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Posts Tagged ‘Astrid Fiedler’

Vielleicht kennen auch Sie folgende Situationen:
Sie sitzen vor einem Online-Meeting bereits im Meetingraum …
So nach und nach treffen die Teilnehmer*innen ein …
Wenn es gut läuft, haben alle die Mikrofone ausgeschaltet, vielleicht kämpft aber auch einer der Teilnehmer*innen noch mit der Technik.
Eine Begrüßung oder Vorstellung findet nicht statt.

Das Meeting beginnt und Sie nehmen wahr:

  • Bei einigen Teilnehmern laufen Kinder oder andere Menschen durchs Bild.
  • Bei einer Teilnehmerin klingelt -auch für Sie hörbar- das Telefon.
  • Ein Teilnehmer schaut überwiegend irgendwohin, nur nicht in den Meetingraum.
  • Jemand steht auf und öffnet das Fenster.
  • Ein Teilnehmer isst eine Currywurst.
  • Die Moderatorin schaut auf den Monitor, aber nicht in die Kamera.
  • Ein Teilnehmer redet dazwischen.
  • Die nächste Teilnehmerin muss nebenbei eine Frage ihres Freundes beantworten, natürlich bei eingeschaltetem Mikrofon…

All das lenkt Sie und die anderen Meetingteilnehmer*innen ab.
Einige Teilnehmer*innen sind sichtlich irritiert oder genervt und fühlen sich gestört.

Ich kann gut verstehen, dass Online-Meetings im Homeoffice auch unkalkulierbare Herausforderungen mit sich bringen.
Doch lassen Sie uns gemeinsam schauen, was mit klaren Absprachen und ein bisschen Einsicht erreicht werden kann. Dafür lesen Sie hier meine

8 Knigge-Tipps für bessere Online-Meetings

1. Damit niemand durch das Bild läuft oder stört, sollte vorab mit allen Mitbewohnern besprochen werden, dass man nun für eine gewisse Zeit Ruhe braucht. Fragen Sie ab, ob noch jemand etwas aus dem Raum benötigt, in dem Sie sitzen werden. Danach schließen Sie die Tür!
Ist das nicht möglich (kleine Kinder), kann es manchmal sinnvoll sein, dass bei einer Störung, neben dem Mikrofon auch die Kamera für einen Moment ausgestellt wird. So können die anderen Teilnehmer*innen weiter ungestört an dem Online-Meeting teilnehmen.

2. Wenn Sie rechtzeitig den Meetingraum betreten haben, stellen Sie sich unbedingt mit Namen und Position vor.
Dafür schalten Sie Ihr Mikrofon an.
Während Sie sprechen, schauen Sie direkt in die Kameralinse, so fühlen sich die anderen Meetingteilnehmer mehr angesprochen, denn sie bekommen das Gefühl, dass Sie Blickkontakt aufnehmen.
Stellen Sie Ihr Mikrofon nach dem Wortbeitrag wieder aus, so vermeiden Sie Störgeräusche, die unverhofft entstehen können.

4. Bleiben Sie während des Meetings präsent und lassen Sie sich nicht ablenken, jede Ablenkung wird von den anderen Teilnehmern wahrgenommen und lenkt auch Sie ab.

5. Wenn Sie hungrig sind, essen Sie vor dem Meeting!
Gegen den Durst stellen Sie sich ein kleines Glas mit Wasser zurecht.

6. Sie möchten eine Präsentation oder einen Vortrag halten?
– Dann achten Sie auf akzentuierte Gestik, alles andere wirkt unscharf und unklar. Mit pointierter Gestik setzen Sie Akzente und unterstreichen das Gesagte.
– Achten Sie auch darauf, nicht in den Hörer oder das Headset zu schnaufen, denn jedes Schnaufen und Räuspern wird lautstark in die Ohren der anderen Meetingteilnehmer*innen übertragen.
– Achten Sie auf Ihre Stimme und Ihre Formulierungen. Die Gefahr von Missverständnissen ist online um einiges größer als bei Präsenzveranstaltungen.

7. Wenn Sie sich während eines Online-Meetings zu Wort melden wollen, kündigen Sie das per Handzeichen an, damit Sie niemandem ins Wort fallen.

