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Archive for the ‘Allgemein’ Category

Liebe Leserin und lieber Leser,

wie geht es Ihnen, wenn Sie an die Weihnachtsfeier in Ihrem Unternehmen denken?
Graust Ihnen vor der Weihnachtsfeier mit dem notwendigen Smalltalk?
Oder freuen Sie sich darauf, Ihre Kollegen besser kennen zu lernen und gemeinsam zu feiern? weihnachtsfeier-im-unternehmen

Sie können sich freuen, denn die Feier darf gerne lustig werden.
Doch sollten Sie sich auch bei der Weihnachtsfeier im Unternehmen an einige Benimmregeln halten.
So macht sie allen Teilnehmern Spaß und Sie können sich auch danach noch ohne Schamesröte bei Ihren Kollegen blicken lassen.
Damit Sie sicher durch die Feiertage kommen, lesen Sie gleich meine

7 Tipps für Weihnachtsfeiern in Unternehmen

  1. Feier mit Gästen 
    Sie dürfen Ihren Partner oder Ihre Partnerin zur Weihnachtsfeier mitbringen?
    Dann stellen Sie Ihre Begleitung gleich bei der Ankunft den Kollegen und Ihrem Chef vor.
  2. Sie arbeiten in einem großen Unternehmen und kennen nicht alle Mitarbeiter?
    Stellen Sie sich einfach vor, wenn Sie mit jemandem ins Gespräch gehen. Erzählen Sie, wo Sie arbeiten und was Sie machen. Geben Sie Ihrem Gegenüber ebenfalls Gelegenheit sich vorzustellen, das schafft eine entspannte Atmosphäre.
  3. Vermeiden Sie zu viel Alkohol
    Vermutlich wird auch in Ihrem Unternehmen während der Weihnachtsfeier Alkohol angeboten. Achten Sie auf sich, wie viel Sie sich davon gönnen wollen. Letztendlich handelt es sich um eine Unternehmensveranstaltung!
  4. Wahren Sie Distanz und seien Sie trotzdem höflich
    Gehen Sie so mit Ihren Kollegen um, wie Sie es auch sonst tun, andernfalls wirken Sie vielleicht unhöflich oder aufdringlich. Sprechen Sie doch auch mal mit Kollegen, mit denen Sie sich sonst nicht so gerne unterhalten. Vielleicht entsteht durch die entspannte Atmosphäre eine nette Unterhaltung. Diese Stimmung werden Sie mit in den Arbeitsalltag nehmen.
  5. Vermeiden Sie sexuellen Andeutungen
    Feierlaune verleitet dazu, Kolleginnen und Kollegen anzusprechen, die man attraktiv findet. Wenn noch Alkohol ins Spiel kommt, verwischen die inneren Grenzen bei Ihnen und vielleicht auch beim Gegenüber. Peinliche Situationen sind vorprogrammiert!
  6. Finger weg von verheirateten Kollegen
    Ihr Kollege ist verheiratet, aber Sie haben schon lange ein Auge auf Ihn geworfen? Lassen Sie gerade jetzt die Finger von ihm. Wenn Alkohol im Spiel ist, werden Sie Ihre Grenzen vielleicht nicht mehr so gut wahrnehmen. Und: Die meisten Menschen bereuen ihre Ausrutscher hinterher sehr.
  7. Unterhaltung mit dem Chef
    Während einer Unterhaltung sprechen Sie gerne auch über private Themen, wenn Sie möchten. Hobbies oder Urlaube sind unverfängliche Themen. Fragen Sie auch ruhig nach, welche Urlaubsorte oder Tätigkeiten Ihr Chef bevorzugt. Ansonsten eignet sich natürlich die Weihnachtsfeier selbst als Thema.
  8. Tischmanieren sind das A und O
    Halten Sie sich an die gängigen Manieren bei Tisch. Gute Manieren sorgen dafür, dass Sie sich auch nach der Feier noch blicken lassen können.

