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Archive for the ‘Knigge’ Category

Der Tod eines Menschen konfrontiert uns mit vielen Fragen.
Zum Beispiel auch mit der Frage: Wie verhalte ich mich in diesem Trauerfall den engsten Angehörigen, Kollegen oder Freunden gegenüber angemessen. 

Beispiele für Trauerfälle, die uns im Alltag begegnen können, gibt es viele.

  • Vielleicht ist in Ihrer Firma der Ehemann einer Angestellten verstorben.
  • Vielleicht ist Ihre Nachbarin gestorben und Sie müssen dem Ehemann kondolieren.
  • Vielleicht ist ein Kind aus dem Bekanntenkreis tödlich verunglückt.
  • Auch der Tod eines Kollegen ist denkbar und braucht unbedingt Beachtung.

Mein Tipp: Reagieren Sie immer sofort!
Ein Trauerfall hinterlässt immer erstmal eine große Lücke. Angehörige von Verstorbenen fühlen sich oft sehr allein gelassen, besonders wenn sich Verwandte, Kollegen oder Freunde aus Scham oder Unsicherheit zurückziehen. Doch ist der Kontakt zu Freunden sehr wichtig, um den Verlust zu bewältigen.

Wenn Sie sich fragen: Wie erleichtere ich dem/den Angehörigen die Situation? Oder: Was kann ich tun, damit sich dieser Mensch nicht so unglaublich verlassen fühlt? Dann fällt Ihnen ganz sicher etwas ein.

Erhalten Sie die Nachricht vom Trauerfall auf persönlichem Wege, dann drücken Sie sofort Ihre Gefühle und Ihr Mitgefühl aus. Vielleicht mögen Sie noch hinzufügen, an welche positiven Erlebnisse mit dem Verstorbenen Sie sich gerne erinnern. Bieten Sie Hilfe an, wenn es Ihnen möglich ist. Manchmal ist eine stille Umarmung angemessen, manchmal ein offenes Ohr. Seien Sie achtsam dafür, was Ihr Gegenüber braucht und überfordern Sie sich selbst nicht. Seien Sie auch achtsam dafür, wann der Moment gekommen ist, dass Sie sich verabschieden.

Erhalten Sie die Todesnachricht per Post, dann schreiben Sie auf einer schönen Karte oder auf schönem Briefpapier Ihre Gefühle nieder und reichern Sie diese mit tröstenden Worten an.

Wenn es einen Trauerfall im Unternehmen gibt, dann sollten Sie als Inhaber, Geschäftsführer oder Abteilungsleiter nicht die Augen vor der Trauer der Kollegen verschließen. Führen Sie unbedingt Gespräche und vielleicht vereinbaren Sie auch ein Trauerritual mit einem freien Trauerredner.

Wenn es einen Trauerfall in Ihrer Sportgrupppe, im Gesangsverein oder einer anderen Gruppe gibt, kann ein gemeinsames Abschiedsritual ebenso hilfreich sein. Eine Trauerbegleiterin kann helfen.

Alle guten Wünsche für Sie, Ihre
Astrid Fiedler

 

 

 

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Liebe Leserin und lieber Leser,

wie geht es Ihnen, wenn Sie an die Weihnachtsfeier in Ihrem Unternehmen denken?
Graust Ihnen vor der Weihnachtsfeier mit dem notwendigen Smalltalk?
Oder freuen Sie sich darauf, Ihre Kollegen besser kennen zu lernen und gemeinsam zu feiern? weihnachtsfeier-im-unternehmen

Sie können sich freuen, denn die Feier darf gerne lustig werden.
Doch sollten Sie sich auch bei der Weihnachtsfeier im Unternehmen an einige Benimmregeln halten.
So macht sie allen Teilnehmern Spaß und Sie können sich auch danach noch ohne Schamesröte bei Ihren Kollegen blicken lassen.
Damit Sie sicher durch die Feiertage kommen, lesen Sie gleich meine