8. Verabschieden Sie sich geordnet, so wie Sie es auch bei einem anderen Meeting tun würden.

Ich danke Ihnen, dass Sie meine kleine Reihe zum Thema Online-Meetings gelesen haben und hoffe, Sie profitieren. Ich ziehe mich nun für einige Monate zurück und wünschen Ihnen eine gute Zeit, egal ob online oder offline.

Ganz herzliche Grüße und bleiben Sie gesund!
Ihre Astrid Fiedler

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In Zeiten wie diesen, sind Online-Konferenzen oder Online-Meetings an der Tagesordnung und was für den einen schon lange zum Alltag gehört, ist für den anderen neu und aufregend.
Ich nutze Online-Meetings seit 2019 für meine Coachings und seit einigen Wochen bin ich Teilnehmerin in verschiedenen Online-Konferenzen mit bis zu 100 TeilnehmerInnen gewesen.

Neben all dem, was bewundernswert gut lief, gab es Eindrücke, die mich staunen ließen.
Eine Teilnehmerin bohrte während der Online-Konferenz minutenlang in der Nase …
Bei einem Teilnehmer lenkte der unaufgeräumte Hintergrund von seiner guten Rede ab …
Der nächste Teilnehmer verschwand teilweise oder ganz in seinem eingefügten Hintergrundbild …
Ein Teilnehmer kam zu spät zum Online-Meeting, und mit der Technik nicht zurecht usw. usf.

Das alles wirkt unprofessionell, irritierend und unorganisiert.
Mein Tipp: Bereiten Sie sich auf die Online-Veranstaltung mindestens genau so vor, wie Sie es für eine Offline-Veranstaltung tun würden und bedenken Sie unbedingt: Sie sind zwar alleine im Raum, aber alle können Sie sehen. 😉
Und nicht nur das, sie können auch sehen, was neben oder hinter Ihnen ist.

Lesen Sie hier MEINE 5 WICHTIGSTEN TIPPS FÜR DIE VORBEREITUNG ZU EINEM ONLINE-MEETING ODER EINER ONLINE-KONFERENZ.

1. Lernen Sie vor der Online-Veranstaltung unbedingt die Technik kennen und probieren Sie ggf. mit einem Sparringspartner aus, wie das Web-Tool funktioniert. Ansonsten sind Sie und alle Beteiligten zu Beginn abgelenkt und es vergeht wertvolle Zeit.

2. Testen Sie Ihr Mikrofon und die Kamera und stellen Sie Ihre Kamera so ein, dass man Ihr Gesicht von vorne sehen kann. In meiner letzten Online-Konferenz war ein Teilnehmer, dessen Kameralinse irgendwo in der Tastatur eingebaut ist, so konnte man ihm zwar perfekt in die Nasenlöcher, aber nicht in die Augen schauen. 😉

3. Sorgen Sie dafür, dass Ihr Gesicht gut ausgeleuchtet ist.
Als Brillenträger*in reduzieren Sie Reflexionen und Blendung, indem Sie Ihre Sitzposition entsprechend einstellen. Setzen Sie sich niemals mit dem Rücken zum Licht, denn wenn dort starke Sonneneinstrahlung ist, wird man Sie nicht erkennen und Sie wirken unorganisiert.

4. Prüfen Sie, wie Sie die beste Internetverbindung herstellen können. Ggf. schließen Sie alle anderen Internetverbindungen.

5. Wenn Sie ein Hintergrundbild verwenden wollen, z.B. um sich das Aufräumen des Raumes zu ersparen, dann stimmen Sie Ihre Kleidung darauf ab, damit Sie immer gut zu sehen sind. Testen Sie das auch unbedingt vorab in einem Test-Meeting und nutzen Sie unbedingt ein Hintergrundbild, das dem Anlass entspricht! Urlaubsbilder wirken in der Regel unprofessionell!

Das war es fürs Erste.
Ich wünsche Ihnen alles Gute und bleiben Sie gesund!

Herzliche Grüße
Ihre Astrid Fiedler

Sie haben Fragen oder Anregungen? Schreiben Sie mir gerne in die Kommentare.

PS: In meinem nächsten Blogartikel geht es um die Vorbereitung vor dem Online-Meeting für Veranstalter.