Nun wünsche ich Ihnen ein tolles Weihnachtsfest in Ihrem Unternehmen und wenn Sie  noch nicht wissen, was Sie anziehen sollen, dann lesen Sie hier gleich weiter. Die richtige Kleidung bei der Weihnachtsfeier.

Ich wünsche Ihnen einen entspannten Dezember und eine gute Zeit.
Herzliche Grüße, Ihre Astrid Fiedler

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Frau Fiedler, Sie müssen mir helfen. Ich habe in vier Wochen eine kleine Rede zu halten und brauche dringend mehr Sicherheit. Solche oder ähnliche Anfragen erreichten mich in den letzten Monaten.

Der Bedarf war immer unterschiedlich und darum habe ich heute einige unterschiedliche Tipps für eine gute Rede für Sie zusammengestellt.

Vortrag und Rede halten

So halten Sie eine gute Rede

1. Achten Sie beim Aufbau der Rede auf eine klare Struktur, damit die Zuhörer Ihnen gut folgen können. Bewährt haben sich

  • chronologische Strukturen.
  • Einleitung, Hauptteil mit zwei bis drei Unterpunkten und ein Schlussappell.
  • Pro und Kontra.


2. Inhaltlich achten Sie auf

  • den Nutzen für Ihr Publikum.
  • kraftvolle und positive Formulierungen.
  • eine schwungvolle Einleitung, die den Zuhörern Lust macht, Ihnen zu folgen.
  • Pausen, die Sie gekonnt einsetzen, während Sie das Publikum anschauen.
  • einen kraftvollen Schluss, damit man Sie gut in Erinnerung behält.


3. Arbeiten Sie schon lange vor der Rede mit Ihrem Körper

  • Machen Sie Entspannungsübungen und Stimmübungen.
  • Lockern Sie alle Gelenke und Muskeln und spüren Sie Ihre Energie.


4. Ändern Sie ggf. Ihre Innere Haltung

Fühlen Sie sich unsicher und macht Ihr innerer Kritiker Ihnen besonders vor der Rede zu schaffen?
Dann ändern Sie Ihre Gedanken und die Körperhaltung.
Richten Sie sich auf und sagen Sie zu sich: Ich kann das. Ich bin gut vorbereitet.
Ich habe etwas wichtiges zu sagen. JAAA.  Ich freue mich auf meinen Auftritt.
Ggf. hilft auch eine Siegerpose.

Ich bin sicher, wenn Sie alle Punkte beachten, wird es eine tolle Rede!

Viel Erfolg wünsche ich Ihnen
Ihre Astrid Fiedler

Wenn Ihnen der Beitrag geholfen hat oder Sie auch andere Menschen unterstützen wollen, dann teilen Sie diesen Beitrag doch gleich in Ihr Netzwerk.

Wenn Sie Unterstützung brauchen, bin ich sehr gerne für Sie da.

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Save the date: 12.10.17 in Hamburg-Bergedorf!

Quelle: Soziales Engagement – Starke Mädchen für eine bessere Zukunft

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Liebe Leserin und lieber Leser,
neulich wurde ich von einem großen Hamburger Beratungsunternehmen eingeladen, um mögliche Vortragsthemen abzusprechen.

Die Damen am Empfang waren sehr freundlich, aufmerksam und höflich.
Schon beim Eintreten wurde ich freundlich begrüßt. Eine der Damen nahm meinen Mantel entgegen und bat mich, kurz vorauszugehen, um in der Empfangsecke Platz zu nehmen. Sie bot mir etwas zu trinken an und plauderte kurz mit mir, es würde nur noch etwa fünf Minuten dauern, bis mein Ansprechpartner käme.

Aus meiner Sicht hatten beide Damen sehr gute Umgangsformen.

