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Posts Tagged ‘Begrüßen’

Liebe Leserinnen und Leser,

zurzeit gebe ich viele Knigge-Workshops für Kinder und Jugendliche.
Hierbei ergibt sich so manche Frage im Umgang mit Erwachsenen.
Eine Frage möchte ich heute aufnehmen.

In einem der Kurse erzählte ein Mädchen:
Bei uns im Dorf ist es üblich sich zu grüßen.
Ich grüße jeden, aber es gibt eine Nachbarin, die grüßt nie zurück…
Wir haben uns in der Familie schon oft darüber unterhalten, wie ich mich verhalten soll … Mein Vater sagt, ich soll trotzdem grüßen, weil es sich so gehört.
Wie ist es denn richtig?

Sicher können Sie sich vorstellen, dass dieses Mädchen frustriert darüber ist, dass ihr Gruß nicht erwidert wird. Dafür habe ich zunächst Verständnis gezeigt und abgefragt, ob es mögliche Gründe gibt,warum die Frau nicht zurückgrüßt. Es könnte ja sein, dass sie schwerhörig ist, aber anscheinend gibt es keinen Grund.

Und wie ist es denn nun richtig?
Die aktuellen Regeln besagen
Es grüßt jene Person -egal ob erwachsen oder nicht- die die andere Person zuerst wahrnimmt.
Daraus ergibt sich in diesem Beispiel:
Sieht die Frau das Mädchen  zuerst, dann grüßt die Frau das Mädchen, anschließend grüßt das Mädchen zurück.
Sieht das Mädchen die Frau zuerst, dann grüßt das Mädchen die Frau zuerst und die Frau grüßt zurück.
Das wäre höflich!

Doch nun gibt es noch die Frage: Weitergrüßen oder nicht…
Wie würden Sie entscheiden?

Herzliche Grüße
Astrid Fiedler

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Liebe Leserin, lieber Leser,

vor einigen Wochen gab ich einen Knigge-Workshop für ein Hamburger Beratungsunternehmen.
Besprechungen mit Kunden und Kollegen sind in diesem Unternehmen an der Tagesordnung und perfekte Umgangsformen sind der Unternehmensleitung sehr wichtig.
Damit tauchen natürlich auch viele Fragen zum korrekten Umgang und zu aktuellen Kniggeregeln auf. Besonders knifflige Situationen haben wir miteinander diskutiert und im Rollenspiel stimmige Verhaltensregeln erarbeitet.

Eine Teilnehmerin in dem Knigge-Workshop beschrieb folgende Situation
Neulich saß ich mit einer Kollegin und einer Kundin im Besprechungsraum.
Dort warteten wir auf einen weiteren Kollegen, den die Kundin noch nicht kannte.
Als der Kollege zur Tür herein kam, war ich plötzlich unsicher, wie ich mich richtig verhalte. Sollte ich sitzen bleiben oder aufstehen, um den Kollegen vorzustellen?

Leider gibt es keine allgemeine Regel, denn eine formvollendete Begrüßung hängt von vielen Faktoren ab. Z.B. davon, ob Sie den Kollegen bereits begrüßt haben oder wie die Räumlichkeiten sind. Begrüßen Sie sich üblicherweise per Handschlag oder nicht?

In diesem Knigge-Workshop kam heraus, dass sich die Kollegen morgens per Handschlag begrüßten und die Teilnehmerin ihren Kollegen an dem Tag noch nicht gesehen hatte.
Die Räumlichkeiten gaben es her, dass genug Platz war,
ohne die Kundin zu stören oder zu behindern.

Gesprächssalon Gruppe 1

So stellen Sie Ihren Kollegen richtig vor.

  • Zeigen Sie Wertschätzung und Respekt und stehen Sie zur Begrüßung auf.
  • Gehen Sie auf Ihren Kollegen zu und geben Sie ihm die Hand.
  • Wenden Sie sich dann dem Kunden zu und machen Sie die beiden Personen miteinander bekannt. „Herr Kunde, kennen Sie schon meinen Kollegen Herrn Müller, er ist für das Marketing zuständig“. „Herr Müller, dass ist Herr Kunde. Er interessiert sich für unsere Produkte“.

