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Posts Tagged ‘Astrid Fiedler’

Als Kind hatte ich wahnsinniges Lampenfieber und traute mich nicht vor Gruppen zu sprechen.
Als junge Frau hatte ich überwältigendes Lampenfieber und lief sofort rot an, wenn ich vor Gruppen sprechen wollte.
Noch vor 20 Jahren war mein Lampenfieber so stark, dass meine Knie zitterten, wenn ich vor Gruppen sprechen sollte.
Damals hatte ich keine Ahnung von meinem inneren Kritiker, meinem inneren Zweifler, meinem inneren Angsthasen und und und …
Heute glaubt mir kein Mensch mehr, wie unsicher ich mich damals gefühlt habe.

Nun ja, ich habe viel für mich getan, ich habe gelernt mit meinen inneren Anteilen zu sprechen und mit ihnen umzugehen, habe erkannt welche Mechanismen bei Lampenfieber zusammenspielen.

Inzwischen habe ich viel Freude daran vor Menschen zu sprechen, egal ob vor 10, 100 oder 1000 Zuhörern.
Ich gebe mein Wissen in Rede-Coachings weiter
und habe gelernt, dass ein bisschen Lampenfieber sinnvoll ist, denn es führt dazu, dass ich viel wacher auf der Bühne stehe.

Lampenfieber reduzieren

Heute möchte ich Sie an diesem inneren Prozess teilhaben lassen und hoffe, auch Sie können profitieren.

5 Tipps, um Lampenfieber zu reduzieren.

Punkt 1 – die Spurensuche
Finden Sie heraus, woher dieses Lampenfieber kommt. Meist sind Gedanken oder Glaubenssätze aus der Tiefe des Unterbewussten, wie „ich bin nicht gut genug“ oder „hoffentlich verliere ich nicht den roten Faden“, o.ä. damit verbunden. Sich auf Spurensuche zu begeben, ist ein hilfreicher, manchmal nicht ganz schmerzloser Wahrnehmungsprozess und es kann hilfreich sein, sich dabei Unterstützung zu suchen.

Punkt 2 – verändern Sie Ihre innere Kommunikation und reduzieren Sie Ihr Lampenfieber
Sprechen Sie mit Ihren inneren Anteilen und behandeln Sie diese wie ein kleines Kind. Ein Beispiel: Wenn Sie Angst davor haben vor Publikum zu sprechen, dann hilft es nicht diese Angst zu ignorieren, denn sie wird sich zeigen – vielleicht mit hektischen Flecken, vielleicht mit zittrigen Knien, vielleicht mit Pulsrasen, vielleicht mit …
Einem kleinen Kind, dass zitternd vor Angst vor Ihnen steht, würden Sie hoffentlich auch nicht sagen, es solle sich nicht so anstellen, sondern es auf den Arm nehmen. Nehmen Sie sich folglich gedanklich auf den Arm, reden Sie liebevoll mit sich und sorgen Sie für sich. Wenn Sie nicht wissen, wie das geht – holen Sie sich Unterstützung!

Punkt 3 – bereiten Sie Ihren Redebeitrag gut vor und reduzieren Sie so die Temperatur Ihres Lampenfiebers
Ein Redebeitrag hat einen Anfang, einen Hauptteil und einen Schluss.
Eine kleine Geschichte oder eine Frage am Anfang holt die Zuhörer ins Boot.
Eine Gliederung im Hauptteil hilft den Zuhörern Ihnen zu folgen.
Eine Zusammenfassung bringt am Schluss nochmal alles auf den Punkt.
Ein Appell am Schluss bietet eine Handlungsaufforderung.
Probieren Sie dies bei nächster Gelegenheit doch gleich mal aus.

Punkt 4 – bereiten Sie Ihren Körper gut vor
Ein Körper im Lampenfieber badet geradezu in Adrenalin. Dieses Adrenalin will sich in Bewegung oder farblicher Veränderung der Haut Ausdruck verschaffen. Beugen Sie vor und bewegen Sie sich vor der Rede.

  • Joggen Sie, hüpfen Sie, zappeln Sie mit den Füßen – alles hilft!
  • Atmen Sie aus, das Einatmen erfolgt von alleine!
  • Spüren Sie in Ihre Füße und achten Sie darauf, wie der Boden Sie trägt.
  • Powerposen sorgen für Kraft und ein starkes Standing.
  • Nutzen Sie Artikulationsübungen – kauen, ausstreichen, mmm, mjam, …

Punkt 5 – richten Sie Ihre Gedanken positiv aus
Senken Sie die Temperatur Ihres Lampenfiebers noch weiter, indem Sie sich einen positiven Ausgang der Situation vorstellen.