Nach etwa fünf Minuten wurde ich von einer der Damen gebeten, ihr ins Büro der Geschäftsführung zu folgen. Doch statt vorauszugehen und mir den Weg zu weisen, bat sie mich vorauszugehen, was gleich an der ersten Tür zu Irritationen führte, weil sie mir unbedingt die Tür öffnen wollte, aber ja hinter mir ging oder stand.
So schlängelte sie sich an mir vorbei …
Bei der dritten Tür hatten wir uns dann glücklich eingespielt.

Tür zum Gegenüber Fiedler

Nach einem netten Gespräch mit dem Geschäftsführer und einem Auftrag in der Tasche brachte dieser mich wieder zum Fahrstuhl, verbunden mit der Bitte vorauszugehen 

Vielleicht haben Sie ähnliche Situationen auch schon erlebt.
Da möchte jemand richtig höflich sein, spielt aber nach anderen Regeln als Sie und plötzlich gibt es Irritationen oder Verunsicherungen.
Glauben Sie mir, wir stehen immer auch auf der anderen Seite 😉

Deshalb mein Tipp: Überprüfen Sie Ihre eigenen Spielregeln immer wieder dahingehend, ob sie sinnvoll sind. Ist es sinnvoll, dass die Person, die den Weg kennt, vorausgeht oder den Weg weist?
Ja, denn diese Person weiß in der Regel auch, wo sich der Knopf für den Fahrstuhl befindet, ob sich die Türen nach innen oder außen öffnen und ob es nach links oder rechts geht.
In Unternehmen sind das die Angestellten oder der Inhaber.
Im Wohnhaus sind das die Personen, die dort wohnen.
Im Restaurant ist es das Servicepersonal, oder die Person, die eingeladen hat.

Das gibt Gästen oder Besuchern, die sich nicht auskennen, Sicherheit und Orientierung.

Es ist alles ganz einfach – jedenfalls, wenn wir alle nach den gleichen Regeln spielen.
Mein zweiter Tipp: Da es immer wieder Unterschiede gibt, nutzen Sie unterschiedliche Spielregeln doch mal als Einstieg in einen Smalltalk, das wird sicher spannend.
Ich wünsche Ihnen viel Spaß dabei.

Herzliche Grüße
Astrid Fiedler

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Liebe Leserin und lieber Leser,

im Sommer und bei Sonnenschein taucht immer wieder die Frage auf,
wie und wann das Tragen einer Sonnenbrille angebracht ist und ob es so etwas wie einen Sonnenbrillen-Knigge gibt. Denn viele Menschen fühlen sich gestört, wenn das Gegenüber im Gespräch eine Sonnenbrille trägt, weil kein Blickkontakt mehr möglich ist. Für andere Menschen ist es hingegen unerträglich, bei Sonnenlicht ohne Sonnenbrille aus dem Haus zu gehen. Lesen Sie heute, wie Sie kniggegerecht mit Ihrer Sonnenbrille und Ihrem Gegenüber umgehen.

Mein Sonnenbrillen-Knigge

1. Für einen guten ersten Eindruck und besseres Sehen: Pflegen Sie Ihre Sonnenbrille regelmäßig.

2. In letzter Zeit beobachte ich immer häufiger selbst erwachsene Menschen, die in geschlossenen Räumen die Sonnenbrille aufbehalten. Knigge würde sich im Grabe umdrehen und viele Menschen assoziieren damit, dass sich der Mensch hinter der Sonnenbrille unsicher fühlt oder etwas zu verbergen hat.
Wollen Sie so wirken?
Mein Tipp: Nehmen Sie die Sonnenbrille schon beim Betreten eines Gebäudes ab, dann kann es später nicht vergessen werden.

3. Bei einer Begegnung auf der Straße oder anderswo
Nehmen Sie Ihre Sonnenbrille in jedem Fall zur Begrüßung ab, damit Blickkontakt stattfinden kann. Wenn die Sonne sehr blendet, können Sie entweder kurz kommentieren, dass die Sonne Sie sehr blendet und um Entschuldigung bitten, dass Sie die Sonnenbrille nun wieder aufsetzen müssen.
Alternativ fragen Sie Ihr Gegenüber, ob es stört, dass Sie die Brille wieder aufsetzen. In den meisten Fällen, wird das in Ordnung sein.