7 Tipps für Weihnachtsfeiern in Unternehmen

  1. Feier mit Gästen 
    Sie dürfen Ihren Partner oder Ihre Partnerin zur Weihnachtsfeier mitbringen?
    Dann stellen Sie Ihre Begleitung gleich bei der Ankunft den Kollegen und Ihrem Chef vor.
  2. Sie arbeiten in einem großen Unternehmen und kennen nicht alle Mitarbeiter?
    Stellen Sie sich einfach vor, wenn Sie mit jemandem ins Gespräch gehen. Erzählen Sie, wo Sie arbeiten und was Sie machen. Geben Sie Ihrem Gegenüber ebenfalls Gelegenheit sich vorzustellen, das schafft eine entspannte Atmosphäre.
  3. Vermeiden Sie zu viel Alkohol
    Vermutlich wird auch in Ihrem Unternehmen während der Weihnachtsfeier Alkohol angeboten. Achten Sie auf sich, wie viel Sie sich davon gönnen wollen. Letztendlich handelt es sich um eine Unternehmensveranstaltung!
  4. Wahren Sie Distanz und seien Sie trotzdem höflich
    Gehen Sie so mit Ihren Kollegen um, wie Sie es auch sonst tun, andernfalls wirken Sie vielleicht unhöflich oder aufdringlich. Sprechen Sie doch auch mal mit Kollegen, mit denen Sie sich sonst nicht so gerne unterhalten. Vielleicht entsteht durch die entspannte Atmosphäre eine nette Unterhaltung. Diese Stimmung werden Sie mit in den Arbeitsalltag nehmen.
  5. Vermeiden Sie sexuellen Andeutungen
    Feierlaune verleitet dazu, Kolleginnen und Kollegen anzusprechen, die man attraktiv findet. Wenn noch Alkohol ins Spiel kommt, verwischen die inneren Grenzen bei Ihnen und vielleicht auch beim Gegenüber. Peinliche Situationen sind vorprogrammiert!
  6. Finger weg von verheirateten Kollegen
    Ihr Kollege ist verheiratet, aber Sie haben schon lange ein Auge auf Ihn geworfen? Lassen Sie gerade jetzt die Finger von ihm. Wenn Alkohol im Spiel ist, werden Sie Ihre Grenzen vielleicht nicht mehr so gut wahrnehmen. Und: Die meisten Menschen bereuen ihre Ausrutscher hinterher sehr.
  7. Unterhaltung mit dem Chef
    Während einer Unterhaltung sprechen Sie gerne auch über private Themen, wenn Sie möchten. Hobbies oder Urlaube sind unverfängliche Themen. Fragen Sie auch ruhig nach, welche Urlaubsorte oder Tätigkeiten Ihr Chef bevorzugt. Ansonsten eignet sich natürlich die Weihnachtsfeier selbst als Thema.
  8. Tischmanieren sind das A und O
    Halten Sie sich an die gängigen Manieren bei Tisch. Gute Manieren sorgen dafür, dass Sie sich auch nach der Feier noch blicken lassen können.

Nun wünsche ich Ihnen ein tolles Weihnachtsfest in Ihrem Unternehmen und wenn Sie  noch nicht wissen, was Sie anziehen sollen, dann lesen Sie hier gleich weiter. Die richtige Kleidung bei der Weihnachtsfeier.

Ich wünsche Ihnen einen entspannten Dezember und eine gute Zeit.
Herzliche Grüße, Ihre Astrid Fiedler

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Sehr geehrte Leserinnen und Leser,

heute erhielt ich eine interessante Anfrage zum Thema Frühstücksbuffet im Hotel.
Die Frage war, ob man beim gemeinsamen Frühstück im Hotel auch für seine Tischnachbarn etwas vom Hotel-Buffet mitbringen darf, mit der Meinung „dass jeder sein eigenes Essen holen sollte“. Zudem ging es darum, dass sich bestimmte Menschen „am Tisch ein eigenes Buffet aufbauen, wobei die Hälfte dann stehen bleibt.“

Lesen Sie hier meine  Meinung und schreiben Sie mir gerne, was Sie dazu denken.