  • Sagen Sie sich innerlich „Ja“.
  • Stellen Sie sich vor, Sie seien eine Königin oder ein König.
  • Stellen Sie sich vor, wie Sie mit Freude etwas beitragen.

Es gibt unzählige weitere Möglichkeiten, sein Lampenfieber zu reduzieren, welche nutzen Sie?

Ich wünsche Ihnen viel Vergnügen bei Ihrem nächsten Redebeitrag und bin bei Bedarf gerne für Sie da – als Coach und als Rednerin. Für Ihre mentale Stärke, die Struktur der Rede, die richtige Wortwahl und ein gutes Standing.
Rufen Sie mich einfach an 0176 8323 8076

Herzliche Grüße, Ihre
Astrid Fiedler

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Liebe Leserin, lieber Leser,

neulich wurde ich auf einer Hochzeit gefragt, ob man während einer Freien Trauung Fotos machen dürfe.
Und, in der Tat beobachte ich immer wieder, dass Gäste während der Trauung fotografieren, ungeachtet dessen, ob die Freie Trauung von einer professionellen Fotografin oder einem professionellen Fotografen begleitet wird.Fotografieren während einer Freien Trauung

Natürlich kann ich gut verstehen, dass man diesen besonderen Moment für sich, die Familie und Freunde oder das Paar festhalten möchte und dennoch ist das allgemeine Fotografieren nicht auf jeder Freien Trauung gern gesehen.

Da jedes Paar es anders handhaben möchte, gibt es auf die gestellte Frage, ob man während einer freien Trauung Fotos machen dürfe, deshalb keine allgemein gültige Antwort.
Aber es gibt Orientierungshilfen.
Zunächst könnten Sie das Hochzeitspaar vorab fragen, ob es etwas dagegen hat, wenn Sie während der freien Trauung fotografieren und sich an der Antwort orientieren.

Darf man während einer Trauung fotografieren? Traurednerin Astrid Fiedler antwortet.

Foto: Alexander Bartsch

Wenn das nicht möglich ist, dann schauen Sie, ob ein Fotograf zugegen ist, denn dann können Sie in der Regel davon ausgehen, dass das Hochzeitspaar den Gästen nach der Hochzeit Fotos zur Erinnerung zur Verfügung stellt.

Wenn sich alle Gäste daran halten, dann kommen gelungene Fotos dabei heraus, weil niemand im entscheidenden Moment seinen Arm mit dem Mobiltelefon vors Objektiv des Fotografen schiebt.

Ich habe allerdings auch schon Freie Trauungen erlebt, wo das Fotografieren ausdrücklich erlaubt war und einige Gäste zwischendurch aufstanden, um Fotos ganz aus der Nähe zu machen.  freie_trauung_knigge

Mein Tipp: Genießen Sie die Trauung und lassen Sie im Zweifel Ihre Kamera in der Tasche. Wenn Sie unbedingt fotografieren wollen, dann stellen Sie sich bei einer Freien Trauung so auf, dass Sie niemandem vor die Linse geraten.

Ich wünsche Ihnen, dass Sie die nächste Freie Trauung genießen können.

Herzlichst
Ihre Astrid Fiedler

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Liebe Leserin und lieber Leser,

nur noch wenige Tage und es ist Weihnachtendas Fest der guten Gespräche.

Weihnachten_Gespräche

Während die meisten Menschen Weihnachten mit guten Gesprächen, Kerzenschein und Lebkuchen genießen, empfinden manche Menschen Weihnachtsfeiern als Eintritt in das Tal der Langeweile und denken mit Grauen an das Fest der Liebe.

So wie die Bekannte, die mir gestern von ihren Sorgen erzählte.
Sie habe keine Lust sich am 1. Weihnachtstag die Gespräche der Familie anzuhören.
Seit Jahren die gleichen Geschichten, die immer häufiger vom Thema Krankheiten durchwoben sind.

Doch wie können wir zu einem Weihnachtsfest mit guten Gesprächen beitragen?


Mir hilft es immer, mir vorab die richtigen Fragen zu stellen. 