Sollte es zu eng sein oder Sie stören Ihren Kunden, wenn Sie aufstehen, dann bleiben Sie sitzen und kommentieren Ihr Verhalten.

In diesem Knigge-Workshop haben wir ein für das Unternehmen passendes Vorgehen entwickelt. Lesen Sie hier:
„Guten Morgen Herr Müller. Bitte entschuldigen Sie, dass ich sitzen bleibe.
Herr Kunde, kennen Sie schon meinen Kollegen Herrn Müller, er ist für das Marketing zuständig“. „Herr Müller, dass ist Herr Kunde. Er interessiert sich für unsere Produkte“.

Es ist ganz einfach, oder?
Wenn Sie eine Frage zu einer kniffligen Situation haben, dann schreiben Sie mir.
Helfen Sie gerne auch anderen Menschen und teilen Sie diesen Beitrag in Ihre Netzwerke.

Ich wünsche Ihnen eine gute Zeit.
Ihre Kniggeexpertin Astrid Fiedler

Sie möchten einen Knigge-Workshop buchen?
Rufen Sie mich einfach an.

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Liebe Leserin, lieber Leser,

vielleicht kennen auch Sie folgende lustige Situation, die ich heute erlebte.

Ich war gerade in einer Besprechung mit meinem Auftraggeber, als ein Außendienstmitarbeiter des Unternehmens zur Tür herein kam.
Er betrat ohne Gruß den Raum, ging auf meinen Gesprächspartner zu, wechselte einige Worte mit ihm, um danach den Raum wieder zu verlassen und im Nebenzimmer zu arbeiten.

Mein Auftraggeber und ich vertieften uns wieder in das Gespräch.

Einige Zeit später kam der Herr wieder zur Tür herein, stellte sich sehr nah hinter mich und sagte: Ich habe Sie noch gar nicht begrüßt.
Ich wollte gerade aufstehen um ihn zu begrüßen, da hatte er mir schon seine Hand entgegengestreckt und ich musste mich verrenken, um ihn anschauen zu können. Nach der Begrüßung stellte er mir ganz mitleidig die Frage, ob ich etwas mit dem Nacken habe ;-).

Ich fand die Situation amüsant, zeigt sie mir doch, was alles möglich ist.
Doch wie kann man sich hier stilvoll verhalten und richtig begrüßen?

Wenn Sie einen Raum betreten und es in Ihrem Unternehmen durchaus üblich ist, dass man den Raum ohne Anklopfen betritt, dann beachten Sie nur diese Punkte.

  • Nutzen Sie einen höflichen Tagesgruß mit Blickkontakt zu allen Anwesenden.
  • Entschuldigen Sie sich kurz und ruhig für die Unterbrechung.

Wenn Sie eine sitzende Person begrüßen wollen, gehen Sie wie folgt vor:

  • Nehmen Sie verbal und/oder Blickkontakt auf.
  • Halten Sie mindestens einen Meter Abstand.
  • Stellen Sie sich eher seitlich oder vor die Person.
  • Warten Sie ab, ob die Person zur Begrüßung aufstehen möchte.
  • Erst jetzt reichen Sie die Hand.

Eigentlich ganz einfach, oder?

Smalltalk im Fahrstuhl

Ich wünsche Ihnen eine gute Zeit, Ihre
Astrid Fiedler

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Liebe Leserin, lieber Leser,

kürzlich gab ich einen Image-Workshop für die Serviceassistentinnen eines großen deutschen Autohauses.
Während der Mittagspause sprach mich eine Teilnehmerin an:
Frau Fiedler, Sie sagten eben, dass Sie auch Kniggetrainerin sind, darf ich Ihnen mal eine Frage stellen?

Ich bejahte und sie fuhr fort.

