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Archive for the ‘Peinliche Situationen’ Category

Liebe Leserin, lieber Leser,

in den letzten Wochen bekam ich viele Rückmeldungen zu meinem letzten Artikel Knigge für Krankenhauspersonal und es erreichte mich die Bitte nach einer Fortsetzung für Krankenhausbesucher.

Die 10 wichtigsten Tipps für Besucher im Krankenhaus habe ich gleich für Sie zusammengestellt.

  1. Bedenken Sie in jedem Fall vor dem Besuch, dass es Hygienevorschriften gibt und gehen Sie in sauberer Kleidung mit gewaschenen Händen ins Krankenhaus.
  2. Sie möchten etwas schenken? Blumen sind schön, aber der Geruch könnte den Patienten stören, außerdem sammeln sich im Blumenwasser Keime. Greifen Sie auf geruchlose kleine Deko zurück, schenken Sie leicht lesbare Literatur, einen schönen Gutschein für danach, ein Hörbuch oder ein Kreuzworträtselheft, wenn der Patient das mag. Schenken Sie essbare Kleinigkeiten nur, wenn sie nicht gegen die Genesung sprechen.
  3. Auch wenn Sie wissen, wo der Patient liegt, melden Sie sich beim Pflegepersonal an und kündigen Sie Ihren Besuch -besonders wenn Sie nicht zum engsten Freundes- oder Familienkreis gehören- auch beim Patienten an.
  4. Besuchen Sie den Patienten lieber alleine als mit mehreren Personen, besonders wenn es ihm schlecht geht.
  5. Klopfen Sie an die Tür und warten Sie das „Herein“ ab, bevor Sie den Raum betreten. Grüßen Sie auch die Mitpatienten und stellen Sie sich vor, wenn Sie häufiger kommen.
  6. Desinfizieren Sie sich auf jeden Fall die Hände, bevor Sie zum Patienten gehen. Hygiene-Spender sollte es in jedem Patientenzimmer geben.
  7. Setzen Sie sich bitte nicht auf das Bett, besonders nicht nach Operation.
  8. Gehen Sie mit Feingefühl auf den Patienten zu und beachten Sie das Distanzbedürfnis des Patienten, es ist ganz sicher anders als im gesunden Zustand.
  9. Tragen Sie mit positiven Gesprächen zur Gesundung des Patienten bei und unterhalten Sie sich in gemäßigtem Ton, besonders wenn es Mitpatienten gibt
  10. Die Dauer des Besuches sollten Sie mit dem Patienten abstimmen und auch davon abhängig machen, ob weitere Patienten im Zimmer liegen.

Und noch ein nachgeschobener Punkt, auf Anregung einer Leserin: Fragen Sie unbedingt: Wie geht es Dir heute? und seien Sie wirklich an der Antwort interessiert!

In meinem nächsten Artikel schreibe ich über Kniggeregeln für Patienten.

Ich wünsche Ihnen bis dahin alles Gute.

Herzlichst, Ihre Astrid Fiedler

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Liebe Leserin, lieber Leser,

vor einigen Tagen beklagte sich eine Kundin bei mir über die schlechten Zustände in einem Krankenhaus. Ihr Vater lag nach einem Schlaganfall relativ hilflos auf einer internistischen Station.Foto Paulwip_pixelio.de

Sie fragte mich, ob es denn dort gar keine Knigge-Regeln für Krankenhauspersonal gäbe und klagte mir ihr Leid: Ein großes Schild in der Notaufnahme weist darauf hin, dass man im Warteraum Platz nehmen soll. Es folgten lange Wartezeiten und die Aufnahmeprozedur zog sich über Stunden hin. Ärzte und Pflegepersonal waren kaum zu sehen und wenn ja, dann sehr kurz angebunden. Meine Kundin bekam keine erklärenden Auskünfte, sondern nur knappe Anweisungen.

Als Patient oder Besucher fühlt man sich da schon sehr hilflos und verlassen.

Bei allem Verständnis für das Personal:
Jeder weiß, es gibt einen Pflegenotstand und die Arbeitsbedingungen lassen oft zu wünschen übrig, aber wenn Patienten und Begleiter Orientierung und freundliche Hilfestellung erhalten, ist schon viel gewonnen.
Wie könnte das Personal helfen?

Geben Sie Orientierung

  • Schauen Sie ab und zu in den Wartebereich und geben Sie freundlich Bescheid, wie der Stand der Dinge ist: Es dauert noch ungefähr… Bitte seien Sie unbesorgt, wenn es etwas länger dauert, es ist grad viel zu tun.
  • Wenn Sie die Patienten aufrufen oder abholen, nennen Sie Ihren Namen.

Nehmen Sie Rücksicht auf die Privatsphäre der Patienten, soweit es geht

  • Klopfen Sie an, wenn Sie das Zimmer der Patienten betreten.
  • Kommentieren Sie, was Sie tun. Ich möchte Ihnen jetzt die Elektroden abnehmen, dafür muss ich kurz die Decke und das Hemd anheben.

Das Thema ist noch lange nicht ausgeschöpft und bei Gelegenheit werde ich mehr dazu schreiben.

Schreiben Sie mir Ihre Erlebnisse – gerne auch die positiven.

Herzlichst, Ihre Astrid Fiedler

Foto:

Krankenhausflur:  Paulwip-pixelio.de

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