  1. Wie will ich Weihnachten erleben?
    Wie will ich mich fühlen?
    Möchte ich Freude erleben?

    Dann ist es hilfreich, diese erstmal in mir zu erzeugen.
    Das funktioniert nur -dafür aber ganz wunderbar- mit freudvollen Gedanken 🙂
  2. Welche Fragen könnte ich stellen, damit ein für mich interessantes Gespräch ensteht?
    Ich mag gerne die Frage stellen: Wofür bist Du in diesem Jahr besonders dankbar?
    Oder: Was gibt es, wofür Du dankbar bist?
    Oder: Was war Dein schönstes Erlebnis in diesem Jahr?
    Oder: Worüber hast Du dich in diesem Jahr besonders gefreut?

Allein aus diesen zwei Fragen kann sich ein Gespräch entwickeln, dass den ganzen Weihnachts-Abend dauern kann. Ein Gespräch, das berührt und in die Tiefe geht.
Ein Gespräch, dass die Augen und Herzen zum Leuchten bringt.
Mein TIPP: Wenn Sie alleine feiern, dann stellen Sie sich doch gerne selbst diese Fragen und schreiben sich die Antworten auf.

Lesen Sie hier meine Tipps zum Thema Smalltalk

Weihnachten

Liebe Leserin und lieber Leser,
ich danke Ihnen von Herzen, dass Sie die Tipps gelesen haben und wünsche Ihnen nun interessante und schöne Gespräche an Weihnachten und Silvester.
Wenn Sie mögen, hinterlassen Sie einen Kommentar.
Teilen Sie diesen Beitrag auch gerne in Ihre Netzwerke und ermöglichen Sie so vielen weiteren Menschen diese Inspirationen für gute Gespräche an Weihnachten und darüber hinaus.

Genießen Sie den Frieden in unserem Land und in Ihrem Herzen.
Ihre Astrid Fiedler

 

 

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Liebe Leserin und lieber Leser,

wie geht es Ihnen, wenn Sie an die Weihnachtsfeier in Ihrem Unternehmen denken?
Graust Ihnen vor der Weihnachtsfeier mit dem notwendigen Smalltalk?
Oder freuen Sie sich darauf, Ihre Kollegen besser kennen zu lernen und gemeinsam zu feiern? weihnachtsfeier-im-unternehmen

Sie können sich freuen, denn die Feier darf gerne lustig werden.
Doch sollten Sie sich auch bei der Weihnachtsfeier im Unternehmen an einige Benimmregeln halten.
So macht sie allen Teilnehmern Spaß und Sie können sich auch danach noch ohne Schamesröte bei Ihren Kollegen blicken lassen.
Damit Sie sicher durch die Feiertage kommen, lesen Sie gleich meine

7 Tipps für Weihnachtsfeiern in Unternehmen

  1. Feier mit Gästen 
    Sie dürfen Ihren Partner oder Ihre Partnerin zur Weihnachtsfeier mitbringen?
    Dann stellen Sie Ihre Begleitung gleich bei der Ankunft den Kollegen und Ihrem Chef vor.
  2. Sie arbeiten in einem großen Unternehmen und kennen nicht alle Mitarbeiter?
    Stellen Sie sich einfach vor, wenn Sie mit jemandem ins Gespräch gehen. Erzählen Sie, wo Sie arbeiten und was Sie machen. Geben Sie Ihrem Gegenüber ebenfalls Gelegenheit sich vorzustellen, das schafft eine entspannte Atmosphäre.
  3. Vermeiden Sie zu viel Alkohol
    Vermutlich wird auch in Ihrem Unternehmen während der Weihnachtsfeier Alkohol angeboten. Achten Sie auf sich, wie viel Sie sich davon gönnen wollen. Letztendlich handelt es sich um eine Unternehmensveranstaltung!
  4. Wahren Sie Distanz und seien Sie trotzdem höflich
    Gehen Sie so mit Ihren Kollegen um, wie Sie es auch sonst tun, andernfalls wirken Sie vielleicht unhöflich oder aufdringlich. Sprechen Sie doch auch mal mit Kollegen, mit denen Sie sich sonst nicht so gerne unterhalten. Vielleicht entsteht durch die entspannte Atmosphäre eine nette Unterhaltung. Diese Stimmung werden Sie mit in den Arbeitsalltag nehmen.
  5. Vermeiden Sie sexuellen Andeutungen
    Feierlaune verleitet dazu, Kolleginnen und Kollegen anzusprechen, die man attraktiv findet. Wenn noch Alkohol ins Spiel kommt, verwischen die inneren Grenzen bei Ihnen und vielleicht auch beim Gegenüber. Peinliche Situationen sind vorprogrammiert!
  6. Finger weg von verheirateten Kollegen
    Ihr Kollege ist verheiratet, aber Sie haben schon lange ein Auge auf Ihn geworfen? Lassen Sie gerade jetzt die Finger von ihm. Wenn Alkohol im Spiel ist, werden Sie Ihre Grenzen vielleicht nicht mehr so gut wahrnehmen. Und: Die meisten Menschen bereuen ihre Ausrutscher hinterher sehr.
  7. Unterhaltung mit dem Chef
    Während einer Unterhaltung sprechen Sie gerne auch über private Themen, wenn Sie möchten. Hobbies oder Urlaube sind unverfängliche Themen. Fragen Sie auch ruhig nach, welche Urlaubsorte oder Tätigkeiten Ihr Chef bevorzugt. Ansonsten eignet sich natürlich die Weihnachtsfeier selbst als Thema.
  8. Tischmanieren sind das A und O
    Halten Sie sich an die gängigen Manieren bei Tisch. Gute Manieren sorgen dafür, dass Sie sich auch nach der Feier noch blicken lassen können.

