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Archive for the ‘Ausstrahlung’ Category

Liebe Leserin, lieber Leser,

kürzlich gab ich einen Workshop für Baustellenleiter zum Thema Umgangsformen mit Kunden und Angestellten.
Während des Verlaufs wurde bald deutlich, dass es sich die Teilnehmer mit bewusst gewählten Worten deutlich einfacher machen könnten. So schob ich eine Sequenz zur Macht der Sprache ein.
Dieses Wissen unterstützt auch mich täglich, meinen eigenen Worten zu lauschen und sie nach und nach zu verändern. Für die Baustellenleiter war dieses Thema ganz neu und besonders erhellend. Und vielleicht finden auch Sie es interessant.

Sicher kennen Sie den Satz: Das ist kein Problem.
Viele Menschen benutzen ihn in den unterschiedlichsten Situationen.
Neulich an der Supermarktkasse tönte mir kein Problem entgegen, als ich beim Geldgeben sagte, ich habe es passend.
Huch dachte ich, da gehört ein anderes Wort hin.

Und wenn Sie den Satz genau anschauen, dann fällt Ihnen sicher auch auf, dass er gleich zwei negative Formulierungen birgt, nämlich „kein“ und „Problem“.
Glauben Sie mir, eine positive Sprache, die aus „Problemen“ „Herausforderungen“ macht und aus einer negativen Formulierung eine positive Formulierung, fühlt sich besser an.

Ich stellte meinen Teilnehmer folgende Aufgabe:
Stellen Sie sich vor, Sie werden gebeten heute noch etwas zu erledigen. Sie wissen, heute klappt es nicht mehr, aber morgen früh hätten Sie Zeit. Was sagen Sie?
Heute wird das nichts mehr, war die Antwort.

Haben Sie eine andere Idee?Workshop Sprache
Uns gefiel die positive Formulierung Ich kümmere mich gleich morgen früh darum.

Spüren Sie doch einmal in sich hinein, wie es sich anfühlt, wenn Sie sich mehrmals sagen

  • Heute wird das nichts mehr. 
  • Alternativ: Ich kümmere mich gleich morgen früh darum.

Oder

  • Ich muss heute noch so viel arbeiten.
  • Alternativ: Ich arbeite und schaffe heute viel.

Wenn Sie genau hinhören und –spüren, verändert sich mit der positiven Formulierung nicht nur die Sprache, sondern auch Ihre innere Haltung.
Denn positive Formulierungen wirken sich nicht nur auf Ihr Gegenüber, sondern auch auf Sie aus.
Vielleicht haben Sie Lust sich selbst zu beobachten, wie oft Sie Worte wie „müssen“, „nicht“, „kein“, „aber“ benutzen und streichen diese Worte nach und nach aus Ihrem Wortschatz, wenn sie nicht angemessen sind.

Ich wünsche Ihnen viel Spaß beim Ausprobieren und einen schönen November.

Ihre
Astrid Fiedler

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Liebe Leserin, lieber Leser,

in meinem letzten Workshop ging es um den ersten Eindruck und das souveräne Auftreten.
Nun ja, souveränes Auftreten kann man erklären, besser ist es, wenn man wahrnimmt, wie es geht.

Wissen Sie, wie es geht?

Meine Teilnehmer machten einen Versuch.
Denn nur im Tun und Erleben werden wir uns selbst bewusst.
Wir erkennen, was wir selbst so verändern können, dass es zu uns passt.

Die Aufgabe war, den Seminarraum als Neuankömmling zu betreten, einfach so, wie man es immer macht. Anschließend gaben einige Teilnehmer/innen aus der Gruppe Rückmeldung zum Gesamtauftritt, aber auch zu Blickkontakt, Stimme und Körpersprache. Diese Rückmeldung von den anderen, aber auch das Beobachten, hilft sich seiner selbst bewusster zu werden.