4. Bei einer Verabredung im Café oder anderswo
Wenn ich auf der Terrasse eines Cafés verabredet bin, frage ich meist schon kurz nach der Begrüßung: Stört es Sie, wenn ich meine Sonnenbrille wieder aufsetze? Ich kann bei Sonnenlicht nicht gut sehen.
Ich habe noch nie erlebt, dass jemand sagte, dass es stört. Wenn mein Gegenüber die gleichen Empfindungen hat, freut es sich in der Regel sogar darüber, die Brille ebenfalls aufsetzen zu können.
Trägt mein Gegenüber keine Sonnenbrille und ich merke im Verlaufe des Gesprächs, dass es doch irritiert ist, dann thematisiere ich dies meist so: Ich setze mich kurz um, damit wir uns in die Augen schauen können.

Ich wünsche Ihnen einen wunderschönen sonnigen Sommer, der mit dem Sonnenbrillen-Knigge für Sie hoffentlich noch entspannter wird.

Sie haben Fragen oder Anregungen?
Schreiben Sie mir doch gleich Ihren Kommentar.

Sie möchten für Ihr Unternehmen einen Workshop buchen?
Rufen Sie mich einfach unter 040 7167 9542 an und lassen Sie uns über den Bedarf sprechen.

Herzlichst
Astrid Fiedler

 

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Liebe Leserinnen und liebe Leser,

heute geht es mal um mein soziales Engagement.

Für viele Menschen ist soziales Engagement völlig unpopulär.
Ich denke, es ist heute wichtiger denn je, denn das Leben lädt uns ein Herzensentscheidungen für sich und für andere zu treffen, egal ob für Kinder, Flüchtlinge oder alte Menschen.

Lesen Sie hier meine Rede in der St. Petri Kirche zu Hamburg
im Dezember 2016.

St Petri

Kennen Sie das?

Plötzlich haben Sie die tiefe Einsicht,
dass es Ihnen und anderen gut tut, bestimmte Dinge nicht zu tun.
Ich mag mich z.B. nicht mehr mit Menschen darüber unterhalten, wie schlecht die Welt ist. Das raubt mir Energie, macht schlechte Laune und bringt niemanden weiter.

Ich mag mich auch nicht mehr über die große Weltpolitik unterhalten und darüber was nicht funktioniert und was andere besser machen sollten.
Ich kann und will mir das nicht leisten, meine Zeit ist zu kostbar.

Ich frage mich lieber, was ich tun kann, um zu einer Welt beizutragen,
die besser funktioniert und dann nehme ich das Ruder in der Hand.
Das gibt unglaublich viel Energie, Kraft und macht gleich bessere Laune.

Ich möchte Sie ermutigen
Wenn Sie etwas verändern möchten, egal ob für Sie selbst oder für andere,
dann treffen Sie eine Entscheidung und nehmen Sie das Ruder in die Hand.

Zögern und zaudern Sie nicht, wägen Sie nicht ab – gehen Sie einfach los.
Ich treffe am Anfang nur die Entscheidung, dass ich etwas ändern will
und habe oft nur ein einziges Wort für mein Ziel, dann gehe ich los.

Meine Erfahrung ist, dass sich dieses Wort ganz bald mit Leben füllt,
denn es kommen immer zur richtigen Zeit

  • zündende Ideen
  • unterstützende Menschen
  • wichtige Informationen
  • und die richtigen Räume

Der Weg ebnet sich beim Gehen.

Sie erinnern sich sicher, im letzten Jahr kamen viele Flüchtlinge in unser Land.
Ich sah diese grauenvollen Bilder und Nachrichten im Fernsehen, von zerstörten Städten, verletzten und zerfetzten Menschen und Toten, von Krieg und Gewalt.