Eine ältere und langjährige Kundin von uns kam neulich in unser Autohaus.
Ich ging auf Sie zu und streckte ihr meine Hand entgegen, um sie willkommen zu heißen.
So machen wir alle es seit Jahren.
Diese Kundin nahm meine Hand nicht an, sondern beschwerte sich bei mir über meine Unhöflichkeit. Sie meinte, richtig sei es, wenn sie als Kundin die Hand zuerst reichen würde.
Und das war noch nicht alles, sie ging sogar zum Geschäftsführer, um sich bei ihm über unsere schlechten Umgangsformen zu beschweren.

Begrüßung (R)Astrid FiedlerFrau Fiedler, wie ist es denn nun richtig?

Die Teilnehmerin war sichtlich verunsichert und brauchte Unterstützung.
Ich beruhigte sie und sagte ihr:

  • Erstens ist es höflich, wenn man eine ausgestreckte Hand annimmt.
  • Zweitens gibt es die Regel, dass der Kunde und/oder die ältere Dame vorgeben dürfen, ob und wann per Handschlag begrüßt wird.
  • Drittens, und jetzt wird es spannend, gibt es die Regel, dass der Gastgeber entscheidet, ob und wann die Hand gereicht wird.

Das ist das Chaos der Regeln.

Aus meiner Sicht steht sowohl der Respekt, als auch die Wertschätzung für das Gegenüber über allen Regeln. Zusätzlich steht die Gastgeberrolle über den meisten anderen Regeln, insofern war Ihr Verhalten richtig. Ich möchte Ihnen dennoch empfehlen, mit der inneren Haltung „die Kundin ist Königin“ in die Situation zu gehen und ihr die Entschedung zu überlassen, ob sie per Handschlag begrüßt werden will oder nicht.

Wie hätten Sie reagiert? Ich freue mich auf Ihre Gedanken. Teilen Sie diesen Artikel auch gerne in Ihre Netzwerke, vielleicht ist er hilfreich für Ihre Kontakte.

Ich wünsche Ihnen allen freundliche und respektvolle Begegnungen.

Ihnen eine gute Zeit und herzliche Grüße, Ihre Astrid Fiedler

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Liebe Leserin, lieber Leser,

neulich fragte mich eine Seminarteilnehmerin: Wie mache ich das eigentlich mit der Begrüßung, wenn ich erkältet bin? Reiche ich die Hand oder lasse ich es lieber? Und wie kann ich stilvoll reagieren, wenn mein Gegenüber erkältet ist und die Hand zur Begrüßung reicht?

Grundsätzlich gilt: Wer erkältet ist, sollte auch für andere Menschen sorgen, indem er sie nicht ansteckt.

Erkältungsviren werden durch Tröpfchen-Infektion wie Niesen, Husten, Sprechen und Körperkontakt übertragen. Wer sich die Nase geschnäuzt hat oder beim Husten die Hand vor den Mund gehalten hat, der hat ganz sicher Viren an der Hand, die beim Öffnen einer Tür oder beim Händeschütteln haften bleiben und nun den nächsten Menschen anstecken können.

Deshalb gilt: Wer erkältet ist, sollte ganz aufs Händeschütteln verzichten, um seine Mitmenschen nicht anzustecken.

So geht´s: Machen Sie einfach auf Ihre Erkältung aufmerksam und sagen Sie, dass Sie die andere Person nicht anstecken möchten.

Wenn Ihnen jemand die Hand reichen will, der offensichtlich erkältet ist, dann entscheiden Sie situativ zwischen folgenden Möglichkeiten.

  • Bitten Sie um Verständnis, dass Sie nicht die Hand reichen möchten, um sich nicht anzustecken.
  • Sagen Sie, dass sich bei Ihnen etwas anbahnt und Sie den anderen nicht anstecken möchten.
  • Reichen Sie die Hand und waschen Sie sich die Hände so schnell wie möglich (natürlich unauffällig).

