ein Getränk, ein Menü oder eine bestimmte Vorspeise. Ihr Gast muss der Empfehlung nicht folgen, weiß aber nun in welcher Preisklasse er wählen darf und dass er sich auch eine Vorspeise bestellen kann.
  • Sobald der erste Gang serviert wird, legen Sie Ihre Serviette auf dem Schoß ab.
  • Signalisieren Sie Ihrem Gast, dass er nun trinken darf, indem Sie das Glas erheben und einen kleinen Toast aussprechen. Ein Gast, der die Etiketteregeln kennt wird ohne Ihre Geste allenfalls nach dem Wasserglas greifen.
  • Indem Sie das Besteck aufnehmen zeigen Sie, dass nun mit dem Essen begonnen werden darf.
  • Wenn Sie ein mehrgängiges Menü verspeisen, sind Sie durch das Heben des Weinglases und das Aufnehmen des Bestecks wieder in der Pflicht.
  • Plaudern Sie oder nutzen Sie das Treffen für ein geschäftliches Gespräch.
  • Sprechen Sie auch für einen Digestif eine Empfehlung aus oder fragen Sie Ihren Gast, ob er noch etwas möchte.
  • Zum Bezahlen entschuldigen Sie sich einen Augenblick und zahlen diskret.

Als Gast nutzen Sie die Führung durch die Gastgeberin. Sie bestellen ein Menü in der angegebenen Preisempfehlung. Sie beginnen erst zu trinken oder zu essen, wenn die Gastgeberin ihr Glas oder ihr Besteck erhoben hat.

Weitere Informationen finden Sie unter der Kategorie Restaurant auf dieser Seite. Stellen Sie mir auch einfach Ihre Fragen, ich beantworte sie gerne.

Ich wünsche Ihnen einen gelungenen Auftritt und alles Gute, Ihre

Astrid Fiedler.

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Liebe Leserin und lieber Leser,

vielleicht kennen auch Sie folgende Situation: Sie wurden eingeladen und befinden sich nun bei Ihrem Gastgeber. Dieser stellt Getränke und Kekse auf den Tisch und bedient sich fleißig. Dabei versäumt er es, Sie zu bedienen oder zur Selbstbedienung einzuladen.

Sie kennen die Regeln stilvoller Umgangsformen und bedienen sich selbstverständlich nie unaufgefordert, denn Sie wissen, dass Selbstbedienung in einem fremden Haushalt sich nicht gehört.

Sicher, Sie könnten jetzt abwarten und hoffen, dass eine Einladung zur Selbstbedienung folgt.

Ich wünsche Ihnen Geduld und viel Glück dabei.

Schneller und entspannender ist es jedoch, wenn Sie Klarheit schaffen. Fragen Sie einfach: „Darf ich mich selbst bedienen?“

Vermutlich lebt Ihr Gastgeber nach anderen Regeln oder war einfach unaufmerksam und vermutlich ist er dankbar dafür, dass Sie ihn darauf  hinweisen.

Ich bedanke mich an dieser Stelle fürs Lesen meines Artikels und wünsche Ihnen entspannte Feiertage mit aufmerksamen Gastgebern und reichlich gedeckten Ostertischen,

Ihre Astrid Fiedler

Übrigens: Trainings für Umgangsformen in Unternehmen sind Teil unseres Dienstleistungsangebots.

Fragen Sie gleich nach. Telefon: 040 71 67 95 42

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