Nun wünsche ich Ihnen ein tolles Weihnachtsfest in Ihrem Unternehmen und wenn Sie  noch nicht wissen, was Sie anziehen sollen, dann lesen Sie hier gleich weiter. Die richtige Kleidung bei der Weihnachtsfeier.

Ich wünsche Ihnen einen entspannten Dezember und eine gute Zeit.
Herzliche Grüße, Ihre Astrid Fiedler

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Liebe Leserin und lieber Leser,
neulich wurde ich von einem großen Hamburger Beratungsunternehmen eingeladen, um mögliche Vortragsthemen abzusprechen.

Die Damen am Empfang waren sehr freundlich, aufmerksam und höflich.
Schon beim Eintreten wurde ich freundlich begrüßt. Eine der Damen nahm meinen Mantel entgegen und bat mich, kurz vorauszugehen, um in der Empfangsecke Platz zu nehmen. Sie bot mir etwas zu trinken an und plauderte kurz mit mir, es würde nur noch etwa fünf Minuten dauern, bis mein Ansprechpartner käme.

Aus meiner Sicht hatten beide Damen sehr gute Umgangsformen.

Nach etwa fünf Minuten wurde ich von einer der Damen gebeten, ihr ins Büro der Geschäftsführung zu folgen. Doch statt vorauszugehen und mir den Weg zu weisen, bat sie mich vorauszugehen, was gleich an der ersten Tür zu Irritationen führte, weil sie mir unbedingt die Tür öffnen wollte, aber ja hinter mir ging oder stand.
So schlängelte sie sich an mir vorbei …
Bei der dritten Tür hatten wir uns dann glücklich eingespielt.

Tür zum Gegenüber Fiedler

Nach einem netten Gespräch mit dem Geschäftsführer und einem Auftrag in der Tasche brachte dieser mich wieder zum Fahrstuhl, verbunden mit der Bitte vorauszugehen 

Vielleicht haben Sie ähnliche Situationen auch schon erlebt.
Da möchte jemand richtig höflich sein, spielt aber nach anderen Regeln als Sie und plötzlich gibt es Irritationen oder Verunsicherungen.
Glauben Sie mir, wir stehen immer auch auf der anderen Seite 😉

Deshalb mein Tipp: Überprüfen Sie Ihre eigenen Spielregeln immer wieder dahingehend, ob sie sinnvoll sind. Ist es sinnvoll, dass die Person, die den Weg kennt, vorausgeht oder den Weg weist?
Ja, denn diese Person weiß in der Regel auch, wo sich der Knopf für den Fahrstuhl befindet, ob sich die Türen nach innen oder außen öffnen und ob es nach links oder rechts geht.
In Unternehmen sind das die Angestellten oder der Inhaber.
Im Wohnhaus sind das die Personen, die dort wohnen.
Im Restaurant ist es das Servicepersonal, oder die Person, die eingeladen hat.

Das gibt Gästen oder Besuchern, die sich nicht auskennen, Sicherheit und Orientierung.

Es ist alles ganz einfach – jedenfalls, wenn wir alle nach den gleichen Regeln spielen.
Mein zweiter Tipp: Da es immer wieder Unterschiede gibt, nutzen Sie unterschiedliche Spielregeln doch mal als Einstieg in einen Smalltalk, das wird sicher spannend.
Ich wünsche Ihnen viel Spaß dabei.