Ich sah Menschen, die sich mit ein paar Habseligkeiten auf den langen steinigen Weg gemacht hatten, auf der Suche nach Sicherheit und Frieden.
Ich beobachte damals wie heute mit Erschrecken und Fassungslosigkeit,
wie negativ, hart und gleichgültig viele Mitmenschen sind.

Ich beobachte, dass viele Menschen ihr Herz verschließen und  tun,
als ginge sie das alles nichts an.
Ich kann und will das so nicht für mich.
Ich kann und will Nachrichten nicht nur konsumieren und gleich danach so tun,
als wäre nichts gewesen.

Schon lange habe ich eine Entscheidung getroffen:

Wenn ich Nachrichten schaue, dann will ich mich berühren lassen.
Und ich will mich nicht nur berühren lassen, sondern auch Fragen stellen.
Ich möchte keinem Lebewesen wissentlich Leid zufügen, wie kann das gehen?
Das ist ein Mammutprojekt – glauben Sie mir, Verlockungen gibt es an jeder Ecke.
Was kann ich tun, um mein Herz zu öffnen und diese Welt ein Stückchen besser zu machen? Welche Entscheidung ist zu treffen?

Ich möchte Sie einladen
Öffnen Sie ihr Herz, lassen Sie sich berühren und treffen Sie gute Entscheidungen
.
Wir alle können uns in jedem Moment unseres Lebens entscheiden.
Wir können uns entscheiden,
ob wir uns verunsichern lassen wollen und damit andere verunsichern und ängstigen.
Oder ob wir uns inspirieren lassen, aus der Liebe heraus handeln und Kraft geben.

Wir können uns entscheiden, ob wir durch unsere Worte und Taten Gewalt unterstützen oder Frieden und Lösungen in die Welt bringen.
Das ist nicht immer einfach, auch für mich nicht, aber es ist möglich
und es ist nötig, für Sie, für mich und für die Welt.

Als die ganzen Menschen aus Syrien, Afghanistan und sonst woher kamen,
stellte ich mir die Frage: Was kann ich tun? Welche Lösungen braucht es?

Ganz schnell hatte ich Kontakt zu Helfern im Flüchtlingscamp in Wilhelmsburg. Dort engagierte ich mich mit Freunden und meinem Mann in der Kleiderkammer und merkte bald: Ich kann mehr als Kleidung sortieren– ich wusste damals nur noch nicht genau, wie viel mehr das sein würde.

Dann mein erster Besuch im Flüchtlings-Camp Max Bahr.

Für mich stand sofort fest, ich möchte vor allem den Frauen eine Insel außerhalb des Camps bieten, auf der sie sich für ein paar Stunden sicher und aufgehoben fühlen. Auf der sie Beständigkeit und Freude erfahren und die Möglichkeit haben,
deutsch zu lernen.

Ich war ganz begeistert von der Idee und sehr dankbar,
dass ich die ersten Kurse mit meiner klugen Freundin Connie anbieten konnte.
Ich habe Räume organisiert und Kontakte zum Flüchtlingscamp aufgebaut,
um unser Angebot vorzustellen.

Und dann unsere erste Stunde: erwartungsvoll standen wir zur vereinbarten Zeit im ersten Stock, am Fenster unseres Klassenraumes und schauten auf die Straße.
Eine Viertelstunde später standen und warteten wir immer noch …
Unten gingen Menschen vorbei …
Sag mal Connie, wie sehen Flüchtlinge überhaupt aus? sagte ich.
Ratlos schauten wir uns an.
Nach einer halben Stunde des Wartens meinte ich:
Du ich geh mal in die Straße, vielleicht finden sie den Weg nicht zu uns.