 

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Liebe Leserinnen und Leser,

zurzeit gebe ich viele Knigge-Workshops für Kinder und Jugendliche.
Hierbei ergibt sich so manche Frage im Umgang mit Erwachsenen.
Eine Frage möchte ich heute aufnehmen.

In einem der Kurse erzählte ein Mädchen:
Bei uns im Dorf ist es üblich sich zu grüßen.
Ich grüße jeden, aber es gibt eine Nachbarin, die grüßt nie zurück…
Wir haben uns in der Familie schon oft darüber unterhalten, wie ich mich verhalten soll … Mein Vater sagt, ich soll trotzdem grüßen, weil es sich so gehört.
Wie ist es denn richtig?

Sicher können Sie sich vorstellen, dass dieses Mädchen frustriert darüber ist, dass ihr Gruß nicht erwidert wird. Dafür habe ich zunächst Verständnis gezeigt und abgefragt, ob es mögliche Gründe gibt,warum die Frau nicht zurückgrüßt. Es könnte ja sein, dass sie schwerhörig ist, aber anscheinend gibt es keinen Grund.

Und wie ist es denn nun richtig?
Die aktuellen Regeln besagen
Es grüßt jene Person -egal ob erwachsen oder nicht- die die andere Person zuerst wahrnimmt.
Daraus ergibt sich in diesem Beispiel:
Sieht die Frau das Mädchen  zuerst, dann grüßt die Frau das Mädchen, anschließend grüßt das Mädchen zurück.
Sieht das Mädchen die Frau zuerst, dann grüßt das Mädchen die Frau zuerst und die Frau grüßt zurück.
Das wäre höflich!

Doch nun gibt es noch die Frage: Weitergrüßen oder nicht…
Wie würden Sie entscheiden?

Herzliche Grüße
Astrid Fiedler

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Liebe Leserin, lieber Leser,
nun dauert es nicht mehr lange und die ersten Einladungen zur Weihnachtsfeier liegen vermutlich auch auf Ihrem Tisch oder in Ihrem Mailfach.

Haben Sie Lust hinzugehen?
Oder denken Sie eher mit Grauen an die letzten Weihnachtsfeiern zurück und es vergeht Ihnen die Lust?
Wenn Sie sich bereits darauf freuen, dann brauchen Sie hier nicht weiterzulesen, aber wenn Sie keine Lust auf Weihnachtsfeiern haben, dann kann dieser Beitrag Ihnen vielleicht helfen.

Was können Sie nun tun, außer nicht hinzugehen?
Ich möchte Sie einladen, einen Perspektivwechsel vorzunehmen.
Fragen Sie sich doch einmal, was an dieser Feier positiv sein kann oder was man an Ihren Kollegen auch positiv sehen kann. Alternativ fragen Sie sich, was Sie auf solch einer Veranstaltung lernen oder üben können.
Ich war früher eher schüchtern und es fiel mir manchmal schwer auf andere Menschen zu zugehen. Weihnachtsfeiern waren ein Graus für mich und ich wäre oft lieber zuhause geblieben. Doch eines Tages dachte ich: So kann es nicht weitergehen, ich will nicht immer flüchten.
Ich beschloss zu lernen, wie ich mich auch in solchen Situationen angemessen verhalten und dabei auch noch wohlfühlen kann. So begann ich, Weihnachtsfeste als Übungsterrain zu sehen. Ich versorgte mich mit Informationen zum Thema Smalltalk und stilvollen Umgangsformen, ging los und übte, was das Zeug hielt. Sicher können Sie sich vorstellen, dass ich noch heute davon profitiere, oder?

Ein weiterer wichtiger Faktor könnte sein, dass manche Geschäfte oder Verabredungen unter Kollegen in geselligem Umgebung ganz leicht getroffen werden, auch davon könnten Sie einen Vorteil haben.

Mein Tipp: Prüfen Sie, wie Sie von einer Weihnachtsfeier profitieren können und nutzen Sie die Gelegenheit für Ihre Weiterentwicklung.

Wenn Sie Tipps für stilvolles Veralten während einer Weihnachtsfeier brauchen, dann schauen Sie hier.

Wenn Sie nicht wissen, was Sie anziehen sollen, dann lesen Sie hier weiter.