Herzliche Grüße
Astrid Fiedler

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Liebe Leserin und lieber Leser,

im Sommer und bei Sonnenschein taucht immer wieder die Frage auf,
wie und wann das Tragen einer Sonnenbrille angebracht ist und ob es so etwas wie einen Sonnenbrillen-Knigge gibt. Denn viele Menschen fühlen sich gestört, wenn das Gegenüber im Gespräch eine Sonnenbrille trägt, weil kein Blickkontakt mehr möglich ist. Für andere Menschen ist es hingegen unerträglich, bei Sonnenlicht ohne Sonnenbrille aus dem Haus zu gehen. Lesen Sie heute, wie Sie kniggegerecht mit Ihrer Sonnenbrille und Ihrem Gegenüber umgehen.

Mein Sonnenbrillen-Knigge

1. Für einen guten ersten Eindruck und besseres Sehen: Pflegen Sie Ihre Sonnenbrille regelmäßig.

2. In letzter Zeit beobachte ich immer häufiger selbst erwachsene Menschen, die in geschlossenen Räumen die Sonnenbrille aufbehalten. Knigge würde sich im Grabe umdrehen und viele Menschen assoziieren damit, dass sich der Mensch hinter der Sonnenbrille unsicher fühlt oder etwas zu verbergen hat.
Wollen Sie so wirken?
Mein Tipp: Nehmen Sie die Sonnenbrille schon beim Betreten eines Gebäudes ab, dann kann es später nicht vergessen werden.

3. Bei einer Begegnung auf der Straße oder anderswo
Nehmen Sie Ihre Sonnenbrille in jedem Fall zur Begrüßung ab, damit Blickkontakt stattfinden kann. Wenn die Sonne sehr blendet, können Sie entweder kurz kommentieren, dass die Sonne Sie sehr blendet und um Entschuldigung bitten, dass Sie die Sonnenbrille nun wieder aufsetzen müssen.
Alternativ fragen Sie Ihr Gegenüber, ob es stört, dass Sie die Brille wieder aufsetzen. In den meisten Fällen, wird das in Ordnung sein.

4. Bei einer Verabredung im Café oder anderswo
Wenn ich auf der Terrasse eines Cafés verabredet bin, frage ich meist schon kurz nach der Begrüßung: Stört es Sie, wenn ich meine Sonnenbrille wieder aufsetze? Ich kann bei Sonnenlicht nicht gut sehen.
Ich habe noch nie erlebt, dass jemand sagte, dass es stört. Wenn mein Gegenüber die gleichen Empfindungen hat, freut es sich in der Regel sogar darüber, die Brille ebenfalls aufsetzen zu können.
Trägt mein Gegenüber keine Sonnenbrille und ich merke im Verlaufe des Gesprächs, dass es doch irritiert ist, dann thematisiere ich dies meist so: Ich setze mich kurz um, damit wir uns in die Augen schauen können.

Ich wünsche Ihnen einen wunderschönen sonnigen Sommer, der mit dem Sonnenbrillen-Knigge für Sie hoffentlich noch entspannter wird.

Sie haben Fragen oder Anregungen?
Schreiben Sie mir doch gleich Ihren Kommentar.

Sie möchten für Ihr Unternehmen einen Workshop buchen?
Rufen Sie mich einfach unter 040 7167 9542 an und lassen Sie uns über den Bedarf sprechen.

Herzlichst
Astrid Fiedler

 

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Sehr geehrte Leserin und sehr geehrter Leser,

wie leicht oder schwer fällt es Ihnen, etwas zu reklamieren?
Bei einer berechtigten Reklamation dürfen Sie in jedem Hotel freundliches Verhalten des Hotel-Personals erwarten. Bei einer hochpreisigen Übernachtung dürfen Sie sich in der Regel sogar über einen besonders aufmerksamen Service freuen.

Ob Sie den Aufenthalt im Hotel dann als Genuss empfinden, das hängt jedoch von Ihnen ab und wird sich maßgeblich im Verhalten des Personals und anderer Gäste spiegeln. Aus meiner Sicht sind das interessante Wechselwirkungen, die ich gerne an einem Beispiel aufzeige.

Seit einigen Jahren biete ich mit einer anderen Trainerin im deutschsprachigen Raum Trainings für Unternehmen an.