Rücksichtsloses Verhalten am Frühstücksbuffet

Sehr geehrter Herr Sch.,

ganz herzlichen Dank für Ihre interessante Frage.
Ich bin durchaus Ihrer Meinung, dass man sich nur so viel vom Hotel-Buffet holen sollte, wie man auch essen mag. Wer sich die Teller übervoll lädt, sogar ein eigenes kleines Tischbuffet aufbaut und davon die Hälfte stehen lässt, der verhält sich in meinen Augen nicht nur stillos, sondern vor allem auch rücksichtslos.
Rücksichtslos dem Hotel gegenüber, dass alle Reste entsorgen muss, weil es nichts mehr verwenden darf, was einmal auf dem Tisch gestanden hat.
Rücksichtslos anderen Hotelgästen gegenüber, die in Zukunft ganz sicher die Zeche dafür bezahlen werden, weil die Kosten des Frühstücks steigen müssen.
Und ich gehe da gerne noch einen Schritt weiter: Ich empfinde so ein Verhalten als Verschwendung und Rücksichtslosigkeit gegenüber den Ressourcen unserer Welt.

Rücksichtsvolles Verhalten am Frühstücksbuffet

Ihre Ansicht, dass man seinem Tischnachbarn nichts vom Buffet mitbringen solle, mag ich jedoch nicht teilen, denn sofern es sich um Kleinigkeiten handelt und die Person alles stilvoll zum Tisch tragen kann, spricht nichts dagegen.

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Ist es nicht viel angenehmer, wenn alle ruhiger und entspannter essen können,  weil nicht jeder wegen einer Kleinigkeit aufstehen und zum Buffet laufen muss, um sich anschließend mit dieser Kleinigkeit wieder am Tisch einzufinden?

Die Welt braucht Menschen mit Herz, und ganz sicher fördert diese kleine Hilfsbereitschaft ein angenehmes Miteinander.

 

Ich hoffe, ich konnte zur Klärung beitragen und sende herzliche Grüße
Ihre Astrid Fiedler

Liebe Leserinnen und Leser, wie denken Sie darüber?
Ihre Meinung interessiert mich.

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Liebe Leserin und lieber Leser,
neulich wurde ich von einem großen Hamburger Beratungsunternehmen eingeladen, um mögliche Vortragsthemen abzusprechen.

Die Damen am Empfang waren sehr freundlich, aufmerksam und höflich.
Schon beim Eintreten wurde ich freundlich begrüßt. Eine der Damen nahm meinen Mantel entgegen und bat mich, kurz vorauszugehen, um in der Empfangsecke Platz zu nehmen. Sie bot mir etwas zu trinken an und plauderte kurz mit mir, es würde nur noch etwa fünf Minuten dauern, bis mein Ansprechpartner käme.

Aus meiner Sicht hatten beide Damen sehr gute Umgangsformen.

Nach etwa fünf Minuten wurde ich von einer der Damen gebeten, ihr ins Büro der Geschäftsführung zu folgen. Doch statt vorauszugehen und mir den Weg zu weisen, bat sie mich vorauszugehen, was gleich an der ersten Tür zu Irritationen führte, weil sie mir unbedingt die Tür öffnen wollte, aber ja hinter mir ging oder stand.
So schlängelte sie sich an mir vorbei …
Bei der dritten Tür hatten wir uns dann glücklich eingespielt.

Tür zum Gegenüber Fiedler

Nach einem netten Gespräch mit dem Geschäftsführer und einem Auftrag in der Tasche brachte dieser mich wieder zum Fahrstuhl, verbunden mit der Bitte vorauszugehen 

Vielleicht haben Sie ähnliche Situationen auch schon erlebt.
Da möchte jemand richtig höflich sein, spielt aber nach anderen Regeln als Sie und plötzlich gibt es Irritationen oder Verunsicherungen.
Glauben Sie mir, wir stehen immer auch auf der anderen Seite 😉

Deshalb mein Tipp: Überprüfen Sie Ihre eigenen Spielregeln immer wieder dahingehend, ob sie sinnvoll sind. Ist es sinnvoll, dass die Person, die den Weg kennt, vorausgeht oder den Weg weist?
Ja, denn diese Person weiß in der Regel auch, wo sich der Knopf für den Fahrstuhl befindet, ob sich die Türen nach innen oder außen öffnen und ob es nach links oder rechts geht.
In Unternehmen sind das die Angestellten oder der Inhaber.
Im Wohnhaus sind das die Personen, die dort wohnen.
Im Restaurant ist es das Servicepersonal, oder die Person, die eingeladen hat.

Das gibt Gästen oder Besuchern, die sich nicht auskennen, Sicherheit und Orientierung.