Dann bald per Handy die Nachricht von einer Mitarbeiterin aus dem Camp:
Die Frauen hatten sich in Bergedorf verlaufen.
Ich wollte sie finden und habe sie gleich erkannt. Etwa 15 bekopftuchte Frauen mit ungefähr ebenso vielen Kindern, ein damals sehr ungewöhnliches Bild.
Ich ging auf Sie zu und sprach sie auf Englisch an und wie schön, ich konnte mich mit einer Frau verständigen.

Wir gingen in die Klassenräume und machten im Gewusel von stillenden Müttern und spielenden Kindern äußerst kreativen Unterricht. Seitdem liebe ich Körpersprache – sie ist so ein wunderbares Verständigungsmittel, wenn Worte nicht weiterhelfen.

Schnell merkte ich, dass ich mehrmals in der Woche Unterricht anbieten wollte.

Vom Bezirksamt bekam ich die Zusage bei der Suche nach weiteren Räumen behilflich zu sein. Übrigens  – ich habe bis heute trotz Nachfragen keine Antwort bekommen. Am Anfang hat mich das frustriert, aber auch motiviert mein Ruder in die Hand zu nehmen und selber nach anderen Räumen zu suchen.

Ich möchte Sie ermutigen
Wenn Sie von irgendjemandem eine Zusage für irgendetwas bekommen
und trotz zweimaliger Nachfrage nichts passiert. Verschwenden Sie nicht Ihre Ressourcen. Es lohnt sich nicht sich zu ärgern – lassen Sie los, nutzen Sie lieber diese kraftvolle Energie des Ärgers und nehmen Sie ihr Ruder  in die Hand.

Ich lernte auf diese Weise Pastorin Redhead  kennen und bekam über sie in der Nähe des Camps einen Raum, in dem wir an zwei Tagen unterrichten konnten.
Zwei Monate später waren wir mit fast 50 Helferinnen bereits an drei Standorten vertreten. Wir haben Unterrichtsmaterial entworfen und den Bedürfnissen immer wieder  angepasst. Sicher können Sie nachvollziehen, dass dies eine große Herausforderung war. Doch die Frauen und Kinder sind hochmotiviert,
die meisten wollen wirklich lernen und das macht große Freude.

Flüchtlingsfrauen

Wissen Sie: Erst als ich diese Rede schrieb, wurde mir so richtig bewusst,
was wir alles auf die Beine gestellt haben, welche Kraft da am Werke war.
Bis heute haben über 100 tolle Helferinnen in vier Teams
etwa 150 Frauen und Kindern die Möglichkeit gegeben Deutsch zu lernen und
geben ihnen damit mehr Sicherheit und Unabhängigkeit.

Ich durfte viel lernen in den letzten 18 Monaten und bin sehr dankbar dafür.
Ich weiß einmal mehr, wie dankbar ich sein kann für meinen Mann, meine Freunde und mein nicht immer einfaches, aber doch recht sicheres Leben.

Und was ganz wichtig ist: Ich habe mir angewöhnt,  Fragen zu stellen.

  • Statt zu sagen. Es geht nicht! frage ich mich oder andere: Wie kann es gehen?
  • Statt zu sagen: Ich weiß nicht!  frage ich mich: Wer kann mir helfen?
  • Statt zu fragen: Können Sie mir helfen? frage ich: Wie können Sie mir helfen?

Ich möchte Sie ermutigen:
Stellen Sie die richtigen Fragen und nehmen Sie das Ruder in die Hand.
Sorgen Sie gut für sich und andere – die Welt braucht Sie.

Es ist egal, ob Sie die alte alleinstehende Nachbarin zum Kaffee einladen oder eine Patenschaft für einen Flüchtling übernehmen. Treffen Sie eine Entscheidung und nehmen Sie das Ruder in die Hand.

Und zu guter Letzt:
Wenn Sie mal das Gefühl haben, Sie stecken in einer der vielen Sackgassen,
die das Leben für unser Wachstum bereithält, dann rufen Sie Gott oder die Schöpferkraft an. Ich versichere Ihnen, diese Leitung funktioniert besser als jede Leitung von der Telekom. Gehen Sie einfach in sich und in die Stille und sagen Sie:
Ich weiß grad nicht weiter – wie kannst du mir helfen?
Bitte, nimm jetzt Du das Ruder in die Hand – ich danke Dir.