 

 

Dafür übernachten wir meist in hochpreisigen Hotels.
Ich bin immer sehr dankbar für den Luxus und genieße ihn sehr.
Meine Kollegin jedoch hat immer etwas zu bemängeln und zu reklamieren.
Oft weist sie schon beim Einchecken darauf hin, dass sie bestimmte Dinge so und nicht anders will und dass es ja beim letzten Mal schon so viele Probleme gab.
„Hach, ich weiß, dass dies und jenes nicht klappen wird…“

Sie projiziert Erlebnisse und Ergebnisse in die Zukunft und findet ganz sicher einen Grund zur Reklamation. Ob es das Zimmer ist, das nicht in der richtigen Etage ist, die Klimaanlage, die angeblich nicht funktioniert, die Geräusche von Flur oder Straße, die durch das Hotelzimmerfenster lärmen, der Fahrstuhl drei Zimmer weiter,  der Seminarraum zu dunkel oder zu klein, uswusf.

 

 


Ich habe noch keinen Aufenthalt erlebt, an dem sie sich nicht beschwerte.

Anfangs fand ich ihr Verhalten interessant, zudem interessierte es mich, ob sie immer bekam, was sie wollte. Auch die Reaktionen des Hotelpersonals waren aus meiner Sicht als Knigge- Trainerin interessant.
Ob meine Kollegin immer das bekam, was sie sich wünschte? Das lesen Sie später.
Vorerst habe ich Ihnen einige Tipps zusammengeschrieben.

Vier Tipps, die bei Reklamationen im Hotel helfen.

Tipp 1
Ein entspanntes Lächeln wird in jedem Land verstanden und wenn Sie ein höfliches Bitte und Danke in der Landessprache beherrschen und das Hotelpersonal stets mit Respekt behandeln, dann tragen Sie bereits sehr zu einem entspannten Aufenthalt und einer gelungenen Reklamation im Hotel bei.

Tipp 2
Wenn es etwas zu reklamieren gibt, dann machen Sie das in freundlichem Ton und bleiben Sie sachlich und geduldig. Sehr selten hat die Person, die vor Ihnen steht direkt mit der Sache zu tun: Die Servicekraft hat nichts mit dem verkochten Essen und der Portier nichts mit unsauberer Bettwäsche zu tun, aber alle im Hotel werden bemüht sein Ihnen zu helfen.

Tipp 3
Gegen die Geräusche auf der Straße wird man nichts tun können, auch nicht gegen das Geläut der Kirchenglocke. Wenn aber die Klimaanlage defekt oder falsch eingestellt ist, dann kann das Hotelpersonal Ihnen sicher helfen und das dürfen Sie auch erwarten. Reklamieren Sie beharrlich und freundlich, bis eine zufriedenstellende Lösung gefunden wurde.

Tipp 4
Wenn das Personal auf Ihre berechtigte Reklamation mit den Worten „Da kann ich jetzt gar nichts machen“ reagiert und Sie merken ein „da will ich jetzt nix machen„, dann hilft meist der Satz “Frau/Herr Sowieso, ich bin ganz sicher, dass Sie mir helfen können, schließlich sind wir im besten Hotel der Stadt, oder?“ Dann bleiben Sie fest wie Fels in der Brandung dort stehen, wo Sie stehen, bis der Fall bearbeitet wurde!

Und jetzt kommt noch die Antwort auf die Frage, ob meine Kollegin immer bekommt,
was sie sich wünscht. Natürlich nicht! Bisher wurde nur bei berechtigter Kritik der Schaden behoben.

Die riesige Obstschale, Süßigkeiten oder eine Sektflasche stehen übrigens nach jedem Seminar in meinem Zimmer und das schönere Zimmer wird auch immer mir zugewiesen – behauptet jedenfalls meine Kollegin.

 

 


Ob das  Zufälle sind? Oder ob diese Vergünstigungen mit meinem entspannten und freundlichen Umgang mit dem Personal zu tun haben?
Egal! Ich möchte das Schöne im Leben sehen und die Aufenthalte in tollen Hotels genießen. Offensichtlich gibt es dann weniger Gründe etwas zu reklamieren.

Lassen Sie es sich gut gehen. Ich wünsche Ihnen einen tollen Aufenthalt im Hotel.

Herzlichst
Astrid Fiedler

PS: Schreiben Sie gerne in die Kommentarfunktion Ihre Erfahrungen oder Fragen, ich freue mich auf einen anregenden Austausch

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