Es ist alles ganz einfach – jedenfalls, wenn wir alle nach den gleichen Regeln spielen.
Mein zweiter Tipp: Da es immer wieder Unterschiede gibt, nutzen Sie unterschiedliche Spielregeln doch mal als Einstieg in einen Smalltalk, das wird sicher spannend.
Ich wünsche Ihnen viel Spaß dabei.

Herzliche Grüße
Astrid Fiedler

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Sehr geehrte Leserin und sehr geehrter Leser,

wie leicht oder schwer fällt es Ihnen, etwas zu reklamieren?
Bei einer berechtigten Reklamation dürfen Sie in jedem Hotel freundliches Verhalten des Hotel-Personals erwarten. Bei einer hochpreisigen Übernachtung dürfen Sie sich in der Regel sogar über einen besonders aufmerksamen Service freuen.

Ob Sie den Aufenthalt im Hotel dann als Genuss empfinden, das hängt jedoch von Ihnen ab und wird sich maßgeblich im Verhalten des Personals und anderer Gäste spiegeln. Aus meiner Sicht sind das interessante Wechselwirkungen, die ich gerne an einem Beispiel aufzeige.

Seit einigen Jahren biete ich mit einer anderen Trainerin im deutschsprachigen Raum Trainings für Unternehmen an.

 

 

Dafür übernachten wir meist in hochpreisigen Hotels.
Ich bin immer sehr dankbar für den Luxus und genieße ihn sehr.
Meine Kollegin jedoch hat immer etwas zu bemängeln und zu reklamieren.
Oft weist sie schon beim Einchecken darauf hin, dass sie bestimmte Dinge so und nicht anders will und dass es ja beim letzten Mal schon so viele Probleme gab.
„Hach, ich weiß, dass dies und jenes nicht klappen wird…“

Sie projiziert Erlebnisse und Ergebnisse in die Zukunft und findet ganz sicher einen Grund zur Reklamation. Ob es das Zimmer ist, das nicht in der richtigen Etage ist, die Klimaanlage, die angeblich nicht funktioniert, die Geräusche von Flur oder Straße, die durch das Hotelzimmerfenster lärmen, der Fahrstuhl drei Zimmer weiter,  der Seminarraum zu dunkel oder zu klein, uswusf.

 

 


Ich habe noch keinen Aufenthalt erlebt, an dem sie sich nicht beschwerte.

Anfangs fand ich ihr Verhalten interessant, zudem interessierte es mich, ob sie immer bekam, was sie wollte. Auch die Reaktionen des Hotelpersonals waren aus meiner Sicht als Knigge- Trainerin interessant.
Ob meine Kollegin immer das bekam, was sie sich wünschte? Das lesen Sie später.
Vorerst habe ich Ihnen einige Tipps zusammengeschrieben.

Vier Tipps, die bei Reklamationen im Hotel helfen.

Tipp 1
Ein entspanntes Lächeln wird in jedem Land verstanden und wenn Sie ein höfliches Bitte und Danke in der Landessprache beherrschen und das Hotelpersonal stets mit Respekt behandeln, dann tragen Sie bereits sehr zu einem entspannten Aufenthalt und einer gelungenen Reklamation im Hotel bei.

Tipp 2
Wenn es etwas zu reklamieren gibt, dann machen Sie das in freundlichem Ton und bleiben Sie sachlich und geduldig. Sehr selten hat die Person, die vor Ihnen steht direkt mit der Sache zu tun: Die Servicekraft hat nichts mit dem verkochten Essen und der Portier nichts mit unsauberer Bettwäsche zu tun, aber alle im Hotel werden bemüht sein Ihnen zu helfen.

Tipp 3
Gegen die Geräusche auf der Straße wird man nichts tun können, auch nicht gegen das Geläut der Kirchenglocke. Wenn aber die Klimaanlage defekt oder falsch eingestellt ist, dann kann das Hotelpersonal Ihnen sicher helfen und das dürfen Sie auch erwarten. Reklamieren Sie beharrlich und freundlich, bis eine zufriedenstellende Lösung gefunden wurde.