Ich bin sicher – dann öffnet sich auch Ihnen ein Feld der Möglichkeiten.“

Vielen Dank, dass Sie bis hierher gelesen haben.
Und jetzt: Nehmen Sie ihr Ruder in die Hand!

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Liebe Leserin, lieber Leser,

vor einigen Wochen gab ich einen Knigge-Workshop für ein Hamburger Beratungsunternehmen.
Besprechungen mit Kunden und Kollegen sind in diesem Unternehmen an der Tagesordnung und perfekte Umgangsformen sind der Unternehmensleitung sehr wichtig.
Damit tauchen natürlich auch viele Fragen zum korrekten Umgang und zu aktuellen Kniggeregeln auf. Besonders knifflige Situationen haben wir miteinander diskutiert und im Rollenspiel stimmige Verhaltensregeln erarbeitet.

Eine Teilnehmerin in dem Knigge-Workshop beschrieb folgende Situation
Neulich saß ich mit einer Kollegin und einer Kundin im Besprechungsraum.
Dort warteten wir auf einen weiteren Kollegen, den die Kundin noch nicht kannte.
Als der Kollege zur Tür herein kam, war ich plötzlich unsicher, wie ich mich richtig verhalte. Sollte ich sitzen bleiben oder aufstehen, um den Kollegen vorzustellen?

Leider gibt es keine allgemeine Regel, denn eine formvollendete Begrüßung hängt von vielen Faktoren ab. Z.B. davon, ob Sie den Kollegen bereits begrüßt haben oder wie die Räumlichkeiten sind. Begrüßen Sie sich üblicherweise per Handschlag oder nicht?

In diesem Knigge-Workshop kam heraus, dass sich die Kollegen morgens per Handschlag begrüßten und die Teilnehmerin ihren Kollegen an dem Tag noch nicht gesehen hatte.
Die Räumlichkeiten gaben es her, dass genug Platz war,
ohne die Kundin zu stören oder zu behindern.

Gesprächssalon Gruppe 1

So stellen Sie Ihren Kollegen richtig vor.

  • Zeigen Sie Wertschätzung und Respekt und stehen Sie zur Begrüßung auf.
  • Gehen Sie auf Ihren Kollegen zu und geben Sie ihm die Hand.
  • Wenden Sie sich dann dem Kunden zu und machen Sie die beiden Personen miteinander bekannt. „Herr Kunde, kennen Sie schon meinen Kollegen Herrn Müller, er ist für das Marketing zuständig“. „Herr Müller, dass ist Herr Kunde. Er interessiert sich für unsere Produkte“.

Sollte es zu eng sein oder Sie stören Ihren Kunden, wenn Sie aufstehen, dann bleiben Sie sitzen und kommentieren Ihr Verhalten.

In diesem Knigge-Workshop haben wir ein für das Unternehmen passendes Vorgehen entwickelt. Lesen Sie hier:
„Guten Morgen Herr Müller. Bitte entschuldigen Sie, dass ich sitzen bleibe.
Herr Kunde, kennen Sie schon meinen Kollegen Herrn Müller, er ist für das Marketing zuständig“. „Herr Müller, dass ist Herr Kunde. Er interessiert sich für unsere Produkte“.

Es ist ganz einfach, oder?
Wenn Sie eine Frage zu einer kniffligen Situation haben, dann schreiben Sie mir.
Helfen Sie gerne auch anderen Menschen und teilen Sie diesen Beitrag in Ihre Netzwerke.

Ich wünsche Ihnen eine gute Zeit.
Ihre Kniggeexpertin Astrid Fiedler

Sie möchten einen Knigge-Workshop buchen?
Rufen Sie mich einfach an.

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