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Archive for the ‘Umgangsformen’ Category

Vielleicht kennen auch Sie folgende Situationen:
Sie sitzen vor einem Online-Meeting bereits im Meetingraum …
So nach und nach treffen die Teilnehmer*innen ein …
Wenn es gut läuft, haben alle die Mikrofone ausgeschaltet, vielleicht kämpft aber auch einer der Teilnehmer*innen noch mit der Technik.
Eine Begrüßung oder Vorstellung findet nicht statt.

Das Meeting beginnt und Sie nehmen wahr:

  • Bei einigen Teilnehmern laufen Kinder oder andere Menschen durchs Bild.
  • Bei einer Teilnehmerin klingelt -auch für Sie hörbar- das Telefon.
  • Ein Teilnehmer schaut überwiegend irgendwohin, nur nicht in den Meetingraum.
  • Jemand steht auf und öffnet das Fenster.
  • Ein Teilnehmer isst eine Currywurst.
  • Die Moderatorin schaut auf den Monitor, aber nicht in die Kamera.
  • Ein Teilnehmer redet dazwischen.
  • Die nächste Teilnehmerin muss nebenbei eine Frage ihres Freundes beantworten, natürlich bei eingeschaltetem Mikrofon…

All das lenkt Sie und die anderen Meetingteilnehmer*innen ab.
Einige Teilnehmer*innen sind sichtlich irritiert oder genervt und fühlen sich gestört.

Ich kann gut verstehen, dass Online-Meetings im Homeoffice auch unkalkulierbare Herausforderungen mit sich bringen.
Doch lassen Sie uns gemeinsam schauen, was mit klaren Absprachen und ein bisschen Einsicht erreicht werden kann. Dafür lesen Sie hier meine

8 Knigge-Tipps für bessere Online-Meetings

1. Damit niemand durch das Bild läuft oder stört, sollte vorab mit allen Mitbewohnern besprochen werden, dass man nun für eine gewisse Zeit Ruhe braucht. Fragen Sie ab, ob noch jemand etwas aus dem Raum benötigt, in dem Sie sitzen werden. Danach schließen Sie die Tür!
Ist das nicht möglich (kleine Kinder), kann es manchmal sinnvoll sein, dass bei einer Störung, neben dem Mikrofon auch die Kamera für einen Moment ausgestellt wird. So können die anderen Teilnehmer*innen weiter ungestört an dem Online-Meeting teilnehmen.

2. Wenn Sie rechtzeitig den Meetingraum betreten haben, stellen Sie sich unbedingt mit Namen und Position vor.
Dafür schalten Sie Ihr Mikrofon an.
Während Sie sprechen, schauen Sie direkt in die Kameralinse, so fühlen sich die anderen Meetingteilnehmer mehr angesprochen, denn sie bekommen das Gefühl, dass Sie Blickkontakt aufnehmen.
Stellen Sie Ihr Mikrofon nach dem Wortbeitrag wieder aus, so vermeiden Sie Störgeräusche, die unverhofft entstehen können.

4. Bleiben Sie während des Meetings präsent und lassen Sie sich nicht ablenken, jede Ablenkung wird von den anderen Teilnehmern wahrgenommen und lenkt auch Sie ab.

5. Wenn Sie hungrig sind, essen Sie vor dem Meeting!
Gegen den Durst stellen Sie sich ein kleines Glas mit Wasser zurecht.

6. Sie möchten eine Präsentation oder einen Vortrag halten?
– Dann achten Sie auf akzentuierte Gestik, alles andere wirkt unscharf und unklar. Mit pointierter Gestik setzen Sie Akzente und unterstreichen das Gesagte.
– Achten Sie auch darauf, nicht in den Hörer oder das Headset zu schnaufen, denn jedes Schnaufen und Räuspern wird lautstark in die Ohren der anderen Meetingteilnehmer*innen übertragen.
– Achten Sie auf Ihre Stimme und Ihre Formulierungen. Die Gefahr von Missverständnissen ist online um einiges größer als bei Präsenzveranstaltungen.

7. Wenn Sie sich während eines Online-Meetings zu Wort melden wollen, kündigen Sie das per Handzeichen an, damit Sie niemandem ins Wort fallen.