Tipp 4
Wenn das Personal auf Ihre berechtigte Reklamation mit den Worten „Da kann ich jetzt gar nichts machen“ reagiert und Sie merken ein „da will ich jetzt nix machen„, dann hilft meist der Satz “Frau/Herr Sowieso, ich bin ganz sicher, dass Sie mir helfen können, schließlich sind wir im besten Hotel der Stadt, oder?“ Dann bleiben Sie fest wie Fels in der Brandung dort stehen, wo Sie stehen, bis der Fall bearbeitet wurde!

Und jetzt kommt noch die Antwort auf die Frage, ob meine Kollegin immer bekommt,
was sie sich wünscht. Natürlich nicht! Bisher wurde nur bei berechtigter Kritik der Schaden behoben.

Die riesige Obstschale, Süßigkeiten oder eine Sektflasche stehen übrigens nach jedem Seminar in meinem Zimmer und das schönere Zimmer wird auch immer mir zugewiesen – behauptet jedenfalls meine Kollegin.

 

 


Ob das  Zufälle sind? Oder ob diese Vergünstigungen mit meinem entspannten und freundlichen Umgang mit dem Personal zu tun haben?
Egal! Ich möchte das Schöne im Leben sehen und die Aufenthalte in tollen Hotels genießen. Offensichtlich gibt es dann weniger Gründe etwas zu reklamieren.

Lassen Sie es sich gut gehen. Ich wünsche Ihnen einen tollen Aufenthalt im Hotel.

Herzlichst
Astrid Fiedler

PS: Schreiben Sie gerne in die Kommentarfunktion Ihre Erfahrungen oder Fragen, ich freue mich auf einen anregenden Austausch

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Liebe Leserin, lieber Leser,

vor einigen Wochen gab ich einen Knigge-Workshop für ein Hamburger Beratungsunternehmen.
Besprechungen mit Kunden und Kollegen sind in diesem Unternehmen an der Tagesordnung und perfekte Umgangsformen sind der Unternehmensleitung sehr wichtig.
Damit tauchen natürlich auch viele Fragen zum korrekten Umgang und zu aktuellen Kniggeregeln auf. Besonders knifflige Situationen haben wir miteinander diskutiert und im Rollenspiel stimmige Verhaltensregeln erarbeitet.

Eine Teilnehmerin in dem Knigge-Workshop beschrieb folgende Situation
Neulich saß ich mit einer Kollegin und einer Kundin im Besprechungsraum.
Dort warteten wir auf einen weiteren Kollegen, den die Kundin noch nicht kannte.
Als der Kollege zur Tür herein kam, war ich plötzlich unsicher, wie ich mich richtig verhalte. Sollte ich sitzen bleiben oder aufstehen, um den Kollegen vorzustellen?

Leider gibt es keine allgemeine Regel, denn eine formvollendete Begrüßung hängt von vielen Faktoren ab. Z.B. davon, ob Sie den Kollegen bereits begrüßt haben oder wie die Räumlichkeiten sind. Begrüßen Sie sich üblicherweise per Handschlag oder nicht?

In diesem Knigge-Workshop kam heraus, dass sich die Kollegen morgens per Handschlag begrüßten und die Teilnehmerin ihren Kollegen an dem Tag noch nicht gesehen hatte.
Die Räumlichkeiten gaben es her, dass genug Platz war,
ohne die Kundin zu stören oder zu behindern.

Gesprächssalon Gruppe 1

So stellen Sie Ihren Kollegen richtig vor.

  • Zeigen Sie Wertschätzung und Respekt und stehen Sie zur Begrüßung auf.
  • Gehen Sie auf Ihren Kollegen zu und geben Sie ihm die Hand.
  • Wenden Sie sich dann dem Kunden zu und machen Sie die beiden Personen miteinander bekannt. „Herr Kunde, kennen Sie schon meinen Kollegen Herrn Müller, er ist für das Marketing zuständig“. „Herr Müller, dass ist Herr Kunde. Er interessiert sich für unsere Produkte“.

Sollte es zu eng sein oder Sie stören Ihren Kunden, wenn Sie aufstehen, dann bleiben Sie sitzen und kommentieren Ihr Verhalten.