Es war erstaunlich zu sehen, wie unterschiedlich jeder Mensch einen Raum betritt und wie dieser Auftritt von den anderen Personen wahrgenommen wird. Jede noch so kleine Unsicherheit wird registriert, aber auch jede souveräne Geste.

Und das ist unsere Auswertung:

Als sympathisch wurden von allen Teilnehmern der Blickkontakt, eine offene Körpersprache, das Eintreten mit angemessener Begrüßung und ein Lächeln gewertet. Aber auch ganz leichte Unsicherheiten, wie kurzes Schulterzucken oder kurzes nach unten blicken, wirkten auf die meisten sympathisch.

Unsympathisch wirkten Personen, die zu laut grüßten, die umfangreich erklärten, warum sie zu spät gekommen sind. Personen, die einfach zu viel Raum einnehmen.

Unsicher wirkte, wer hilflos mit den Schultern zuckte, keinen Blickkontakt aufnahm, nicht grüßte, schnell seinen Mantel an den Haken hängte und sich dann mit dem Blick auf seinen Stuhl konzentrierte.
Leider laden Unsicherheit und Selbstzweifel andere zu Respektlosigkeiten und Statusspielen ein.

Und was wirkt souverän?
Da gibt es viele Facetten. Hier die Wichtigsten:

Bevor Sie einen Raum betreten verschaffen Sie sich einen kurzen Überblick:
Hat der Workshop, das Seminar oder die Feier schon begonnen?
Wer und wo ist die Dozentin, der Meetingleiter, die Gastgeberin?
Wie agieren die anderen Teilnehmer?
Alternativ: Wer ist in dem Raum womit beschäftigt und werden Sie wahrgenommen?
Passen Sie Ihr Auftreten den Gegebenheiten an!

Die Stimme

Wenn Sie einen Raum betreten, grüßen Sie in einer Lautstärke, die zur Situation passt. Bei kleinen Runden nennen Sie Ihren Namen und nehmen dann Platz, ggf. warten Sie bis man Ihnen einen Patz anbietet.
Kommen Sie zu spät und die Gruppe arbeitet bereits, dann grüßen Sie die Dozentin, den Dozenten, Meetingleiter o.ä. und nehmen Platz. Kommentieren Sie Ihr Zuspätkommen nicht, auch um Entschuldigung brauchen Sie hier nicht zu bitten. Es spielt keine Rolle und nimmt nur Energie aus der Gruppe.
Alternativ: Wenn Sie zu einem Essen eingeladen wurden, dann signalisieren Sie dem Gastgeber, dass es Ihnen leid tut, dass Sie zu spät dran sind.

Die Körpersprache

Halten Sie den Kopf gerade und nehmen Sie Blickkontakt auf. Wenn Sie pünktlich sind, blicken Sie freundlich in die Runde. Wenn Sie mögen oder es üblich ist und nur wenige Menschen in dem Raum sind, begrüßen Sie mit Handschlag. Sind Sie zu spät dran, nehmen Sie nur Blickkontakt zum Seminarleiter o.a. auf.
Die Schultern sollten dabei locker, der Rücken gerade sein, die Arme leicht neben dem Körper schwingen.
Die Füße stehen schulterbreit oder Sie gehen festen ruhigen Schrittes.
Setzen Sie sich anschließend aufrecht und mittig auf den Stuhl.

Ein selbstbewusstes und souveränes Auftreten erleichtert den zwischenmenschlichen Umgang und lässt sich antrainieren. Meines Erachtens ist es wichtig, dass das Auftreten einer inneren Ausrichtung und Haltung folgt, das ist Arbeit, die sich wirklich lohnt.

Was meinen Sie, haben wir an alles gedacht?

Ich wünsche Ihnen viel Erfolg bei Ihrem souveränen Auftritt und bin bei Bedarf gerne für Sie da.

Herzlichst Ihre Astrid Fiedler

Autorin: Astrid Fiedler IMAGEKONKRET

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