Nun wünsche ich Ihnen eine tolle Weihnachtszeit und viele spannende Erfahrungen,
Ihre Astrid Fiedler

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A. Sie machen mit Smalltalk einen sympathischen Eindruck und

  1. nutzen den ersten Tag im neuen Job, um Ihre Kollegen kennen zulernen.
  2. stehen auf Partys nicht länger alleine herum, weil andere Menschen Lust bekommen, sich mit Ihnen zu unterhalten.
  3. stehen auf Partys nicht länger alleine herum, weil Sie mehr Lust bekommen,
    sich mit anderen Menschen zu unterhalten.
  4. stehen bei Netzwerkveranstaltungen nicht länger alleine herum, treffen vielleicht einen potentiellen Auftraggeber und weil Sie so sympathisch sind, steigt die Chance den Auftrag zu bekommen.
  5. stehen bei Netzwerkveranstaltungen nicht länger alleine herum, treffen vielleicht einen potentiellen Kollegen und die Chance steigt, dass ein Projekt zustande kommt.
  6. stehen zwischen Vorträgen in den Pausen nicht länger alleine herum.
  7. Ihnen fällt es leichter neben anderen Mitreisenden in der Bahn Zeit zu verbringen.
  8. Ihnen fällt es leichter im Flugzeug neben jemandem zu sitzen und vielleicht wohnen Sie im selben Ort und buchen am Ende gemeinsam ein Taxi.
  9. Ihnen fällt  es leichter Kontakte im Schwimmbad zu knüpfen.
  10. Sie stehen auf Kongressen nicht länger alleine herum.
  11. Sie schaffen damit die Basis für eine eventuelle berufliche Zusammenarbeit.
  12. Sie schaffen es, bei einer Verabredung mit einem Kunden, die Atmosphäre aufzulockern, was Ihnen beiden gut tut.
  13. merken beim Vorstellungsgespräch, dass auch der Rest gleich leichter fällt.
  14. helfen unsicheren oder schüchternen Menschen damit, sich wohler zu fühlen.

Gruende_fuer_Smalltalk

 

B. Sie nutzen Smalltalk dafür,

  1. um in Konfliktsituation einen weichen Teppich auszurollen.
  2. um bei schwierigen Verhandlungen einen weichen Teppich auszurollen.
  3. um sich selber aufzulockern.
  4. um sich selber besser zu fühlen.
  5. um jemanden kennen zulernen und vielleicht die große Liebe zu finden.
  6. um der Blumenverkäuferin ein Kompliment zu machen  (vielleicht ist sie die große Liebe…)
  7. Ihren Kindern zu sagen, wie toll sie sind.
  8. anderen Kindern zu sagen, wie toll sie sind, denn vielleicht hat ihnen das nch niemand gesagt ….
  9. sich selbst zu programmieren und den Fokus nicht auf die Verpackung zu legen – so überlisten Sie Ihre optischen Wahrnehmungsfilter.
  10. den Fokus auf den Inhalt zu legen.
  11. um herauszufinden, wie es Ihrem Gegenüber geht.
  12. um ein Kompliment nachzuschieben, falls es Ihrem Gegenüber nicht gut geht.

Smalltalk mit Astrid Fiedler

 

C. Sie tragen zur Zufriedenheit

  1. Ihres Verhandlungspartners bei, denn auch ihn drückt der Schuh und auf einem weichen Teppich geht es sich leichter.
  2. von Kindern bei, denn sie brauchen jemanden, der ihnen sagt, wie toll sie sind.
  3. Ihrer Nachbarn bei, denn schon kurzer Smalltalk zeigt ihnen, ich nehme dich wahr und jeder Mensch möchte wahrgenommen werden.
  4. des Taxifahrers bei, der Sie vom Flughafen nach Hause bringt.
  5. Ihrer Kollegen bei, denn schon kurzer Smalltalk zeigt ihnen, dass sie beachtet werden und jeder Mensch möchte beachtet werden.
  6. Ihres Arztes bei, auch der mag sich mal über andere Themen als Krankheiten unterhalten.
  7. der Blumenverkäuferin bei, denn es tut ihr gut, ein Kompliment zu bekommen (und wenn sie Ihre große Liebe ist, dann werden Sie beide zufrieden sein).
  8. eines Freundes bei, denn auch er mag Komplimente bekommen.
  9. einer Freundin bei, denn auch sie mag Komplimente bekommen.
  10. des Menschen bei, der neben Ihnen im Flugzeug gesessen hat und nun mit Ihnen im Taxi sitzt, denn er hat Geld gespart und ein tolles Gespräch bekommen.
  11. des Menschen bei, den Sie während des Kongresses angesprochen haben, denn der war vermutlich froh, dort nicht alleine herumstehen zu müssen und einen netten Menschen wie Sie getroffen zu haben.
  12. Ihrer Selbst bei und das ist doch das Wichtigste überhaupt, oder?