In diesem Knigge-Workshop haben wir ein für das Unternehmen passendes Vorgehen entwickelt. Lesen Sie hier:
„Guten Morgen Herr Müller. Bitte entschuldigen Sie, dass ich sitzen bleibe.
Herr Kunde, kennen Sie schon meinen Kollegen Herrn Müller, er ist für das Marketing zuständig“. „Herr Müller, dass ist Herr Kunde. Er interessiert sich für unsere Produkte“.

Es ist ganz einfach, oder?
Wenn Sie eine Frage zu einer kniffligen Situation haben, dann schreiben Sie mir.
Helfen Sie gerne auch anderen Menschen und teilen Sie diesen Beitrag in Ihre Netzwerke.

Ich wünsche Ihnen eine gute Zeit.
Ihre Kniggeexpertin Astrid Fiedler

Sie möchten einen Knigge-Workshop buchen?
Rufen Sie mich einfach an.

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Liebe Leserin, lieber Leser,

„Siezen oder Duzen?“ – diese Frage beschäftigt Mitarbeiter in den unterschiedlichsten Unternehmen immer wieder. Auch ich werde in meinen Business-Workshops regelmäßig angesprochen, ob es hierzu Knigge-Regeln gibt, die den Umgang mit diesem Thema erleichtern.

Zum Siezen und Duzen im Business gibt es tatsächlich einige Knigge-Tipps.

Geschäftsleute machen Pause im Café

  1. Sie können sich an der Firmenphilosophie orientieren.
    Sie gibt vor, ob sich die Belegschaft duzt oder siezt.
    In Werbeagenturen ist das Duzen üblich, im Bankwesen eher nicht.
    Viele internationale Unternehmen zelebrieren die Duz-Kultur durch alle Hierarchieebenen. Ich habe auch Firmen kennengelernt, in denen sich alle – vom Azubi bis zum Geschäftsführer – mit dem Vornamen angesprochen haben, aber beim respektvollen „Sie“ geblieben sind.
  2. Sie können sich an der Hierarchie ordnung orientieren. Der Vorgesetzte oder der Dienstältere bietet das „Du“ an. Und natürlich ist der Kunde König. Sie sind Dienstleister? Dann warten Sie, bis der Kunde Ihnen das Du anbietet.
  3. Manchmal passt das Siezen nicht mehr, wenn beispielsweise ein Team schon lange Hand in Hand arbeitet und sich gut versteht. Dann kann man die Frage nach dem Du einleiten mit: „Wir arbeiten nun schon fünf Jahre eng zusammen. Was ich mich frage….“
  4. Manchmal rutscht einem das „Du“ häufiger heraus, dann können Sie ein Duzangebot so einleiten: „Nun duze ich dich schon zum 10. Mal. Meinst du, wir könnten uns …“
  5. Oder ein neuer Mitarbeiter kommt in ein Team, in dem sich alle duzen. Dann gilt das „Du“ auch als Anerkennung der Teamzugehörigkeit und sollte bei passender Gelegenheit angeboten werden.

Gehen Sie beim Anbieten des „Du“ im Büro mit Fingerspitzengefühl vor. Prüfen Sie vorher, ob Ihr Kollege oder Mitarbeiter eine ähnliche Einstellung hat und ob das vertrauliche Duzen in das Unternehmen passt.

Und wenn Ihnen selbst das „Du“ angeboten wird und Sie dies gar nicht möchten?
Dies passiert zum Beispiel gern in der lockeren Atmosphäre einer Betriebsfeier oder bei einem Seminar. Wenn Sie sich bei dem Gedanken an das Duzen unwohl fühlen, da es im Berufsalltag nicht passt, dann lehnen Sie höflich und wertschätzend ab. Sagen Sie, dass sie sich geehrt fühlen, aber es beim Siezen belassen möchten. Ansonsten kommt es spätestens am nächsten Arbeitstag im Büro zu peinlichen Momenten. Denn wo keine Nähe ist, wird sie auch nicht über die Anrede hergestellt.

Doch egal, ob Sie sich mit Ihren Kollegen duzen oder siezen, am wichtigsten ist immer der wertschätzende Umgang im Berufsalltag!

Ich wünsche Ihnen ein respektvolles Miteinander,
Ihre Astrid Fiedler

Im nächsten Monat lesen Sie an dieser Stelle, passend zu meinen Hochzeitsreden: Was anziehen zur Hochzeit?

 

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