8. Verabschieden Sie sich geordnet, so wie Sie es auch bei einem anderen Meeting tun würden.

Ich danke Ihnen, dass Sie meine kleine Reihe zum Thema Online-Meetings gelesen haben und hoffe, Sie profitieren. Ich ziehe mich nun für einige Monate zurück und wünschen Ihnen eine gute Zeit, egal ob online oder offline.

Ganz herzliche Grüße und bleiben Sie gesund!
Ihre Astrid Fiedler

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Neulich erzählte mir eine Freundin, dass Ihr Yogazentrum die Kurse demnächst über Zoom anbieten möchte. Da sie dort Yogalehrerin ist, bat man sie und alle anderen Yogalehrer *innen, je eine kleine Testschulung über 5 Minuten anzubieten.

Zoom-Meeting-Knigge mit Astrid Fiedler

Meine Freundin ist eine tolle Yoga*lehrerin, aber Technik bringt sie zur Verzweiflung.
So machte ich eine kleine Zoom-Einführung mit ihr, testete mit ihr den richtigen Bildausschnitt usw.usf.

Der Tag der Testschulungen
Meine Freundin stellte Ihr I-Pad auf einem Tisch ab und betrat pünktlich das Zoom-Meeting.
Einige Yogalehrer*innen saßen bereits auf ihren Matten, als der Schulungsleiter meine Freundin bat, ihr Mikrofon auf stumm zu schalten.
Doch wo war das Mikrofon?
Das Problem war, dass sie an dem Tag mit einem anderen Gerät eingeloggt war und sich hier nicht auskannte. Die Zeit verstrich, meine Freundin wurde immer nervöser …
Wo finde ich den Knopf für das Mikrofon, fragte sie nach einiger Zeit des Ausprobierens und leider konnte ihr niemand helfen.

Meine Erfahrung der letzten Wochen ist: Dies ist kein Einzelfall!
Deshalb ist eine kleine Einführungsschulung einige Tage vor dem Termin, mit der Möglichkeit die Technik zu testen, sehr sinnvoll.

Sie möchten ein Meeting per Zoom durchführen, das störungsfrei läuft?

Dann sollten Sie, als Veranstalter des Zoom-Meetings, sich unbedingt mit der Technik so vertraut machen, dass Sie Ihren Teilnehmer*innen Unterstützung anbieten können. Alternativ finden Sie jemanden, der sich um die Technik kümmert und auch weiß, auf welchem Endgerät, welche Funktionen zu finden sind.

Bedenken Sie unbedingt, dass es viele Teilnehmer*innen geben kann, die nicht mit der Technik vertraut sind. Seien Sie hier höflich und umsichtig und bieten Sie unbedingt diese zwei Möglichkeiten an

  1. Verschicken Sie ein Dokument, in dem alle Handlungsschritte aufgezeigt werden, die notwendig sind, damit ein Zoom-Meeting störungsfrei laufen kann. Dazu gehört die richtige Ausleuchtung, eine ruhige Arbeitsumgebung, aber auch die Funktionsweise von Zoom. Lesen Sie gerne meinen letzten Blogartikel und auch alle Weiteren oder buchen Sie ein Zoom-Coaching bei mir.
  2. Bieten Sie einen oder mehrere Extraschulungstermine vor Ihrem Zoom-Meeting an, damit Ihre Teilnehmer*innen mit der Technik vertraut werden. Dies dient dem Techniktest, aber auch der Einweisung, in die für Teilnehmer notwendigen Funktionen von Zoom, wie das Stummschalten des Mikrofons oder das Teilen von Beiträgen, sofern dies notwendig sein sollte.

So sparen Sie wertvolle Zeit in Ihrem Zoom-Meeting, schonen Ihre Nerven und alle Teilnehmer*innen sind von Anfang an konzentriert bei der Sache.

Ich wünsche Ihnen viel Erfolg und bleiben Sie gesund!
Ihre Astrid Fiedler

PS: In meinem nächsten Artikel schreibe ich über die Vorbereitungen, die Sie direkt vor einem Online-Meeting treffen sollten.

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