Weitere Tipps bei Erkältung:

Um die Mitmenschen nicht direkt mit den Bakterien zu konfrontieren, sollte man besser in die Armbeuge husten und nießen.

Waschen Sie sich mehrmals am Tag die Hände mit Seife, nach dem Naseschnäuzen in jedem Fall, um die Keime nicht überall zu verteilen.

Ein Papiertaschentuch ist ein Einwegprodukt, es gehört sofort nach der Benutzung in den Müll!

Mischen Sie sich mit dickem Hals und verstopfter Nase nicht unters Volk, sondern kurieren Sie Ihre Erkältung in Ruhe aus.

Ich wünsche Ihnen eine bunte Herbstzeit und alles Gute, Ihre

Astrid Fiedler

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Liebe Leserin, lieber Leser,

kürzlich kam eine Kundin zu mir ins Coaching und fragte mich, ob es denn richtig sei zur Begrüßung die Handschuhe auszuziehen, oder ob man sie anbehalten könne.

Die Handschuhe hatte sie bereits ausgezogen, um mir Ihre Hand zu reichen.

Meine Kundin hat offensichtlich ein gutes Gefühl für stilvolle Umgangsformen, denn es ist vollkommen richtig: Man zieht den Handschuh aus, wenn man jemanden begrüßt.

Diese Regel stammt noch aus der Ritterzeit und hält sich bis heute. Durch das Ablegen der Handschuhe signalisierte man, dass man in Frieden kam.

Heute ist es so, dass besonders ältere Menschen diese Geste sehr wichtig finden. Aber auch viele jüngere Menschen empfinden es als höflich dies zu tun. Ziehen Sie also auch bei Schmuddelwetter kurz Ihren Handschuh aus, wenn Sie jemandem die Hand reichen wollen. Im Business sollten Sie es auf jeden Fall tun.

Wenn es ganz ungemütlich ist und nur ein kurzer Schwatz geplant ist, schlagen Sie einfach vor: „Heute ist es so kalt, wollen wir unsere Handschuhe ausnahmsweise anbehalten?“ Wichtig ist nur, dass Sie es kommunizieren, dann kann der Andere Ihre Handlung besser einordnen.

Übrigens es gibt eine Ausnahme: Abendgarderobe. Feine lange Handschuhe zum Abendkleid dürfen Sie als Dame zur Begrüßung anbehalten.

Ich wünsche Ihnen einen sonnigen Oktober und grüße Sie herzlich

Ihre

Astrid Fiedler

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Liebe Leserin, lieber Leser,

welche Fehler sollte man Ihrer Meinung nach vermeiden, wenn der erste Eindruck positiv sein soll?

Während eines Abends, den ich für Unternehmerinnen moderierte, waren sich alle einig: Ein lascher Händedruck geht gar nicht, er vermittelt Unsicherheit, Schwäche und wirkt nicht vertrauenswürdig.

Tatsache ist: Über den Händedruck geben wir eine Menge über uns preis.
Unser Gegenüber hat sofort Assoziationen zu uns und schließt auf bestimmte Charakterzüge, hält uns für inkompetent oder kompetent, für unsicher oder sicher, unentschlossen, zielstrebig usw. usw.

Händedruck

Aber wie geht er denn nun, der richtige Händedruck?

  • Er ist fest, aber nicht zu fest.
  • Die Hand wird dabei mit der Handkante nach unten zeigend gereicht.
  • Das Handgelenk bleibt steif und wird nicht etwa gedreht.
  • Er lässt keinen Hohlraum zwischen den Händen zu.
  • Die Berührungsfläche ist so groß wie möglich.
  • Er ist immer mit Blickkontakt verbunden.
  • Er dauert etwa drei Sekunden oder so lange, wie die Begrüßung dauert.

Übrigens, in meinen Seminaren bekommen Sie Rückmeldung zu Ihrem Händedruck. Das können Bücher nicht leisten.

https://umgangsformen-hamburg.com/seminare/

Ich wünsche Ihnen eine angenehme Woche
Ihre Astrid Fiedler

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