 

Diese Liste ließe sich beliebig fortsetzen …
Welche Gründe fallen Ihnen ein, um in den Smalltalk zu gehen?
Ich bin gespannt 😀

Alles Liebe für Sie und viel Freude beim Smalltalk,
Ihre Astrid Fiedler

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Liebe Leserin und lieber Leser,

warum verzichten so viele Menschen auf Smalltalk und damit auf eine wichtige Chance des menschlichen Kontaktes?

Darum verzichten Menschen auf Smalltalk

  1. Sie haben keine Lust.
  2. Sie wollen ihre Ruhe haben.
  3. Sie haben wirklich keine Zeit.
  4. Sie denken, sie seien zu aufgeregt.
  5. Sie denken, sie seien nicht entspannt genug.
  6. Sie denken, sie seien nicht interessant genug.
  7. Sie denken, sie seien zu anders.
  8. Sie denken, sie seien zu langweilig.
  9. Sie wissen nicht, was sie zum Einstieg sagen sollen.
  10. Sie wissen nicht, wie sie das Gespräch am Laufen halten sollen.
  11. Sie wissen nicht, wie sie stehen sollen.
  12. Sie wissen nicht, wohin mit den Händen.
  13. Sie wissen nicht, wohin sie schauen sollen.
  14. Sie wissen nicht, ob sie sich zu der Gruppe stellen dürfen.
  15. Sie wissen nicht, wie sie sich aus dem Smalltalk verabschieden können.
  16. Sie haben Angst vor Fettnäpfchen.
  17. Sie haben Angst vor Gesprächspausen.
  18. Sie haben Angst vor Wissenslücken.
  19. Sie denken, die anderen Menschen seien uninteressant.
  20. Sie denken, die anderen Menschen finden sie uninteressant.
  21. Sie denken, die Anderen seien eloquenter.
  22. Sie denken, die Anderen haben mehr zu sagen.
  23. Sie denken, die Anderen seien so viel interessanter als sie.
  24. Sie denken, die Anderen geben Ihnen keine Chance das Wort zu ergreifen.
  25. Sie denken, die anderen Menschen wollen für sich sein.

Aus meiner Sicht sind lediglich die ersten drei Punkte echte Gründe, um keinen Smalltalk zu beginnen. Alle anderen Punkte sind Ausreden, die sich auf Ängsten und hindernden Glaubenssätzen begründen. Der Angst vor Ablehnung, der Angst, nicht gut genug oder der Angst, nicht wichtig genug zu sein.

Viele Menschen, ich übrigens auch, kennen diese Ängste und diese hindernden Glaubenssätze, deshalb arbeiten wir in meinen Kursen nicht nur mit den theoretischen Konzepten, sondern auch ganz praktisch mit Glaubenssätzen, Erlaubnissätzen und vielem mehr.

Wenn Sie diese Ängste kennen und der eine oder andere Satz mit Ihnen in Resonanz geht, dann lohnt es sich zu forschen, woher der Satz kommt. Oder vielleicht haben Sie eigene Lieblingsvermeidungsstrategien … Bei mir war es früher der Satz: Smalltalk ist mir zu oberflächlich 😉

Wenn ich heute daran denke, ist es mir ein bisschen peinlich.
Wie oft mag ich mit der Tür ins Haus gefallen sein …
Wie oft mag ich eigene oder fremde Grenzen überschritten haben …

Heute weiß ich,

Smalltalk ist das Anklopfen an der Tür.
Smalltalk ist das Warten, ob jemand öffnet.
Smalltalk ist das Gespräch auf der Türschwelle.

Wenn ich heute bemerke, dass jemand ein Problem mit Smalltalk hat, dann öffne ich meine Tür und klopfe ganz vorsichtig an die Tür des Gegenübers. Ich lausche achtsam, ob jemand kommt und die Tür öffnen mag. Vielleicht helfe ich auch ganz behutsam, die andere Tür zu öffnen. Meistens entstehen daraus die besten Gespräche.

Sie möchten mehr wissen?
Meine aktuellen Workshoptermine finden Sie immer hier.

Oder buchen Sie mich für einen Workshop in Ihrem Unternehmen oder als Gruppe.
Ich freue mich, Sie unterstützen zu können.

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Liebe Leserin und lieber Leser,

Sie haben lange nichts von mir gelesen, nicht wahr?
Das liegt daran, dass mich das Thema würdevolle Kommunikation und insbesondere das Zuhören umtreibt.

Vielleicht kennen Sie folgende Situation.
Jemand stellt Ihnen eine Frage und Sie beginnen zu antworten.
Sie sind noch nicht ganz fertig mit Ihrer Antwort, da beginnt Ihr Gegenüber bereits von seiner eigenen Geschichte zu erzählen.

Das hört sich dann etwa so an.
Ihr Gegenüber: Hallo Britta, wie war denn dein Urlaub?
Britta: Super, wir waren ja in Andalusien und wollten uns die weißen Dörfer anschauen. Mit dem Wetter hatten wir leider kein Glück (kurze Atempause).
Wetter war das Stichwort für Ihr Gegenüber, das sofort die Atempause nutzt:
Ach ja, das Wetter wird ja auch immer unbeständiger, wir hatten in Italien auch nur schlechtes Wetter, als wir im letzten Jahr dort waren. Kaum ein Tag, an dem es nicht geregnet hat …
bla …
bla …
bla …

Zuhören_lernen_mit _astrid_fiedler

Man darf diese Art des Zuhörens getrost als Pseudozuhören bezeichnen, denn man ist doch mehr mit sich selbst beschäftigt und gar nicht offen für das, was das Gegenüber sagt. Denn das, was das Gegenüber sagt, wird lediglich als Einladung wahrgenommen, um von sich selbst zu erzählen.

Ich beobachte diese Art des Zuhörens, bzw. des Monologisierens zunehmend häufiger.
Sie auch?
Oder vielleicht erkennen Sie sich gerade auch selbst als das Gegenüber und sind jemand, der nicht gut zuhören kann?
In jedem Fall ist Zuhören eine anspruchsvolle Tätigkeit und sie gelingt umso besser, je größer das Interesse am Thema und oder am Gegenüber ist.

Nun stellt sich die Frage:
Wie können wir wieder besser zuhören?
Daniel Hunziker beschreibt in seinem Buch „Gemeinsam über sich hinauswachsen“ den Modus des Pseudozuhörens folgendermaßen und gibt auch gleich Hilfestellung, wie dies verändert werden kann:
Im Modus des Pseudozuhörens beschränkt sich die Aktivität auf den Bereich zwischen Augen und Scheitel. Körperliche Bewegung, frische Luft und sich in Resonanz mit der Natur befinden, aktiviert den ganzen Körper wieder. Den Fokus auf alle körperlichen Sinne zu legen, bringt einen in die Wahrnehmung des Momentes und der Wachheit zurück.

Aus meiner Erfahrung heraus sind Achtsamkeitsübungen hilfreich, denn die holen uns immer wieder ins Hier und Jetzt zurück und lassen wirkliche Begegnung möglich werden. Das bedeutet, man sitzt oder steht und hört mit allen Sinnen zu, man fragt nach und vielleicht wiederholt man sogar die eine oder andere Äußerung, um festzustellen, ob man wirklich verstanden hat. Erst dann nimmt man sich den Raum für eigene Geschichten.

Vielleicht schauen Sie mal auf meinen YoutubeKanal, dort finden Sie, eingebettet in Impulse für mehr Selbstliebe, viele kleine Achtsamkeitsübungen.

Eines sei noch gesagt: Solange Sie immer nur selber reden wollen, werden Sie nichts Neues erfahren oder lernen, denn Sie wiederholen ja eh nur das, was Sie schon wussten.

Ich wünsche Ihnen Wachheit und gute Gespräche.

Ihre Astrid Fiedler

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